«Die ältere Generation von Hauseigentümern profitiert»
Interview David Vonplon. Aktualisiert am 15.05.2009 48 Kommentare
«Das heutige Steuersystem fördert die Schuldenlast»: Wohnmarktexperte Jürg Zulliger.
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Umstrittener Systemwechsel
Rolf Schweizer (FDP/ZG) und Simonetta Sommaruga (SP/BE) wollen in der Besteuerung von Wohneigentum einen Systemwechsel herbeiführen: Sie verlangen, dass Hauseigentümer künftig den Eigenmietwert nicht mehr versteuern müssen. Im Gegenzug sind aber keine Abzüge für Hypothekarzinsen, Unterhaltskosten, Versicherungsprämien und Verwaltungskosten zulässig. In einer Stellungnahme begrüsst der Bundesrat diesen Vorstoss.
Kritisiert wird der Vorschlag vom Hauseigentümerverband Schweiz (HEV). «Es ist zwingend, dass der Hypothekarabzug für den Neuerwerb von Wohneigentum erhalten bleibt», erklärt HEV-Sprecher Patrick Zadrazil. Sein Verband fordert, dass auch für alle Sanierungen am Eigenheim Abzüge gemacht werden können. Laut Zadrazil zeigen Studien aus der Vergangenheit, dass ein Systemwechsel dem Staat rund 150 Millionen Franken Steuermehreinnahmen bescheren würde. «Das geschieht auf dem Buckel der Hauseigentümer.»
Auf Zustimmung stösst der vorgeschlagene Systemwechsel beim Schweizerischen Mieterverband. Für Präsidentin Anita Thanei bedeutet er ein Schritt hin zu mehr Steuergerechtigkeit: «Das heutige System bevorteilt die meisten Hauseigentümer gegenüber den Mietern: Sie können mehr Hypothekarzinsen abziehen, als sie Eigenmietwert versteuern.»
Herr Zulliger, Keine Versteuerung des Eigenmietwerts, keine Abzüge für Schuldzinsen: Simonetta Sommaruga (SP) und Rolf Schweiger (FDP) wollen die Besteuerung von Wohneigentum radikal vereinfachen. Ist das auch ein Schritt in Richtung mehr Steuergerechtigkeit?
Ja, der Vorstoss ist in der Sache sinnvoll. Denn mit dem heutigen System haben Hauseigentümer allen Grund, sich zu verschulden. Ich halte das für einen elementaren Systemfehler. Gerade junge Leute denken beim Hauskauf häufig zuerst daran, wie viele Steuern sie sparen können und nehmen in der Folge hohe Hypotheken auf. Wir haben in den USA gesehen, wohin eine solche Schuldenwirtschaft im Immobiliensektor hinführt. Es ist deshalb der richtige Moment, um das heutige Modell zu überdenken.
Ist es für Hauseigentümer nicht nachteilig, wenn Abzüge für Schuldzinsen und Unterhalt gestrichen werden?
Nein. Das neue Modell sieht vor, dass das Wegfallen der Abzüge für die Schuldzinsen und den Unterhalt durch die Abschaffung der Eigenmietbesteuerung ausgeglichen wird. Das ist ein Schritt in die richtige Richtung. Dass man gewisse Abzüge für Unterhaltskosten stehen lässt, wäre allerdings nicht falsch. Man würde damit einen Anreiz setzen, dass die Häuser gut unterhalten werden. Insbesondere Investitionen, die den Energiebedarf senken, müssen gefördert werden.
Wer würde vom Systemwechsel profitieren?
Vor allem die ältere Generation von Hauseigentümern. Sie will nach ihren Wertvorstellungen häufig Schulden abbauen, wird aber mit der Besteuerung des Eigenmietwerts dafür bestraft.
Werden Mieter mit dem neuen Steuerregime gegenüber den Hausbesitzern besser gestellt?
Ja, auf jeden Fall. Die heutige Ungleichbehandlung zu Lasten der Mieter würde beseitigt. Denn die Mieter können schliesslich ihre Kosten auch nicht abziehen. Es gibt keine steuerlichen Anreize, Mieter zu sein.
Und wer verliert?
