Schweiz
EU will Riesenlastwagen durch die Schweiz schleusen
Von Richard Aschinger. Aktualisiert am 14.01.2009 72 Kommentare
Der Zwang zum Nachvollzug von EU-Recht
In seiner Antwort auf eine parlamentarische Interpellation stellt der Bundesrat selbstbewusst fest: «Gemäss Landverkehrsabkommen (LVA) ist die Schweiz nicht verpflichtet, eine höhere Gewichtslimite ins nationale Recht zu überführen, als jene, die zum Zeitpunkt der Unterzeichnung des Abkommens in der EU galt.» Die Regierung bezieht sich auf den klaren Artikel 7 des Vertrags, in dem sich die Schweiz verpflichtet hat, ab 2005 die in der EU geltende 40-Tonnen-Limite zu übernehmen.
Weniger klar sind die längerfristigen Effekte. Unter dem Titel: «Entwicklung des Rechts» statuiert Artikel 52 die Freiheit jeder Vertragspartei, «ihre internen Rechtsvorschriften einseitig zu ändern».
Im Klartext: Die EU signalisiert, dass sie die Gewichtslimite jederzeit erhöhen kann. Dann wird beschrieben, was in einem solchen Fall zu geschehen hat: Der Vertrag säuselt über Pflichten zum «Gedankenaustausch» vor und «Meinungsaustausch» nach Verabschiedung von neuen Vorschriften. Absatz 4 kommt dann in der im EU-Recht gängigen Nebelsprache zur Kernfrage: «Falls erforderlich» schlage der von der EU und der Schweiz gemeinsam bestückte Gemischte Ausschuss «eine Änderung der Bestimmungen dieses Abkommens vor, um darin, so weit nötig, die Änderungen der betreffenden Rechtsvorschriften aufzunehmen». Oder er beschliesse «andere Massnahmen, um das ordnungsgemässe Funktionieren dieses Abkommens zu gewährleisten».
Im Klartext: Der Vertrag wahrt die formelle Souveränität der Schweiz, indem er keine Rechtspflicht zur Anpassung statuiert. Aber er weist die Schweiz an, den im Abkommen angestrebten freien Strassengüterverkehr zu gewährleisten. Unausgesprochene Strafmöglichkeiten: Die Kündigung des LVA oder Druckmassnahmen auf anderen Gebieten. Diese Zwangssituation verzuckert man hierzulande mit dem Begriff des «autonomen Nachvollzugs».
Schweden, Finnland und Holland kämpfen derzeit in Brüssel zusammen mit potenten Interessenverbänden für längere und schwerere Lastenzüge. Im Lauf dieses Jahres rechnet man mit einem Entscheid.
Seit mehreren Jahren laufen in der Europäischen Union Bestrebungen, die in der Richtlinie 96/53 EG festlegten Höchstmasse für Lastwagenzüge massiv zu erhöhen. Schweden und Finnland, auf deren Strassen seit über zehn Jahren Riesenlastwagen verkehren, aber auch die Niederlande und Verbände der verladenden Wirtschaft und der Lastwagenhersteller lobbyieren für die Zulassung von über 25 Meter langen und bis zu 60 Tonnen schweren «EuroCombi». Gegenwärtig setzt die EU Limiten von 18 Metern und 40 Tonnen. In ihrem Binnenverkehr dürfen EU-Länder heute schon grössere und schwerere Lastwagenzüge zulassen.
Die Lobby wirbt mit Sparargumenten
Die Lobby für 60 - Tönner wirbt vor allem mit Sparargumenten: Grössere und schwerere Fahrzeuge verbrauchen pro transportierte Tonne weniger Diesel und benötigen weniger Strassenfläche. Sie nennen die Riesen positiv «Ecoliner». In den Niederlanden, Dänemark und in diversen deutschen Bundesländern laufen Grossversuche mit solchen Fahrzeugen.
