Die Schweiz soll zu Libyen schweigen

Um die Affäre nicht zusätzlich anzuheizen, solle das Thema öffentlich nicht mehr diskutiert werden. Das schlägt Bundesrätin Micheline Calmy-Rey vor.

«Geben Sie uns Zeit»: Micheline Calmy-Rey zu den Medien.

«Geben Sie uns Zeit»: Micheline Calmy-Rey zu den Medien.
Bild: Keystone

«Ich glaube, das Beste, was wir im Moment tun können, ist schweigen», sagte Aussenministerin Micheline Calmy-Rey am Dienstag in Bern. Man werde informieren, sobald etwas Besonderes geschehe. Bisher sei dies aber nicht der Fall gewesen. «Geben Sie uns Zeit, damit wir arbeiten können», bat Calmy-Rey die Medienschaffenden.

Die Vorsteherin des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA) hatte am vergangenen Samstag die Entsendung einer Schweizer Delegation nach Libyen angekündigt, nachdem bekannt geworden war, dass die beiden zurückgehaltenen Geschäftsleute erneut in Gewahrsam genommen wurden.

Das EDA und das Eidgenössische Finanzdepartement von Bundespräsident Hans-Rudolf Merz hatten Libyen für dieses Vorgehen scharf kritisiert. Merz hatte sich zuvor bei einem Treffen mit dem libyschen Staatschef Moammar al-Qadhafi in New York erneut um die Freilassung der beiden Schweizer bemüht. (oku/ap)

Erstellt: 29.09.2009, 13:54 Uhr

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