Die Neuregelung hätte Auswirkungen auf das Bankenwesen, das auch in der Finanzkrise im Hypothekengeschäft gute Gewinne erzielt hat. Das hat auch damit zu tun, dass es weltweit kein anderes Land gibt, das eine ähnlich hohe Hypothekarverschuldung aufweist wie die Schweiz. Die Schuldenlast beträgt insgesamt 700 Milliarden Franken, das entspricht einer Pro-Kopf-Verschuldung von 100'000 Franken. Man muss davon ausgehen, dass der Umfang, in welchem die Leute Hypotheken aufnehmen, zurückgehen würde. Für den Bankenplatz Schweiz wäre die Regel also unvorteilhaft.
Würde ein Hauseigentümer künftig mehr oder weniger Steuern bezahlen?
Für den Mittelstand hat der Systemwechsel kaum Auswirkungen. Die Steuerabzüge machen für sie nicht mehr als ein paar hundert Franken aus, vor allem weil die Zinsen in den letzten Jahren ohnehin tief waren. Kein Interesse an der Neuregelung haben jedoch jene, die alte Häuser kaufen und viel Geld in den Umbau investieren. Auch wer aus rein steuerlichen Gründen sein Haus sehr hoch verschuldet, hat das Nachsehen. Das sind aber meistens sehr reiche Leute, die dank ihrem Vermögen und ihrer Zahlungsfähigkeit Immobilien oft auch zu 100 Prozent über Bankkredite finanzieren können.
Der Hauseigentümerverband Schweiz kritisiert den angestrebten Systemwechsel. Er verweist auf die Zwillingsinitiativen «Sicheres Wohnen im Alter» und «Bausparen».
Diese Initiativen schiessen über das Ziel hinaus. In der Schweiz besteht bereits ein ausgeprägtes System zur Förderung von Wohneigentum. Es ist zum Beispiel möglich, Gelder aus der zweiten und dritten Säule gezielt für den Kauf von Wohneigentum oder der Amortisation von Hypotheken einzusetzen. Letztes Jahr haben die Schweizerinnen und Schweizer zum Beispiel 3,2 Milliarden Fr. Pensionskassengeld dafür eingesetzt. Für mich ist das auch eine Form von Bausparen, die sich bewährt hat, ich sehe nicht ein, weshalb man da einen Schritt weiter gehen sollte. Seit den Neunzigerjahren verzeichnen wir zudem einen Eigenheim-Boom, der international sehr aussergewöhnlich ist. Bei der nächsten Volkszählung rechne ich mit einer Steigerung der Wohneigentumsquote auf 38 Prozent.
(Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
Erstellt: 15.05.2009, 13:43 Uhr
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48 Kommentare
Die Abziehbare Hypothekenschuld ist ja das Pendent zum Eigenmietwert. Diese beiden streichen ist o.k. Aber den Abzug für den Unterhalt wegstreichen ist eine Frechheit. Damit kann ich vergessen, eine Altliegenschaft zu kaufen, in die viel investiert werden muss. Antworten
Ich habe eben für eine Eigentumswohnung eine Hypothek aufgenommen und verschulde mich zum ersten Mal in meinem Leben. Es geht mir dabei gegen den Strich, mich so zu verschulden, dass ich mit dem Eigenmietwert nicht zusätzliches Einkommen "produziere". Ich finde die Abschaffung des Eigenmietwerts top, werde meine Schulden entsprechend abbauen und kann dafür mehr konsumieren. Gut, oder? Antworten
Gleichzeitig sollte auch die Grundstückgewinnsteuer für das selbst bewohnte Haus abgeschafft werden, wenn die Liegenschaft seit mehr als 25 Jahren in gleichem Besitz ist. Natürlich sind Ferienwohnungen ausgenommen. Damit weiterhin renoviert wird könnte man die MWSt für Renovationsarbeiten auf 3-4% festsetzen. Dies würde Schwarzarbeit unsinnig machen. Antworten
