Schweiz

«Ein gutes Resultat, auch im Vergleich zu Haiti»

Aktualisiert am 17.08.2010 6 Kommentare

Kurz vor dem nationalen Sammeltag für die Flutopfer in Pakistan ist die Glückskette zuversichtlich, sie vermeldet einen «guten Zwischenstand». Und äusserte sich zum eher «negativen Image» des Landes.

1/45 Noch immer sind zahlreiche Felder in Pakistan überflutet, und bald beginnt der Winter. Hier Shah Jamal, 5. September 2010.
Bild: Keystone

   

Wird am Mittwoch emsig sammeln: Glückskette-Mitarbeiter. (Bild: Keystone )

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Das Leiden der Kinder von Pakistan

Das Leiden der Kinder von Pakistan
Am härtesten trifft die Flut in Pakistan die Kinder. Laut Uno drohen 3.5 Millionen Kindern wegen verschmutzten Trinkwassers tödliche Krankheiten. Hunderte hungern.

Millionen von der Weltbank

Angesichts der Verwüstungen durch die Hochwasserkatastrophe stellt die Weltbank Pakistan einen Millionenkredit zur Verfügung. Die Regierung in Islamabad bekomme die angefragten rund 900 Millionen Dollar.

Der ökonomische Schaden durch die Flut sei noch gar nicht absehbar, aber gewaltig. Die pakistanischen Behörden gehen von nahezu 1500 Toten, 20 Millionen Obdachlosen und Milliardenschäden aus. Unterdessen teilte das Uno-Koordinationsbüro für humanitäre Hilfe mit, dass 32 Prozent seines Spendenaufrufs für die Nothilfe zugunsten der 20 Millionen Flutopfer in Pakistan gedeckt sei. Innerhalb von zwei Wochen seien 148 Millionen Dollar der benötigten 460 Millionen Dollar zugesagt worden.

Dazu kommen 180 Millionen Dollar, welche die Geberländer Pakistan und der Internationalen Föderation des Roten Kreuzes und Roten Halbmondes (IFRC) direkt zur Verfügung stellten. Rund sechs Millionen Menschen sind nach Uno-Angaben in den kommenden drei Monaten auf Lebensmittelhilfe angewiesen.

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«Jetzt wo die Menschen sehen, was für eine riesige Katastrophe herrscht, zeigen sie sich solidarisch», sagte Glückskette-Sprecherin Priska Spörri. Nachdem die Spenden vorerst nur spärlich geflossen waren, gingen bis am Dienstagmorgen bereits 3,1 Millionen Franken bei der Glückskette ein.

Allein innerhalb eines Tag sei über eine Million dazugekommen. «Das ist ein gutes Resultat», sagte Spörri, «auch im Vergleich zur Hilfe für Haiti.»

Nach dem Erdbeben auf der Karibikinsel gingen demnach vor dem nationalen Sammeltag vom 22. Januar 4,4 Millionen Franken bei der Glückskette ein – am Tag selbst wurden dann 20 Millionen versprochen. Schlussendlich kamen bis 65 Millionen zusammen – die drittgrösste Sammelaktion in der Geschichte der Glückskette.

Leute zögern

Allerdings war damals das Ausmass der Tragödie unmittelbar nach dem Beben bekannt, die Menschen dementsprechend rascher sensibilisiert als in Pakistan, wo die Katastrophe erst Tage nach den ersten Überschwemmungen deutlich wurde.

Spörri spricht nicht ab, dass manche Leute zögern, Geld für Pakistan zu spenden – zu negativ lasten Schlagzeilen von Korruption, Misswirtschaft und Terrorismus auf dem Land. Doch solche Vorbehalte gebe es auch bei anderen Katastrophengebieten, sagte Spörri.

Kontrollmechanismen der Hilfswerke

Die Glückskette habe den Vorteil, dass die humanitäre Hilfe über Partnerhilfswerke vor Ort direkt an die Bedürftigen verteilt werde. Damit werde sichergestellt, dass die Spenden nicht in den Taschen der korrupten pakistanischen Verwaltung versickerten.

Kontrollmechanismen der Hilfswerke würden zudem dafür sorgen, dass auch die längerfristigen Wiederaufbauprojekte tatsächlich umgesetzt werden. (sam/sda)

Erstellt: 17.08.2010, 13:30 Uhr

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6 Kommentare

Markus Hürlimann

17.08.2010, 15:16 Uhr
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Da wird wieder ein Quatsch erzählt:Glückskette hätte die Spendenverteilung im Griff; Seht doch mal in Haiti was noch alles am Boden liegt und wie die schon Reichen noch reicher wurden! TA-Korrespondent Tobias Matern sagt es doch klipp und klar:Das Vertrauen in die Regierung ist nicht da, jedwelche Hilfe versickert,versichert und versickert,jedenfalls schneller als das Wasser versickert! Antworten


Reto Senn

17.08.2010, 14:28 Uhr
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Leider ist das Elend auf dieser Welt immens. In Haiti ist eigenlich noch nichts gegangen, trotz Milliardenspenden. Afrika ist noch immer ein Armenhaus. Man kann sich daher tatsächlich fragen, wohin man sein Geld spenden will. Wo werden wohl die Spenden nach Pakistan landen? Ich fürchte v.a. in den Taschen radikaler Moslems die schon jetzt unter dem "schwarzen Schwert" helfen. Antworten



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