Einwanderungsstopp: EU warnt die Schweiz

Aktualisiert am 15.05.2009 103 Kommentare

EU-Justizkommissar Jacques Barrot gibt der Schweiz zu verstehen, dass sie sich Probleme einhandelt, wenn die Personenfreizügigkeit gegenüber EU-Ausländern eingeschränkt wird.

Wiedereinführung von Ausländerkontingenten in der Schweiz wäre kein gutes Signal: EU-Justizkommissar Jacques Barrot.

Wiedereinführung von Ausländerkontingenten in der Schweiz wäre kein gutes Signal: EU-Justizkommissar Jacques Barrot.
Bild: Keystone

Wenn die Schweiz die Schutzklausel anrufe, sei dies ein schädliches Signal, sagte EU-Justizkommissar Jacques Barrot am Freitag in Lausanne. Barrot war Gast einer Veranstaltung über Einwanderung und Asyl, die von der Fondation Jean Monnet organisiert worden war. Die Wiedereinführung von Kontingenten wäre ein sehr bedauerlicher Rückschritt, sagte er nach dem Anlass gegenüber der Nachrichtenagentur SDA. Juristisch gesehen bestehe eine Schutzklausel und diese könne vom Bundesrat auch angerufen werden, meinte Barrot weiter. Werde dies geschehen, gebe es aber Probleme. Bisher seien die Beziehungen der Schweiz mit der EU in der Frage der Personenfreizügigkeit gut gewesen.

Der Bundesrat hatte letzten Mittwoch angekündigt, dass er an einer seiner nächsten Sitzungen entscheiden werde, ob er die Schutzklausel des Freizügigkeitsabkommens anrufen und für EU- Statsangehörige wieder Kontingente einführen will. Er beauftragte Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf mit entsprechenden Abklärungen. (vin/sda)

Erstellt: 15.05.2009, 22:40 Uhr

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103 Kommentare

Mike Bondet

15.05.2009, 21:05 Uhr
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-Irgendwie erkennt man mit dieser Aussage von J.Barrot, dass Verträge mit der EU wohl nicht Abmachungen von Gleich zu Gleich sind... Die unterschwellige Drohung sollte uns zu denken geben. Antworten


Lukas Bachmann

16.05.2009, 13:42 Uhr
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Diese ständige Drohkulisse der EU sollte den EU-Befürwortern stark zu denken geben. Wollt ihr euch wirklich so unterjochen lassen..? Antworten



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