Die Initiative ist sehr gut und sollte unbedingt umgesetzt werden. Der Eigenmietwert sollte ebenfalls sofort abgeschafft werden. Unbedingt sollte Wohneigentum in der Schweiz massive verbilligt werden und die Mehrheit der Bürger sollte Wohneigentum erwerben dürfen. Es kann nicht sein das unsere Gesellschaft weiter in Mietverhältnissen dahinsiecht. Staatliche Prämienvergünstigungen für Eigentum. Antworten
Typisch, der Staat zockt den Bürger mehrfach ab. Eigenmietwert, kein Abzug mehr für Gebäudeunterhalt, etc. Dabei zahlt der Hauseigentümer bereits Steuern in Form von MWST auf jeder Schraube, welche er für die Werterhaltung ausgibt. Zudem wird mit jeder Immobilie die gebaut wird die Wirtschaft aufrechterhalten, von wo sonst sollen all die KMU's ihre Brötchen verdienen? Neidhammel-Initiative!! Antworten
Das ist ein Schuss in den Ofen. Leittragende werden nicht nur die (zZ so verpönten) Banken sein, sondern das Handwerk ganz generell. Denn wenn die systemischen Anreize zur Hausrenovation abgeschafft werden, wird auch weniger investiert werden, ganz klar! Auch dafür bietet das Ausland guten Anschauungsunterricht, zb eine Reise ins "bricoleur"-Land Frankreich! Viel Glück!! Antworten
Apropos, die Alten würden profitieren - da kann ich nur noch den Kopf schütteln. Wie denn, wenn beispielsweise nach 40 Jahren das Flachdach zu rinnen beginnt, mit Sanierungskosten von 70 - 100'000 Fr. ,die nicht mehr angerechnet würden ? Eine Katastrophe und eine Ungerechtigkeit sondergleichen für die Alten - ist das, nachdem diese über Jahrzehnte wie blöd Eigenmietwerte versteuert haben. Antworten
@ Peter Diener - Sie haben vermutlich leider recht. Mir ist das auch schon aufgefallen, dass der HEV immer noch eine quere Forderung einbringen möchte, die letztlich das Fuder überlädt. Wahrscheinlich vertritt er eben nicht in erster Linie die Eigenheimbesitzer, sonder vielmehr die Liegenschaftsbesitzer mit gewerblichen Interessen. Antworten
Ein sinnvoller Vorstoss von SP und FDP der ohne Abstriche umgesetzt werden soll. Damit wird ein wichtiger Schritt hin zur Steuergerechtigkeit getan, ob Mieter oder Eigentümer. Dass der HEV sich wieder einmal quer stellt ist klar, er will die "Pründe" und Besserstellung der Hauseigentümer weiterhin zementieren. Antworten
Seit Jahren diskutieren die Politiker über eine vereinfachte Steueradministration, Flattax, weniger Steuern, gerechtere Steuern usw. Passiert ist bis heute nichts. Also auch hier wird nicht so schnell gearbeitet. Aber man kann Sitzungsgelder verdienen. Antworten
Der Artikel sagt es so wie es ist. Danke Herr Z. Hinzufügen möchte ich nur, durch die Abschaffung des Eigenmietwertes gehen auch die Schulden zurück. Sicher für die Banken nicht unbedingt positiv zu sehen. Nur, wer im Alter keine Schulden hat, der ist in einem gewissen Rahmen auch nicht mehr von irgend jemanden finanziell abhängig. Wir wollen sehen, ob es dann auch wirklich so kommt. On verra. Antworten
Finde es den falschen Zeitpunkt, dies einzuführen. Da will man, dass ältere Liegenschaften ökologisch auf den neuesten Stand gebracht werden. Kann sich nicht jeder leisten, will sich nicht jeder leisten, mit dem Steuereffekt hingegen wird dies angekurbelt. Antworten
Die gerechte Lösung lautet Abschaffung aller Steuern auf dem Ertrag von Vermögenswerten, dafür eine substantielle Vermögenssteuer von sagen wir 1% pro Jahr quasi als "pauschale Vermögensertragssteuer". Damit werden alle Arten von Investitionen steuerlich gleichgestellt und nicht derjenige steuerlich bestraft, der Zinsertrag hat (statt Kapitalgewinn) oder Immobilien (Grundstücksgewinnsteuer). Antworten