Vor allem in Österreich und Deutschland hat sich Opposition formiert: Umweltverbände, grüne Parteien, die Bahnlobby, aber auch Automobilclubs kritisieren die angestrebte Erhöhung der Gewichts- und Längenmasse für Lastwagen. Ihre Hauptargumente sind verschärfte Unfallgefahren, eine Abwanderung von Verkehr von der Bahn auf die Strasse und hohe Kosten für Anpassungs- und Unterhaltsarbeiten an Strassen. Gegner warnen vor «Gigalinern».
Die EU-Kommission äussert sich positiv
Die EU-Kommission hat bereits Signale gesetzt, dass sie die Limiten erhöhen will. 2008 publizierte sie eine Studie, die drei Szenarien mit längeren und schwereren Fahrzeugen positiv mit der heutigen Situation vergleicht: als Maximalvariante eine generelle Freigabe von Lasterzügen bis 25 Meter Länge und 60 Tonnen Gewicht. Als Kompromiss eine Lösung mit rund 21 Meter langen und bis 44 Tonnen schweren Fahrzeugen. Und eine Variante mit nationalen Korridoren für 60-Tönner.
Das EU-Parlament hat Riesenlastwagen bisher abgelehnt. Aber Beobachter rechnen damit, dass die Kommission in nächster Zeit eine Regelung präsentieren wird, die das Höchstgewicht vorderhand bei 44 Tonnen hält, aber mit längeren Fahrzeugen wesentlich mehr Laderaum schafft. Das würde den Gegnern ihren Schreckausdruck «60- Tönner» nehmen und gäbe der Industrie, die immer leichtere Hightech-Waren transportiert, das, was sie vor allem will: mehr Ladevolumen.
Der Bund bleibt gelassen
Bis vor Kurzem waren Riesenlaster in der Schweiz ausserhalb von Fachkreisen kein Thema. In der schriftlichen Antwort auf eine Interpellation der Urner FDP-Nationalrätin Gabi Huber erweckt der Bundesrat den Eindruck, es gebe keinen Grund zur Sorge. Erstens sei es «noch sehr unsicher, ob es in der EU zu einer Revision der Höchstgrenzen kommt».
Zweitens wäre die Schweiz nicht verpflichtet, eine höhere EU-Gewichtslimite in ihr nationales Recht überzuführen. Die Bundesregierung stellte weiter fest, mit Artikel 1 des bis im Dezember 2008 bereinigten Gesetzes über die Verlagerung des Güterverkehrs habe das Parlament dem Bundesrat ausdrücklich verboten, «mit der Europäischen Kommission über höhere Gewichtslimiten zu verhandeln».
Die Umweltverbände warnen
Schweizer Umweltverbände trauen diesen bundesrätlichen Versicherungen nicht. Vor Kurzem haben sie, im Verbund mit Organisationen in vielen EU-Ländern, eine Kampagne «Stopp 60-Tönner» gestartet. Dem Argument, angesichts der klaren bundesrätlichen Haltung sei diese Aktion überflüssig, tritt der Verkehrs-Club der Schweiz (VCS) vehement entgegen. Man erinnert an die Situation von 1992, als sich der damalige Verkehrsminister Adolf Ogi dezidiert gegen eine Erhöhung des Camion-Höchstgewichts von 28 auf 40 Tonnen ausgesprochen hatte. Die Erwartung, damit sei die Gewichtserhöhung vom Tisch, habe sich als Trugschluss erwiesen. Gleiches wäre heute wieder zu erwarten.
In den Verhandlungen über das bilaterale Landverkehrsabkommen hatte die Schweiz eine stufenweise Erhöhung ihrer Limiten auf die EU-Norm von 18,5 Meter Länge und 40 Tonnen Gesamtgewicht akzeptiert. Im Gegenzug erhielt sie das Recht, zur Finanzierung der Bahn-Grossprojekte am Gotthard und Lötschberg die europaweit höchste leistungsabhängige Schwerverkehrsabgabe (LSVA) zu erheben.
Erfahrungen der letzten Jahre haben nun gezeigt, dass diese Erhöhung des maximalen Fahrzeuggewichts die Wettbewerbsposition des Strassentransports gegenüber der Bahn wesentlich verbessert hat. Der Strassengüterverkehr wächst weiter und vergrössert seine Marktanteile. In einer auch von der SBB unterstützten Stellungnahme warnt der Internationale Eisenbahnverband (UIC), dass grössere und schwerere Lastwagen die Position der Bahn nochmals verschlechtern würden.
