Schweiz

Englisch wird zum Pflichtfach für Lehrlinge

Aktualisiert am 25.11.2011 11 Kommentare

Wer in der Schweiz eine Berufslehre absolviert, soll neben einer weiteren Landessprache auch Englisch sprechen können. Um dies zu erreichen will Bundesrat Johann Schneider-Ammann Austauschprogramme fördern.

Will Lehrlinge besser auf die Realität vorbereiten: Bundesrat Johann Schneider-Ammann. (Archivbild)

Will Lehrlinge besser auf die Realität vorbereiten: Bundesrat Johann Schneider-Ammann. (Archivbild)
Bild: Keystone

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Schweizer Lehrabgänger sollen künftig besser in Fremdsprachen ausgebildet sein. Dies hat Bundesrat Johann Schneider-Ammann an der 7. nationalen Lehrstellenkonferenz in Solothurn mit Politik, Arbeitgebern und Gewerkschaften vereinbart.

Neben einer zweiten Landessprache sollen die Lernenden auch die englische Sprache beherrschen, sagte der Vorsteher des Eidgenössischen Volkswirtschaftsdepartementes (EVD) heute vor den Medien in Solothurn.

Auf die Realität vorbereiten

Die jungen Leute würden so ausgebildet, wie sie dann vom Arbeitsmarkt erwartet würden, hielt Schneider-Ammann fest. Die besseren Kenntnisse in Fremdsprachen sollten die berufliche Mobilität stärken.

Bis 2016 soll in möglichst vielen Berufen eine zweite Fremdsprache unterrichtet werden. Unter anderem sollen Austauschprogramme in andere Landesteile oder ins Ausland gefördert werden.

Konzept bis 2012

Die von Bundesrat Schneider-Ammann einberufene 7. Lehrstellenkonferenz beschloss heute erst Absichtserklärungen. Umfassende Umsetzungskonzepte sollen bis zur Lehrstellenkonferenz 2012 vorliegen.

Die globalisierte Arbeitswelt stelle die Berufsbildung vor neue Herausforderungen, hiess es. Dabei entwickle sich die berufliche Mobilität zu einem Schlüsselfaktor für die Arbeitsmarktfähigkeit von Arbeitnehmenden und für die Wettbewerbsfähigkeit der Schweizer Unternehmen.

Gewerkschaften und Arbeitgeberverband zufrieden

Der Schweizerische Gewerkschaftsbund (SGB) unterstütze die beschlossenen Ziele vollumfänglich, sagte SGB-Präsident Paul Rechsteiner.

Auch Arbeitgeber-Verbandspräsident Thomas Daum zeigte sich zufrieden mit der beschlossenen Steigerung der beruflichen Mobilität. Austauschsmöglichkeiten würden die Berufslehre auch wieder attraktiver gegenüber anderen Bildungswegen machen. (wid/sda)

Erstellt: 25.11.2011, 13:28 Uhr

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11 Kommentare

Roger Mettler

25.11.2011, 13:35 Uhr
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Gilt das auch für die Romandie? Oder kommt es am Schluss so raus wie bisher: der Romand spricht ausschliesslich französisch, während der Deutschschweizer sich in deutsch, französisch und englisch ausdrücken muss? Antworten


Markus Weilenmann

25.11.2011, 13:37 Uhr
Melden 6 Empfehlung

Der Vorstoss ist sehr zu unterstützen, allerdings beobachte ich, dass das Englische schon heute sehr zu Lasten der Französisch- und Italienischkenntnisse geht (wie auch der Deutschkenntnisse in der Romandie). Das ist für unseren nationalen Zusammenhalt eine sehr schlechte Entwicklung, die es unbedingt zu ändern gilt. Wer die Sprache des Andern nicht kann, weiss auch viel weniger wie er tickt! Antworten



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