Jubelt nicht zu früh, dass der Eigenmietwert abgeschafft werden soll. Stattdessen wird in Zukunft die abbezahlte, schuldenfreie Liegenschaft halt einfach dem Vermögen zugerechnet und damit die Vermögenssteuer in die Höhe treiben. Fazit: Neubesitzer werden mehr versteuern, weil sie ihre Schuldzinsen nicht mehr abziehen können und Altbesitzer werden mehr versteuern, weil ihr "Vermögen" höher ist... Antworten
In 3 Monaten werde ich zwangsweise frühpensioniert. Mit meinem künftig sehr kleinen Einkommen komme ich nur zurecht, weil ich nur noch wenig Schulden auf dem Haus habe. Trotzdem zahle ich Steuern wie ein gut Verdienender, beträgt doch der Eigenmietwert über 50 % meines künftigen Einkommens. Der hohe Vermögenswert beschert mir zudem noch happige Vermögenssteuern. Habe ich dafür gespart? Antworten
Habe vor 48 Jahren mein Haus gekauft. Der Unterhalt und Investitionen zum Werterhalt beliefen sich ums 3-fache der Beschaffungskosten. 10 Jahre musste ich noch Zwangs- Amortisation leisten. Habe nicht alle Investitionen selbst finanziert, aber immer wieder Schulden abbezahlt. So wohne ich heute kostengünstig und kann den Unterhalt selbst finanzieren. Eine frohe Botschaft für Rentner. Antworten
Es gibt Leute die haben ein niedrig verzinsliches Sparheft und gleichzeitig eine teurere Hypothek. Wer Hypotheken nicht abzahlt damit er die Schuldzinsen in der Steuererklärung abziehen kann rechnet schlecht. Die Hypo-Zinsen sind garantiert höher als die Steuerersparnis. Die Banken freut's . Antworten
Weg mit dem Eigenmietwert, anstelle der Hypozinsen Abzüge, dafür zu 100% Investitionen Reparaturen Unterhalt zulassen! Schulden müssen nicht länger Steuerlich begünstigt werden. Es ist an der Zeit, dass sparsame Menschen gefördert und begünstigt werden. Antworten
Ein seltsames System - Eigenmietwert! Wo immer in der Welt ich das erzähle lachen sich die Leute krum. Sowas scheint es nur in der CH zu geben. Grund , sicher die Banken und derren Lobby im Parlament. Allerding sollte man auch ohne Eigenmietwert Unterhaltskosten von den Steuern Abziehen können oder will man in der CH die Schwarzarbeit = Deutschland fördern, keine Baustelle ohne Schwarzarbeiter? Antworten
Weshalb der HEV sich immer quer stellt, wenn am System Eigenmietwert etwas geändert werden soll, bleibt sein Geheimnis. Aber er tut dies mit schöner Regelmässigkeit und hat bisher alle Anstrengungen für einen sinnvollen Wechsel zunichte gemacht. Da liegt der Verdacht nahe, dass der HEV nicht ist was er zu sein vorgibt. Mein Tipp: kündigen Sie Ihre Mitgliedschaft beim HEV, nur das wird helfen. Antworten
Klar, dass eine grosse Lobby den Eigenmietwert NICHT abschaffen will (BANKEN). Die Banken haben gar kein Interesse, dass die Hypotheken zurückbezahlt werden (sehr sicherer Gewinn). Es gibt wohl kaum ein Land, dass so aktiv Schuldenmachen fördert und Sparen bestraft. Antworten
Zulligers Betrachtungsweise ist etwas einseitig. Einerseits ist in der Schweiz im Gegensatz zu USA, Spanien usw. keine Immobilienblase entstanden, weil die Banken eben NICHT unbegrenzt jeden und alles finanziert haben, andererseits kann kaum von Gerechtigkeit gesprochen werden, wenn sich am Ende nur noch die Reichen Wohneigentum leisten können. Antworten
Es entsteht der Eindruck, erneut wird die ältere Generation bevorzugt. Jüngere Familien können doch normalerweise ihr Wohneigentum nur über Hypotheken finanzieren. Zudem wird der Anreiz gestrichen, ältere Häuser zu kaufen und instand zu setzen. Wäre schade, wenn viele Häuser vergammeln, gleichzeitig aber munter neues Land verbaut würde. Antworten