VCS, TCS und Astag dagegen
Nicht nur Umweltverbände und Bahnlobby stellen sich gegen grössere Lastwagen: Der Touring-Club Schweiz (TCS) erklärt, das Schweizer Strassennetz sei «nicht ausgelegt» für die in der EU geforderten Fahrzeugdimensionen. Diese Ansicht teilt der Automobil-Club der Schweiz (ACS). Direktor Niklaus Zürcher erklärt, auch mit Blick auf die Investitionen in die Neat solle die Schweiz überlange Lastwagen nicht zulassen.
In gleicher Richtung argumentiert schliesslich auch der Transportunternehmer-Verband Astag – mit Verweis auf die Eigenart des Schweizer Strassennetzes, aber, wie ein Sprecher erklärt, auch aus kommerziellen Gründen. Vor allem kleinere Transporteure, die sich keine Riesenlasterzüge leisten könnten, befürchten Nachteile. Aber nicht nur Kleine warnen: Hans-Jörg Bertschi, Mitinhaber eines der grössten Schweizer Transportunternehmen, wurde in der Handelszeitung mit der Aussage zitiert, die höheren Limiten brächten für die Schweiz mehr Nach- als Vorteile. Schweizer Strassen stellten schon für 18 Meter lange Fahrzeuge eine Herausforderung dar. In hügeligen, stark bewohnten Zonen wäre auf normalen Hauptstrassen die Behinderung des Verkehrs durch 25 Meter lange Fahrzeuge zu gross. (Der Bund)
Erstellt: 14.01.2009, 07:58 Uhr
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72 Kommentare
Die sieht man an diesem Beispiel, wie blöd in der Schweiz Strassen gebaut werden. Da macht man Kreisel und setzt Inseln mitten in die Srassen, dass nicht einmal ein 28tönner Lastwagen normal herum kommt und dan sollen noch 60tönner durch die Schweiz donnern. Das Chaos ist damit programmiert. Vom Bundesrat werden wir Bürger in der Schweiz sowiso nur angelogen. Siehe Abkommen 40tönner!! !! !! Antworten
1. Unsere zugelassenen Asphaltdecken ( weicher/unelastischer als in Eu ) werden dadurch noch früher kaputtgehen>immense Kosten>ewige Baustellen. 2. Unsere Autobahnen wurden nicht für diese Lasten gebaut. Unterbau zu schwach. 3. Schon die heutigen langen LKWs rasieren die Strassenränder/Trottoire/Kreisel im Dorf. 4. Wie verhält sich ein solches Ungetüm bei scharfer Bremsung in leichter Kurve? Antworten
Daniel Meier, es ist eine Illusion zu glauben als EU-Mitglied könnten wir in Fragen des Strassenverkehrs mitbestimmen. Die kürzeste Verbindung zwischen Nord und Süd führt bekanntlich durch die Schweiz. Als EU- Mitglied müssten wir jeden Beschluss Brüssels zähneknischend akzeptieren. Siehe Oesterreich/Brenner und Frankreich/Mont Blanc. Dem Moloch EU sollte man langsam die Stirne bieten. Antworten
Vom 28t auf 40t, jetzt auf 60t...Liebe Schweiz, die Autobahnen hier sind ein subventionierter Schrott, in ganz Europa gibt es nicht so viele Baustellen auf den Autobahnen wie hier, obwohl überall schon 40-60 tönner rumfahren. Ich vermute da ein absichtlich schlechter Strassenbau bei uns. Und wenn schon zulassen, müsste man die Autobahnen nach EU standart auf 3 Spuren ausbauen..auf kosten der EU !! Antworten
Warum nicht? Mehr Zuladung = weniger Lastwagen = weniger Umweltbelastung. Zudem ist die Belastung pro Achse/Rad bei einem 60 Tönner nicht grösser als bei einem 40 Tönner oder bei einem kleinen 2-achsigen 16-Tönner. Voraussetzung wäre allerdings eine Einschränkung auf ausgewählte Autobahnen und ein Überholverbot. Letzeres wäre allerdings bereits heute dringend nötig Antworten
