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Ein Teenager und 1000 Milliarden Bäume
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Klimagipfel vor dem Bundeshaus
In einem Pavillon auf dem Bundesplatz diskutieren Experten und Politiker über Klima und Energie. Eine Ausstellung zeigt praktische Beispiele.
Wenn die Schweizer National- und Ständeräte diese Woche ins Bundeshaus gehen, kommen sie am grossen Pavillon des Swiss Energy und Climate Summit vorbei: Die Veranstalter führen den Energie- und Klimagipfel bewusst während der Session auf dem Bundesplatz durch, damit die Schweizer Parlamentarier für das Thema sensibilisiert werden, sagt Initiant Ueli Winzenried.
Der Gipfel ist thematisch dreigeteilt:
• Am Mittwoch, 12. September, findet das Klimaforum statt. Höhepunkt wird ein Streitgespräch zwischen dem Berner Klimaforscher Thomas Stocker und Fritz Vahrenholt sein. Letzterer führt die Klimaerwärmung nur zur Hälfte auf Klimagase zurück, zur andern Hälfte auf Einflüsse der Sonne. Indianerhäuptling Almir Surui wird in seinem Referat erläutern, warum sein Stamm mit GPS und Google Earth für die Erhaltung des Regenwaldes in Brasilien kämpft.
• Am Donnerstag, 13. September, steht das Energieforum auf dem Programm. Hauptreferent ist der ehemalige deutsche Bundeskanzler Gerhard Schröder. Er ist unter anderem Verwaltungsratspräsident der Nord Stream AG, welche die Ende 2011 eingeweihte Erdgasleitung durch die Ostsee erstellt hat.
• Am Freitag, 14. September, werden am First Mover Forum die neuesten Erkenntnisse zu erneuerbaren Energien und Energieeffizienz präsentiert. Hauptreferenten sind Jasmin Staiblin, Chefin von ABB Schweiz und künftige Chefin des Energiekonzerns Alpiq, sowie Guy Kawasaki, Innovator bei Apple.
Die Referate werden ausserhalb des Pavillons auf dem Bundesplatz auf Grossleinwand übertragen, wo sie mit gemieteten Kopfhörern mitgehört werden können. Eine Ausstellung und mehrere Wettbewerbe begleiten die Referate.
Energie- und Klimagipfel vom 12. bis 14. September
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Seine heutige Rede am Energie- und Klimagipfel in Bern ist für den Gymnasiasten Felix Finkbeiner aus Bayern Routine. Der 14-Jährige sprach letztes Jahr vor den Vereinten Nationen. Und er trat auch an den Klimagipfeln in Cancún und Durban auf.
Mit der von ihm gegründeten Schülerinitiative Plant-for-the-Planet fordert er eine CO2-freie Zukunft. Für Aufsehen sorgt das Ziel, weltweit 1000 Milliarden Bäume pflanzen zu lassen. Ziel der Aktion: Diese Bäume sollen ein Drittel des CO2-Ausstosses aufnehmen.
Nobelpreisträgerin als Vorbild
Felix Finkbeiners Vorbild ist die Nobelpreisträgerin Wangari Maathai. Sie schaffte es mit einer Initiative, innerhalb von 30 Jahren in Afrika 30 Millionen Bäume zu pflanzen. Unterstützung beim Aufbau von Plant-for-the-Planet erhielt er von seinem Vater Frithjof Finkbeiner. Er ist Mitbegründer und Vorsitzender der Stiftung Weltvertrag, die sich mit Fragen der Globalisierung beschäftigt.
Der umtriebige Schüler einer internationalen Schule hofft, dass er heute in Bern von Unternehmen «Baumversprechen» erhält. Sie sollen sich verpflichten, pro Mitarbeiter eine bestimmte Zahl von Bäumen zu pflanzen. Und er wird auch die Werbetrommel rühren für seine neuste Aktion: eine CO2-neutral produzierte Schokolade, aus deren Verkaufserlös Bäume finanziert werden.
(Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
Erstellt: 12.09.2012, 17:35 Uhr































