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Die Werte der Schweizer verändern sich

Laut einer Umfrage findet seit 2000 ein Wandel statt von einer nach aussen gerichteten Haltung hin zu mehr Heimatverbundenheit. Mehrere Ereignisse sind dafür verantwortlich.

Verwurzelung hat stark an Bedeutung gewonnen: Schweizer Heimat.

Verwurzelung hat stark an Bedeutung gewonnen: Schweizer Heimat.
Bild: Keystone

Umfrage

Werden Sie auch immer konservativer?

Ja.

 
49.3%

Nein.

 
45.9%

Ich bin unschlüssig.

 
4.8%

Das Meinungsforschungsinstitut Demoscope ermittelt seit 1974 in einer Umfrage die Werthaltungen in der Schweiz. Jährlich stellt das Institut rund 2000 Personen aus der Deutsch- und Westschweiz die gleichen 26 Fragen, die zeigen, wie konservativ und offen ihre Haltung ist. Daraus berechnet Demoscope das «Psychologische Klima der Schweiz».

Werte wie Verwurzelung oder Bescheidenheit haben im laufenden Jahr bei den Befragten stark an Bedeutung gewonnen, wie Demoscope am Dienstag mitteilte. Im Vergleich zum Jahr 2000 zeigen sich die Menschen heute weniger fortschrittlich und nach aussen gerichtet, dafür geben sie bewahrenden Positionen wieder verstärkt den Vorzug.

Der Trend Richtung Innenorientierung und Konservatismus begann zur Jahrtausendwende. «Nach Ereignissen wie dem Terroranschlag in New York oder dem Grounding der Swissair, beide geschahen 2001, besinnen sich die Menschen wieder auf ihre Wurzeln», sagte Studienleiterin Sandra Beffa auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA.

Nochmals konservativer im Jahr 2010

Die Finanzkrise könnte in den letzten beiden Jahren laut Beffa den gleichen Effekt gehabt haben, so dass die Werthaltungen im Jahr 2010 nochmals deutlich konservativer wurden. Dazu passe auch, dass Bescheidenheit als viel wichtiger eingestuft worden sei.

Dennoch legen Schweizer Einwohner heute noch immer eine deutlich progressivere Haltung an den Tag als bei der ersten Umfrage im Jahr 1974. Vor der Trendwende im Jahr 2000 hatten sich die Haltungen stets Richtung Fortschritt und Aussenorientierung entwickelt. (sam/sda/)

Erstellt: 27.07.2010, 16:32 Uhr

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22 Kommentare

Roger Stadelmann

30.07.2010, 21:18 Uhr
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haben wie werte in der schweiz? also wenn wir so weiter machen bald nicht mehr z.b. die schöne natur wird immer mehr verbaut das finde ich traurig und schade und macht mich sauer denn wir sind gerade im ausland bekannt für unsere schöne natur. und ich finde die natur ist ein grosser, schöner nützlicher usw. wert denn wir haben, aber dieser wert wird langsam immer mehr zersört aus gier :-( !! Antworten


Urs Keller

28.07.2010, 20:45 Uhr
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Jeder weis dass es kein unendliches Wachstum gibt, aber alle ignorieren es. Unsere Welt lebt vom Wachstum, und doch, im innern fangen wir an uns umzustellen, auf ein kommendes null Wachstum, und das heisst mit dem zufrieden sein was wir haben, um mit unserem schon heterogenen Bevölkerung das Beste aus unserem Land zu machen. Die Schweiz kann nicht wachsen und ist an Grenzen gebunden. Antworten


Peter Pfrunder

28.07.2010, 17:29 Uhr
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Herr Ralf Müller:Was glauben Sie,wer beherrscht auch die politische EU?Es sind konservative Kreise,die auch dem Grosskapital nahestehenEine Zusammenarbeit zwischen der Wirtschaft und der Politik ist ja auch natürlich und notwendig.Übrigens:die SVP Leute, die ich kenne,sind nicht gerade grosse US-Fans.Es ist ja schön,wenn sich die Linken und die Rechten um die Intensität ihres Patriotismus streiten Antworten


