Schweiz

«Ein Zulassungsstopp für Offroader ist eine griffige Massnahme»

Von Hubert Mooser. Aktualisiert am 29.04.2010

Die Initianten der Offroader-Initiative sehen sich durch die Untersuchung des Bundesamtes für Strassen (Astra) bestätigt: Die leichten 4x4-Fahrzeuge seien aber durch die Initiative nicht betroffen.

Im flachen Mittelland werden besonders viele grosse umweltschädliche Fahrzeuge mit Allradantrieb gekauft.

Im flachen Mittelland werden besonders viele grosse umweltschädliche Fahrzeuge mit Allradantrieb gekauft.

Die Untersuchung des Astra, über die Tagesanzeiger.ch/Newsnet exklusiv berichtete, hat gezeigt, dass die Schweiz bei der Immatrikulation von Offroadern (offiziell Fahrzeuge mit Allradantrieb oder Vierradantrieb) europaweit die Nase vorn hat: 2009 waren 26 Prozent der Neuzulassungen in der Schweiz Fahrzeuge mit Allradantrieb.

Die meisten davon wurden in den Mittellandkantonen Zug, Zürich, Basel-Land, Genf, Schaffhausen und Aargau in Verkehr gesetzt. Ausserdem werden in diesen Kantonen besonders viele der schweren und deshalb auch umweltschädlicheren Autos mit Vierradantrieb gekauft.

Astra-Untersuchung widerlegt Argument der Gegner

Die Initianten der Offroader-Initiative sehen sich durch die Untersuchung der nationalen Strassenbehörde in ihren Bemühungen bestätigt. Die meisten schweren Offroader würden also nicht in Bergregionen, sondern in flachen Gebieten immatrikuliert, wo sie von der Funktion her völlig unnötig seien, heisst es in einer Presseerklärung des Vereins für menschenfreundliche Fahrzeuge, die Trägerorganisation der Initiative.

Die Gegner der Initiative wollten der Bevölkerung jedoch seit Jahren weismachen, «dass unser zunehmendes ökologisches Gewissen das Problem lösen werde, dass vor allem Bergregionen Offroader brauchten, dass ein Bonus/Malus-System besser greifen würde und ein Alleingang der Schweiz überflüssig sei.» Die Astra-Untersuchung beweise jetzt genau das Gegenteil.

Nur 10 Prozent der Fahrzeugmodelle betroffen

Die jährlichen Immatrikulationen sind laut Initiativen unverändert hoch. Schwere Offroader würden da gekauft, wo sie nicht nötig sind und die Schweiz gucke im Europäischen Vergleich schmutzig aus der Wäsche. Ein Zulassungsstopp für neue Immatrikulationen unnötig schwerer Fahrzeuge ist darum aus der Sicht der Offroad-Gegner eine «einfache und greifbare Massnahme».

Betroffen davon seien die schädlichsten 10 Prozent aller im Verkauf stehenden Fahrzeugmodelle. Die leichten 4x4-Fahrzeuge wie beispielsweise ein Suzuki Jimny, welche in den Bergregionen und im Forstbereich häufig zum Einsatz kämen, würden von der Initiative jedoch nicht tangiert – «sie fallen weder gewichtsmässig noch vom Ausstoss oder der Frontpartie her in die Kriterien der Initiative». (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 29.04.2010, 11:15 Uhr

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Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.

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