Eklat: Ahmadinejad mit «Hassrede» – Delegierte verlassen den Saal
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Uno-Generalsekretär Ban Ki-moon weist Mahmud Ahmadinejad zurecht.
Bild: KEYSTONE/AP
Leere Sitze: Die USA kamen schon gar nicht, andere Delegierte verliessen während der Rede des iranischen Präsidenten den Saal. (Bild: Keystone)
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Israel missbrauche religiöse Gefühle um seinen Hass zu verbergen, sagte Ahmadinejad in seiner Rede weiter. Die westlichen Länder hätten nichts gegen die Bombardierung der Menschen im Gazastreifen gesagt.
Die Europäer hätten zudem den Ersten und Zweiten Weltkrieg verursacht und als Kompensation für ihren Rassismus ein rassistisches Regime nach Palästina gebracht, das sie zusammen mit den USA seit 60 Jahren unterstützten.
Aus Arroganz und um ihr Einflussgebiet auszuweiten, hätten die USA und ihre Verbündeten Krieg gegen Irak und Afghanistan geführt. Im Übrigen forderte Ahmadinejad eine Reform des Uno-Sicherheitsrats.
«Hassrede» verurteilt
Die Delegierten mehrerer EU-Staaten verliessen aus Protest den Saal. Frankreich hat scharf gegen die Rede des iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinejad auf der Anti-Rassismus-Konferenz in Genf protestiert. Er verurteile «diese Hassrede vollständig», erklärte Staatspräsident Nicolas Sarkozy am Montag, nachdem westliche Delegationen den Sitzungssaal verlassen hatten. Sarkozy rief die EU zu einer «Reaktion von äusserster Entschlossenheit» auf.
Ahmadinejad rufe zum Rassenhass auf, er verhöhne die Ideale und Werte, die in der universellen Erklärung der Menschenrechte festgeschrieben seien, erklärte Sarkozy. Aussenminister Bernard Kouchner nannte die Aussagen des iranischen Präsidenten als «inakzeptabel».
«Hasstiraden, Schmähreden und anti-israelische Ausfälle»
Frankreich hatte in letzter Minute entschieden, anders als etwa Deutschland und die USA mit einem Botschafter an der Uno-Konferenz teilzunehmen. Nach den Äusserungen Ahmadinejads verliess der französische Uno-Botschafter aber gemeinsam mit den Delegationen zahlreicher europäischer Staaten die Konferenz.
Ausser von Deutschland und den USA wird die Konferenz von Israel, Italien, den Niederlanden, Polen, Kanada, Australien und Neuseeland boykottiert. Hintergrund des Boykotts war die Sorge, dass die Konferenz zu einem Podium für anti-israelische Erklärungen werden könnte.
Die deutsche Regierung rechtfertigte ihre kurzfristig beschlossene Nicht-Teilnahme mit Befürchtungen, dass die Veranstaltung von einzelnen Teilnehmern «für Hasstiraden, Schmähreden und anti-israelische Ausfälle» missbraucht werden könnte. (sam/ap)
Erstellt: 20.04.2009, 18:02 Uhr
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