Hanspeter Burri

28.07.2010, 14:29 Uhr
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@ R. Aebi: eine sehr gute Frage, wer war zuerst hier? Ihre Urvorfahren kamen aus Ostafrika hierher, wir sind ursprünglich (und wir wollen uns ja auf unsere Wurzeln besinnen) allesamt fremd hier. Keine Nation hat die letzten 2000 Jahre überlebt, egal wie stark sie war. So sehr wir uns also auf unsere Werte besinnen, die Zeit läuft auch der Schweiz davon. Ausländerzählungen ändern daran auch nichts! Antworten


Kurt Aegeri

28.07.2010, 12:21 Uhr
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Fortschritt beinhaltet das Wort "Schritt". Eigentlich sehr sinnig. Konservativ muss nicht zwingend engstirnig, engherzig und ohne Neugier und Wissbegier bedeuten. Kann, aber muss nicht! Antworten


Ralf Müller

28.07.2010, 11:47 Uhr
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Diese Disney-Heimatliebe (die von der SVP geprägt ist) hat nicht viel zu tun mit dem ganz normalen Patriotismus, der jeder Schweizer in sich trägt. Meinen die Heimatkitschigen etwa, ein Linker liebe die Schweiz nicht? Linke sehen die Heimatzerstörung vielleicht weniger bei der politischen EU, als bei der übermächtigen Geldelite und der totalen Unterwerfung, die man von uns verlangt! Antworten


Urs Holzapfel

28.07.2010, 10:46 Uhr
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@R.Aebi: Liebe Frau Aebi,man kann nicht alles haben:Jahrzehntelang liess man den Karren laufen,weil Leute ins Land kamen,die UNGELIEBTE Jobs machten;jetzt werden auch ANGENEHME Jobs an Ausländer vergeben.Dann schicken Sie doch ALLE Ausländer heim und die Schweiz wird wieder ausländerfrei,aber auch sehr viele (Arbeitsmarkt-)Probleme bekommen.Viel Vergnügen Ihnen und Ihresgleichen! Antworten


Pitt Buchmüller

28.07.2010, 10:25 Uhr
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Unsere kleine, sehr attraktive Schweiz, ist kein Einwanderungsland (mehr). Die Politik sieh die zukünftige Problematik nicht mehr! 1291 hat man einen Bund auf dem Rütli geschworen aber viele 'Eingebürgerte' wissen nicht einmal mehr, wo sich das Rütli befindet, geschweige dann noch die Geschichte. Zu viele Eingeständnisse werden in unserem christlich geprägten Land gemacht. Schade für unser Land! Antworten


Matthias Steiner

28.07.2010, 08:53 Uhr
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Man wird den Eindruck nicht los, dass dem Verfasser die Zunahme von Werten wie Bescheidenheit und Heimatliebe nicht geheuer ist. Dabei ist es die logische Reaktion auf den Globalisierungswahn, die weltumspannende Terrorwelle und die Zerstörung der Natur. Es ist gut, sich auf die Wurzeln zu besinnen. "Achte jedes Mannes Vaterland, aber das deinige liebe." - Gottfried Keller Antworten


Hans Graf

28.07.2010, 08:12 Uhr
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MIch überrascht diese Tendenz nicht. Es ist alles eine Frage der Definition und der Wahrnehmung in den Medien. Ist jemand weniger "fortschrittlich", wenn er selbstverantwortlich handelt, als jemand, der alles dem Staat überlässt? Oder ist ein Schweizer weniger "aussenorientiert", der sich nicht der EU unterwerfen, aber mit allen Staaten der Welt ein offenes Verhältnis haben will? Antworten


Philipp Betschart

28.07.2010, 08:03 Uhr
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Warum sollen wir dadurch "weniger fortschrittlich" sein? Sich zuerst einmal um die eigenen Probleme zu kümmern, anstatt immer überall mit und dreinreden zu wollen scheint mir vernünftig. Die Globalisierung brachte sicher gute Dinge mit sich, allerdings ist sie auch der Auslöser für viele Probleme... Antworten