Lastwagen oder Gigaliner mit einem Gewicht von 60`000kg und einer Länge von 25m und mehr auf Schweizer Strassen sind der grösste Blödsinn den ich aus der EU-Küche aus Brüssel zu hören kriege. Unsere Strassen sind nicht dafür ausgelegt und einen neuen Transitkorridor für diese Ungetüme zu bauen wird das Schweizer-volk nie bewilligen. Das BAV soll endlich diesen Verkehr auf die Schiene bringen. Antworten
Da wird wohl dieselbe Salamiwurstscheibentaktik angewendet werden wie bei den 40-Tönnern: Zuerst 10 km in den Grenzregionen und wenn sich das Publikum einmal daran gewöhnt hat, wird auf das Regime auf die ganze CH ausgeweitet. Wer wettet dagegen? Antworten
Herr Ehrenbold. Sagen Sie niemals NIE. Man hat ja in den letzten Jahren gesehen wie die BR und Politiker EU-hungrig sind. Auch kann die EU uns scheinbar alles aufdiktieren. Ich bin der Meinung, dass früher oder später 60-Tönner auch durch die Schweiz fahren werden. Ob wir (das Volk) das wollen oder nicht wird doch nicht gefragt. Wir haben uns doch der EU zu beugen!!!??? Antworten
Man könnte sie ja nur auf den Autobahnen und auf klar bestimmten, geeigneten Strassen zulassen. Und dann endlich eine "Alpengebühr" für Lastwagen erlassen, welche die den erhöhten Anforderungen an den Strassenbau in Berggebieten berücksichtigt. Wenn der Alpentransit bis 28 t so bleibt, wie heute - und alles was darüber liegt, nach Gewicht extra besteuert wird - wo läge denn dann noch ein Problem? Antworten
Es ist höchste Zeit, dass unsere sich der EU anbiedernden Politiker mittels Druck aus dem Volk zur politischen Emanzipation - sprich handelnden Unabhängigkeit der EU gegenüber - gezwungen werden. In der Schweiz haben wir Bürger unsere politischen Grundrechte bestimmter und nachhaltiger wahrzunehmen. Antworten
Die EU wir immer länger zu einer Erpressergruppe im grossen Stil.Der Transitverkehr ist geregelt, wenn der Benutzer grösser Transportkapazitäten brauchen will, ist es nicht die Sache des Strassenbetreibers, zu reagieren.Es werden schon tonnenweise unnütze Güter in ganz Europe herumgekarrt und örtliche Lebens-Infrastrukturen zerstört, um einigen Transporteure Geld in die Kasse zu schwemmen. Antworten
........und da haben ein Teil der Schweizer immer noch unbegründet Angst vor angeblichen Negativ-Folgen bei Ablehnung der EU-Persoenenfreizügigkeit und deren Ausdehnung aus Rumämien und Bulgarien! Die EU braucht die Schweiz und wird sich hüten, gegen uns vorzugehen! Falls der EU der ablehnende Volks- entscheid vom 8.2.09 nicht passt, kann sie ja ein Beitrittsgesuch zur Schweiz stellen! Antworten
60 Tonner, noch mehr Chaos am Gotthard. Personenfreizügigkeit, noch mehr Arbeitslose und Probleme mit den Sozialwerken. Steuerstreit, noch mehr Erpressung durch die EU. Asylwesen, noch mehr Scheinasylgesuchsteller. Brüssel befiehlt und dirigiert. Unsere Führung kriecht. Wann hört das endlich auf. Wir sind doch nicht der Abfalleimer Europas. Antworten
Die Schwieiz bekannt in der EU für scnellstes Umsetzen von EU-Gesetzen. Hauptsache die Kasse stimmt. damit die grosseren Löcher im OV-Budget gedeckt sind. Verkehrchaos auf den Strassen möglichst gross = Privat-verkehr vermiest. NEAT für CH-Personenverkehr 1/4-Takt. 0 CH-CO2. Warentransport und EU-Privatvkehr. (Touristen) auf die Strasse "Problem gelöst" Steuer rauf. Bravo Leuenb. Hämmerli + Co Antworten