@Hans Schaub: Sie verwechseln da etwas. Bei diesem Artikel geht es um selbst genutzte Liegenschaften, also Häuser und Wohnungen, in denen Sie persönlich wohnen. Ihr Kommentar bezieht sich auf vermietete Liegenschaften. Hier gab es noch nie einen Eigenmietwert. Und klar können sie die Kosten gegen die Einnahmen verrechnen bei vermieteten Liegenschaften. Auch in Zukunft. Lesen... Antworten
Welch ein eigenartiges System von Eigentum und Eigenmietwert.Und gehören wird es einem ja doch nicht,die Banken oder das Steueramt hält stets einen Finger drauf.Da lobe ich mir die Nachbarländer,meine Wohnung ist bezahlt und kann somit wunderbar leben.Ewig muss man sich damit rumschlagen genauso wie mit dem ständigen Wechsel zur günstigsten Krankenkasse.Einiges ist in Nachbarländern doch besser! Antworten
Eigenmietwert und Abzug von Unterhaltskosten können ersatzlos gestrichen werden. Das ist fair. Vermögen und Schulden zwei Seiten einer anderen Medaille. Mein Vermögen und dessen Zinsen muss ich versteuern - als Gegenzug kann ich Schulden und Schuldzinsen abziehen. Soll ich das für Hypozinsen nicht mehr können, für "meinen Ferrari" aber schon? Verstehe das wer kann. Profitieren werden die Reichen. Antworten
À propos Steuergerechtigkeit: Immobilienbesitzende sollen den Ertrag aus ihren (abbezahlten und selbstbewohnten) Liegenschaften nicht mehr versteuern müssen (mietfreies Wohnen). Muss ich dann den Ertrag (Zinsertrag) aus meinem Bankvermögen auch nicht mehr versteuern? Antworten
Also die Wirtschaft liegt im Argen, der Konsum sinkt, was für den Binnenmarkt ganz schlecht ist. Also was sollte man tun? Nur den EIgenmietwert streichen, die Abzüge ja nicht streichen, damit mehr Geld im Kässeli bleibt, was gut für den Konsum ist. Fazit: Eigenmietwert streichen, Kinderabzug auf 10`000 Franken, wenn das Einkommen unter 100'000.- ist und endliche die Reichen schröpfen. Antworten
Volkswirtschaftlich macht das viel mehr Sinn. Nun lohnt es sich auf´s Alter hin sein Haus abzubezahlen. Das abbezahlte Häuschen ist eine günstige Wohngelegenheit auch bei tiefer Rente. Somit werden wenig hochverschuldete und renovationsbedürftige Liegenschaften weiter vererbt. Damit kommt neue Kaufkraft in den Kreislauf. Antworten
PK-Vorbezug ist kein Bausparen, sondern mindert den Rentenanspruch. Die Finanzierung von Wohneigentum sollte sowieso der Praxis wie in I, F, oder D angepasst werden: Amortisation innert 20-30 Jahren. Und vor allem: Abschaffung dieser unseligen Grundstückgewinnsteuer. Antworten
@ Hans Meiser: Man nutzt ein Haus nicht wegen steuerlichen Anreizen, sondern um darin zu wohnen. Ein fiktiver Eigenmietwert als Einkommen aufzurechnen ist absolut unsinnig und wird nur in der Schweiz praktiziert. Ziel müsste ein schuldenfreies Haus im Pensionsalter sein. Das wird durch unser Steuergesetz verhindert. Konstruieren Sie keine Zusammenhänge, die nun wirklich nicht bestehen. Antworten
Generell ist jede Vereinfachung gut! Der Eigenmietwert beträgt rund 60% des Vermietungsbetrages eines Referenzobjektes. Bei den tiefen Hyp.zinsen führt dies momentan zu Steuereinspahrungen (je nach Höhe der Hyp.), da die Schuldzinsen bei jetzigen Abschlüssen tief sind. Bestimmte Unterhaltsbeiträge zur Wertsteigerung oder Inv. zur Senkung des Energieverbrauches müssten weiterhin abzugfähig bleiben. Antworten
Wieso braucht es eigentlich für alles einen Finanziellen Anreiz vom Staat? Ich freue mich darauf, einmal ein Haus zu kaufen, es zu pflegen, auszubauen und unsere Vorstellungen umzusetzen. Wir haben schon in unsere Mietwohnung einiges investiert, weil wir einfach gerne schön wohnen und haben dafür auch nichts bekommen. Der Eigenmietwert ist jedoch abzuschaffen. Antworten