Ulrich Scheidegger

28.07.2010, 07:23 Uhr
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Die Dinge müssen klar auseinander gehalten werden. Heimattreue und Bescheidenheit bedeuten nicht gleichsam Konservativität. Auch mit mit Heimattreue und Bescheidenheit ist man offen für konstruktives Neues -mit einem Mix vom guten der Vergangenheit und mit neuem in die Zukunft zu gehen. Zugegeben, es gibt sie -diese Erzkonservativen, jüngerer Generationen, deren Väter weniger konservativer waren. Antworten


Thomas Buxtorf

27.07.2010, 21:20 Uhr
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Es wird halt nicht mehr alles für gut befunden, was von Amerika (oder sonstiges Ausland) her kommt. iPhone ja, Ami-Autos eher nicht. In einer internationalen Firma arbeiten ja, in die EU wollen nein. Antworten


Martin Anders

27.07.2010, 21:02 Uhr
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Was als fortschrittlich und was als konservativ gilt ist wohl eher Definitionssache. Bescheidenheit könnte man auch als Fortschritt sehen nachdem was in der (Finanz-)Industrie alles passiert ist wo sich so viele nur noch selber bereichern wollten ohne Rücksicht auf Verluste anderer. Antworten


babs widmer

27.07.2010, 20:55 Uhr
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ganz logisch zu "mehr Heimatverbundenheit" nachdem unsere regierung und parlament, kriechend, nur noch den blick auf die EU richtet! Antworten


Nadine Binsberger

27.07.2010, 20:39 Uhr
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Sind Wachstumskritik (Bescheidenheit, Décroissance) und ökologische Anliegen (grün) konservativ? Antworten


peter zuellig

27.07.2010, 19:04 Uhr
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Wuesste nicht was wir dieser Tage den im Ausland herrschenden Verhaeltnissen und Werten abgewinnen koennen. Das Gras ennet des Zauns ist nur fuer den Esel gruener als bei uns. Antworten


Marcel Zufferey

27.07.2010, 18:52 Uhr
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Man spürt den Paradigmenwechsel. Die Krise des Liberalismus, sowohl des ökonomischen, als auch des sozialen, beginnt langsam erste Früchte zu tragen. Laissez-faire ist endgültig tot, das Pendel schwang in den letzten Jahrzehnten zu stark in Richtung Beliebigkeit aus. Gut möglich, dass es jetzt kurz (extrem) in die andere Richtung schwingt- aber nur um sich dann in der Mitte einzupendeln. Antworten


Hans Iseli

27.07.2010, 18:18 Uhr
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Kein Wunder. Da hat die mainstreamige Linke dem Stimmbürger halt viel zuviele teure Mogelpackungen unter der Fahne Fortschritt und Sozial untergejubelt. Antworten


Markus König

27.07.2010, 17:25 Uhr
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Ich bin sehr patriotisch und lege viel Wert auf die Schweiz. Aber das als konservativ auszulegen, betrachte ich als fehlerhaften Schluss. Ich bin progressiv - und SCHWEIZER!!! Antworten


Regula Aebi

27.07.2010, 17:20 Uhr
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Nennen wir es doch beim Namen! Es hat wohl weniger mit der Swissair oder einem Attentat zu tun als vielmehr dem Empfinden der Überfremdung. Und bei 47'000 Einbürgerungen pro Jahr und einer Saldoeinwanderung von über 100'000 Ausländern jährlich und einem Ausländeranteil von 21% (ohne Asylanten, Wochenaufenthalter, Personal ausländischer Staaten und illegal Anwesenden) nicht ganz unverständlich. Antworten


Max Sieber

27.07.2010, 16:54 Uhr
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Ist es etwas Schlimmes zu seinen Werten und den Werten eines Landes zu stehen? Ich bin entschieden der Meinung NEIN. Eine wertelose Gesellschaft ist dem Untergang geweiht, dies war schon in der Antike der Fall und ist es auch immer noch Heute. Deshalb ist es gut, dass sich die Schweizer wieder darauf besinnen, den sowohl in der Erziehung, Moral, Ethik, etc. steht es zur Zeit nicht zum Besten. Antworten



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