Drogenaffäre in Zofingen: Polizeichef fristlos entlassen

Der nach seiner Verhaftung freigestellte Chef der Regionalpolizei Zofingen AG muss sich nach einem neuen Job umsehen. Der Verdacht des Drogenkonsums und Drogenhandels hat sich erhärtet.

Dies teilte der Stadtrat Zofingen heute mit. Der 36-Jährige war nach der Verhaftung Anfang vergangener Woche zunächst freigestellt worden. Bei einer Hausdurchsuchung hatte die Kantonspolizei Ectasy, «Christal» sowie kleinere Mengen Metamphetamin («Thai-Pillen») gefunden. In einer ersten Einvernahme hatte er den Konsum und Handel von Drogen gestanden.

Lehren aus Fehler ziehen

Aus der Drogenaffäre will der Stadtrat Konsequenzen ziehen. Die Umstände der Anstellung des entlassenen Chefs der Regionalpolizei sollen untersucht werden. Er hatte sich gegen 25 Mitbewerber durchgesetzt und seine Arbeit am 1. August 2008 aufgenommen.

Es gehe darum, Lehren aus allfälligen Fehlern zu ziehen, hält der Stadtrat fest. Auch die politische Führung der Regionalpolizei solle unter die Lupe genommen werden. Der für das Ressort zuständige Stadtrat Herbert H. Scholl (FDP) war am Samstag zurückgetreten. (mbr/sda)

Erstellt: 18.08.2009, 15:12 Uhr

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