Wie soll denn bitte ein Riesenlastwagen auf die Schweizerstrassen passen? Ausser die EU bezahlt dann auch gleich noch den Strassenausbau und die Instandhaltung der Strassen. Ansonsten würde ich sagen, pro ausländischem Laster in der Schweiz ein Anflug oder Abflug über Deutschland. Viele Süddeutschen fliegen ja eh von Zürich aus.. Antworten
Diese überdimensionierten Anforderungsanfragen an die Schweiz sind immer wieder TESTS für unsere Regierung. Und immer wieder kuscht diese leider! Mal sehen wie unser BR dieses Malheur anpackt und versucht uns Bürgern aufzuoktruieren. Doch auch das Volk muss lernen klar zu sehen und scharf zu denken! alexandra weber Antworten
"Die Schweiz müsste nachziehen" - das muss sie überhaupt nicht. Hier gelten immer noch unsere Gesetze. und wenn wir keine 60-Tonnen-Dreckschleudern wollen, dann fahren hier auch keine. Da kann sich die EU von Schweden bis Portugal auf den Kopf stellen. Antworten
Noch mehr Dreck in die Schweiz Karren? Und wann bezahlt die EU einen Teil der Baukosten der NEAT-Alpentunnel und etwas an den Strassenunterhalt? Und wann hebt Deutschland seine Luftraumblockade für den Flughafen Kloten auf? Und wann respektiert die EU unsere Steuersouveränität? Antworten
Ich nehme an, die Grünen sind auch hier für die 60 Tönner und gegen Umwelt und und für mehr Abgase.... Wenn es so weitergeht, haben wir bald Lastenzüge von 100 Metern Länge wie in Australien, freut euch des lebens. Nur über die Schiene sollen 40 & 60 Tönner über die Alpen spediert werden. Darum ein NEIN am 8. Februar. Die Grünroten sitzen leider im gleichen Boot mir den Abzoggern. Antworten
Meines Wissens ist das Achsgewicht für die Belastung und den Unterhalt der Strassen massgebend. 60-Tönner werden wohl mehr Achsen haben als ein 40-Tönner und von daher gesehen wahrscheinlich gleich viel Gewicht pro Achse. Kann mir das ein Experte auf diesem Gebiet bestätigen? Antworten
Ich bin sicher, BR Calmy-Rey hat sich schon einen Termin in Brüssel geben lassen um dort kund zu tun, dass die Schweiz auch bereit sei, 70 oder 80 Tönner-Lastwagen durch die Schweiz zu lassen. Wir sind doch so froh um die EU, sind auf sie angewiesen und müssen ihr doch dankbar sein. Arme Schweiz... Antworten
An die EU-Gegner: noch nicht gemerkt dass die EU der Hauptabnehmer CH Produkte ist? Die CH ist auf die EU angewiesen, d.h. die EU weiss dass sie am längeren Hebel sitzt. Wenn sie dabei wäre könnte sie wenigstens in der Kommission mitarbeiten und im Parlament abstimmen. Verschlafen. Die CH hat es lange vor Leuenberger versifft EU Subventionen für die NEAT einzuholen. Selber Schuld. Antworten
Wozu haben wir in der Schweiz die Alpeninitiative angenommen, die ich mitfinanziert habe? Dort wurde bereits die Durchfahrt der 40tönner gebremst, aber von BR ML nicht eingehalten.Jetzt werden wir von der EU nebst Steuergesetzen u.a. noch mit 60tönnern erpresst! Ist unsere Bundesverfassung, auf die unsere Bundesräte einen Eid schwören, durch die EU bereits zur Makulatur verkommen ? Antworten
SI VIS PACEM PARA BELLUM. Willst du den Frieden, dann bereite dich auf den Krieg vor. Dieser Satz kommt mir bei dieser Meldung in den Sinn. Ich bin wahrlich ein Pro-Europäer aber jetzt reicht's meiner Meinung nach. Und zwar definitiv. Mit 60-Tönnern über die Alpen, auf diesen Strassen, mit diesem heutigen und zukünftigen Angebot auf der Schiene, nicht zu fassen. 40 Tonnen sind wirklich genug! Antworten