Wenn jemand nur sein Haus renoviert hat, weil es den Betrag von der Steuer abziehen konnte, dann tut er mir leid. Wir renovieren unser Haus für uns, weil wir gerne schön wohnen und wir isolieren, für die Umwelt und weil wir damit Energie sparen können. Antworten
Der Eigenmietwert gehört schon lange abgeschaftt. Das die Banken dagegen sind, kann ich mir gut vorstellen. Aber wieso sollte der HEV etwas dagegen haben? Haben die aus den verlorenen Abstimmungen gar nichts gelernt? Wahrscheinlich wird das ganze Vorhaben aber dann wieder an einer unheiligen Allianz scheitern. Vom jetzigen System profitieren einfach zu viele. Antworten
Wenn die Hypo.-Zinsen nicht mehr abgezogen werden können, sollten auch andere Schuldzinsen nicht mehr abgezogen werden dürfen, z. B. von Kleinkrediten, Autokrediten usw. . Warum werden Hausbesitzern eigentlich Eigenmietwerte berechnet. Schliesslich ist ein Haus etwas Lebensnotwendiges. Man könnte auch Autos und Yachten mit Eigenmietwert belegen. Diese sind nicht existenznotwendig. Antworten
Den Eigenmietwert abschaffen ist richtig. Allein schon das Prinzip jeden Franken immer wieder von neuem zu versteuern, stört enorm. Aber Investitionen nicht mehr abziehen zu können, ist schlicht dumm. Dann sehen wohl bald einige schweizer Städte bald so aus wie marode englische Städte! Will das die saubere schöne Schweiz? Ich kann mich nur den Vorpostern anschliessen!!! Antworten
Wenn Unterhaltskosten nicht abzugfähig sind, welcher Anreiz hat der Eigentümer das Haus/Wohnung laufend zu modernisieren? Nach Meinung keine, da er steuerlich nicht belohnt wird. Wenn ich somit eine Wohnung vermieten würde, dann müsste ich bei einer Renovation der Wohnung den Mietzins deutlich anheben, um mit dem Mehrertrag die Mehrkosten der Steuern zu bezahlen. Die Inflation lässt grüssen Antworten
Keine Abzüge für Unterhaltskosten, Versicherungsprämien und Verwaltungskosten heisst sogleich bei den Bauarbeitern ( Schreinern, Bodenbelägen, etc. ) wir sehr viel Netto bezahlt! (Schwarzarbeit) = Steuerausfall!!! wie gross wird dieser sein für den Bund und Kanton??? Antworten
Abschaffung des Eigenmietwertes führt zu unternutzten Liegenschaften, da kein steuerlicher Anreiz zu effizienter Nutzung mehr besteht. Statt besserer Nutzung bestehender Bauzonen wird der Druck auf Erschliessung zusätzlicher Bauzonen steigen. Fazit: Nebst Obwaldner Sonderbauzonen für Reiche fördert auch die Abschaffung des Eigenmietwertes die Zersiedelung der Schweiz. Unsere Kinder werden danken Antworten
In jedem System gibt es Gewinner und Verlierer. Um das zu wissen, brauchen wir keinen Experten. Was aber richtig scheint, ist die Tatsache, dass ohne Unterhaltsabzug in irgend einer Form der Gesamtzustand der Immobilien sicher tendenziell schlechter wird. Auch Investitionen in energiesparende Massnahmen sollten unbedingt ausgeglichen werden. Besonders gilt das für Altliegenschaften in den Städten. Antworten
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Roland Stolelr
Es ist interessant wie ein Steuerexperte Steiner findet das ältere Leute genug Geld hätten Hypotheken zu bezahlen. (Artikel 20.6.09) Ein Einkommensteuer auf eine Hypothek ist eine Steuer auf Geld das bereits einmal als Einkommen versteuert wurde. Ein Autobesitzer mit einem 200'000.-- fränkigem Auto muss auch kein fiktives Einkommen versteuern Herr Steuerexperte. Antworten