«Ein solcher Wischiwaschi-Vorschlag genügt sicher nicht»
Interview: Matthias Chapman. Aktualisiert am 21.01.2010 8 Kommentare
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Herr Girod, ziehen die Grünen ihre Offroader-Initiative nach dem von Bundesrat Moritz Leuenberger präsentierten Gegenvorschlag zurück?
Ein solcher Wischiwaschi-Vorschlag genügt sicher nicht für einen Rückzug unsererseits.
Was passt Ihnen nicht?
Der Vorschlag entspricht in etwa dem, was der Bundesrat schon angekündigt hat. Und das ist einfach zu wenig. Zwar arbeitet der Bundesrat mit Anreizen. Die angestrebten Grenzwerte für den C02-Ausstoss entsprechen aber ja einfach Durchschnittswerten. Hier können die Importeure einfach zu den Dreckschleudern noch billige und/oder strombetriebene Fahrzeuge subventionieren. Dann sind sie aus dem Schneider. Das reicht uns nicht. So werden die Klima-Ziele nicht erreicht, weil zu viele Umgehungsmöglichkeiten bestehen.
Was fordern Sie?
Wir wollen, dass weniger Dreckschleudern verkauft werden. Zudem wird dem Sicherheitsaspekt im Gegenvorschlag des Bundesrates nicht Rechnung getragen. Auch dies müsste einbezogen werden.
Wie geht es jetzt weiter, werden Sie für eine Anpassung des Gegenvorschlags kämpfen?
Klar, wir werden uns im Parlament für eine Verbesserung des Gegenvorschlages einsetzen. Wenn ein Kompromiss gefunden werden kann sind wir nicht grundsätzlich dagegen. Aber solange der Vorschlag nicht garantiert, dass die Zahl der klimafeindlichen Fahrzeuge abnimmt und die Verkehrssicherheit verbessert wird, gibt es keinen Grund, auf einen solchen Kompromiss einzugehen.
Sehen Sie Chancen, dass Sie im Parlament eine Mehrheit für Ihre Anliegen finden?Für eine Verbesserung des Gegenvorschlages könnte eine Mehrheit gefunden werden. Auch das Klimagesetz und andere Umweltvorlagen des Bundesrates wurden vom Parlament noch verbessert. Bei der Initiative selber setze ich nicht auf das Parlament sondern auf die Bevölkerung. UBS & Co. zahlen schon wieder hohe Boni. Damit wird auch der Offroader-Boom wieder anziehen. Die Absurdität dieser Entwicklung und deren Widerspruch zu den Klimaschutzbemühungen wird immer offensichtlicher.
(Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
Erstellt: 21.01.2010, 13:12 Uhr
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8 Kommentare
ja der bastien, warum nur fällt es mir so schwer, dieser mensch als politiker ernstzunehmen? die boni=offroader=neid?=initative hat eine eigendynamik entwickelt, über die man sich die augen reiben muss. ein offroader (vorsicht reizwort) ist im schnee, alpengebiet und als zugfahrzeug toll. eine hirnrissige initative aus unreifen gedanken geboren. konsequenterweise müsste man lkw's auch verbieten! Antworten
Gibt es sie immer noch, die zweibeinigen Dinosaurier, die vierrädrige Dinosaurier fahren? Welcher vernünftige Mensch, der nicht gerade regelmässig auf der Alp oder in der Kiesgrube zu tun hat, braucht so ein Fahrzeug? In der Stadt, in der Agglo oder auf dem Dorf sind solche Erscheinungen lediglich lächerlich. Eine adäquate CO2-Abgabe auf Fahrzeugtreibstoffe würde Abhilfe schaffen Antworten
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Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.