Kein Problem,wenn man diese "Ungetümer" auf der Schine oder in der Luft durch unser Land schleust.Auf Schweizer Strassen haben diese aber gar nichts verloren! Und da hat die EU nichts zu erpressen! Man sehe einmal in EU- Ländern,wie arg schon jetzt die Strassen durch die jetzigen Schwertransporter beschädigt werden.Und der Unterhalt dieser Strassen ist grösstenteils miserabel! Antworten
Schweden, Niederlande, Finnland - Länder, berühmt für ihre Berge.... 60-Tonner bekommen in jedem Land Mitteleuropas Probleme. Stellt euch einen 60-Tonner irgendwo auf einer Autobahn bei 6%-Steigung vor. DAS GEHT NICHT - naja, schon, aber mit riessen Problemen für die restlichen Teilnehmer. Antworten
Schon die 40-Tönner sind in schmalen Strassen häufig ein Problem. Vor allem aber geriete das vom Volk abgesegnete Ziel einer Umlagerung des Güterverkehrs auf die Schiene zur Makulatur. In Sachen Klima- und Umweltpolitik hat die EU wirklich nichts kapiert. Wenn schon, dann braucht es einen Ausbau der internationalen Eisenbahnlinien. Antworten
Die EU hat sozusagen schon gewonnen. Den das unser Verkehrsminister nicht reagierte, schon seit längerem, ist ja typisch. Vielleicht war er an einem Buch schreiben, hat das Auto für Auktionen falsch parkiert. Diplomatisch gesehen, hätten wir schon lange mitreden sollen und Verhandeln, aber da ist doch wieder nichts. Eine weitere wirtschaftlilche und ökologische Suppe von Herrn Leuenberger. Antworten
"Die EU" - das ist ja auch immer noch ein Prozess, der von verschiedenen Ländern und Gruppen (und nicht nur von den Kommissionen) getragen wird und mindestens in Teilen demokratisch ist. Die EU sollte einen solchen Entschluss in eigenem Interesse gut bedenken - insbesondere, ob es volkswirtschaftlich und aus Sicht der Nachhaltigkeit günstig ist, wenn die Transportkosten überhaupt sinken. Antworten
Solange wir den bilateralen Weg einem EU-Beitritt vorziehen, müssen wir akzeptieren, dass die EU ohne uns entscheidet. Eine eigenständige Verkehrspolitik inmitten von Europa ist ohnehin schon schwierig. Wir müssten eine Alpen-Allianz mit Österreich, Italien und Frankreich oder wenigstens deren Alpen-Regionen bilden, um die Verlagerung auf die Schiene zur EU-Politik machen. Nicht ganz einfach! Antworten
Höhere Belastung der Strassen ergibt höhere Kosten für die Instandstellung der Autobahnen und das wiederum heisst, dass wir dann noch mehr für das Benzin bezahlen, damit wir die EU-Lastwagendurchfahrten finanzieren können. Wenn BR Leuenberger wenigsten einmal etwas Gutes tun möchte, dann jetzt indem diese 60-Tönner mit SBB-Cargo reisen müssen. Antworten
Und wenn man die LSVA nicht anpassen kann, machen wir es halt wie am Brenner. Alle wichtigen Alpenübergänge privatisieren. Private Tunnelbetreiber können die Strassengebühren ja unabhängig festsetzen. Es ist ja klar, dass solche Ungetüme unmöglich über die Passstrassen ausweichen können / dürfen! Antworten
haben wir rollmaterial für 25m. lastwagen? kreisel müssten saniert werden! strassen und brükenbelage genügen nicht.wenn sie kommen, dann auch auf die strasse. zum glück sind wir eines der reichsten länder und können uns dies problemlos leisten? Antworten
Schon die Zulassung von 40-Toennern war ein Schildbuergerstreich par exellence. Die Autobahnen waren (mit einer viel duenneren Decke als die Norm in Deutschland) zu schwach und es entstanden lange Spurrinnen, in denen bei Regen vor allem PWs verunfallten. Die Reparaturen und Verstaerkungen verschlangen Zigmilliarden, deren Loewentanteil von den leichen Personenwagen quersubventioniert wurde. Antworten
In der Ostschweiz z. B. kämen heute die gigalasterhaften 25 Meter langen Laster nicht einmal durch die Autobahnausfahrten, geschweige denn über die zahlreichen Überland-Strassenkreisel. Die Anpassungen der Strassen in der Schweiz an über 18 Meter lange Fahrzeuge würde Milliarden Franken kosten und wäre vielerorts gar nicht möglich ohne zusätzlichen Landerwerb (Enteignungen) für die Strassen. Antworten
Wer den Artikel liest, merkt bald, dass die EU befiehlt und die CH macht. Ich frage mich, ob das die Schweizer StimmbürgerInnen wirklich wollen. Auch hier könnte unser "Verkehrsminister" Zeichen setzen. Aber wie die Geschichte zeigt, wird die Limite angepasst, dafür DARFdie CH die EIGENEN STEUERN festsetzen. Welch Verhandlungsgeschick Herr Verkehrsminister! Weiter so.... Antworten
eigentlich gute Idee mit der Folge, dass weniger LKWs durch die CH fahren. Ob 40 oder 60 Tonnen, bei einem betrunkenen oder bekifften Polnischen oder Ukrainischen Chauffeur spielt das keine Rolle, Er landet dank GPS auch mit einem 60 tönner auf dem Wartemberg. Schuld sind natuerlich die CH-Verantwortlichen, infolge falscher Strassenführung. Ch als Land und Volk = die verstehen nichts, nur Bahnhof Antworten
Die Schweiz müsste nachziehen? Hallo! Sind wir eine Kolonie oder was? Wer zahlt für die schnellere Abnutzung der Strassen? Das ökonomische Argument mag ja gelten, aber für unsere Volkswirtschaft ist die Zerstörung der Strassen ein inakzeptabel hoher Preis. Es ist wirklich Zeit, dass wir wieder zu einem autonomen Staat werden und den autonomen Nachvollzug vergessen. Antworten
Die Strategie für den autonomen Nachvollzug: Da die Schäden an den Strassen und Vidaukten mit dem Gewicht exponentiell steigen, zahlen die 60 Tönner den 4-fachen Betrag der 40 Tönner. Dann lassen wir die bereits für 40 Tönner problematischen Kreisel unverändert und verdichten deren Netz. De jure freie Fahrt einräumen, de facto Schikanen einbauen - das ist die richtige Antwort Antworten
Nun, ein einseitiges, klares Schweizer Gesetz könnte besagen:" Fahrzeuge, die rein nur dem Durchgangsverkehr dienen, müssen auf die Schiene umgeladen werden. Die SBB hat dafür spezielle Züge vorgesehen von Basel nach Chiasso, von Kreuzlingen nach Genf, von Bregenz nach Genf etc. Durchgangsfahrzeuge dürfen der Verkehrs- und Umweltentlastung zuliebe keine Schweizer Strassen nutzen, sondern Schiene!" Antworten
Ich sehe kein Problem, so lange die Trucks Platz auf einem Eisenbahnwagen haben und so durchgeschifft werden. Sobald man die auf die Strasse lässt, ist ein "Hängenbleiben" bei Steigungen u.ä. vorprogrammiert. Doch die Bezeichnung "Ecoliner" ist doch beinahe sexy, aber die Argumentation eine Frechheit. Ich wüsste nur zu gerne die aktuellen Auslastungsziffern der LKW... Antworten
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Michael Meienhofer
Die Schweiz hat aber auch das Recht, Lastwagen über 40 T so zu besteuern, dass es billiger für das Transportunternehmen wird, solche Fahrzeuge über die Bahnstrecken zu befördern. Allenfalls kann ja die Schweiz solch schwere Lastenzüge auch verbieten. der Vertrag sieht ja nicht eine automatische Anpassung der Tonnagen vor.Somit verletzen wir keine EU-Verträge ! Antworten