Schweiz
Er ist 21 und ein zu grosses Risiko für «die beste Armee der Welt»
Aktualisiert am 18.03.2010 74 Kommentare
Am Montag ist die Frühlings-RS gestartet. (Bild: Keystone)
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- Zu gefährlich für die Armee: Aufgebotsstopp für 43 Rekruten
- Die Armee prüft das Vorleben der Rekruten
Systematische Prüfung
Der 21-jährige Bäcker-Konditor ist mit 42 weiteren Rekruten in der Sicherheitsüberprüfung hängen geblieben. Die revidierte Militärdienstpflicht-Verordnung regelt seit Anfang Jahr, dass angehende Rekruten systematisch überprüft werden, damit potenziell gefährlichen Personen keine Waffe ausgehändigt wird. Die systematischen Sicherheitsüberprüfungen hatte das VBS im Rekrutierungszentrum von Sumiswald in einem Pilotversuch überprüft. Die Armee hatte für den Versuch das Straf- und andere Register der Stellungspflichtigen durchkämmt.
Sicherheitsüberprüfungen müssen sich auch Personen stellen, die in sensiblen Bereichen, zum Beispiel im Verteidigungsdepartement, arbeiten. Es gibt verschiedene Stufen des Sicherheitschecks.
Er macht nicht den Eindruck eines Schlägertyps: Sein Haar ist gekämmt, das Muster auf dem Pullover ist unauffällig. Er spricht zurückhaltend, manchmal etwas leise. Er überlegt bevor er spricht. Doch dieser Mann stellt eine Gefahr für die Schweizer Armee dar. Für jene Armee, die ihr Chef Bundesrat Ueli Maurer zur «besten Armee der Welt» trimmen will.
Der 21-Jährige, der wegen seiner Stellensuche seinen Namen lieber nicht hier lesen möchte, hätte am Montag in die Rekrutenschule einrücken sollen. Den Marschbefehl hatte er bereits seit letztem Herbst in der Tasche. Bei der dreitägigen Aushebung wurde der Bäcker-Konditor als Truppenkoch eingeteilt und wegen der guten sportlichen Leistung ausgezeichnet. Er spielt in der Drittliga Unihockey.
Dicke Post
Eine Woche vor dem Einrücken kehrte er aus den Ferien zurück und holte auf der Post einen eingeschriebenen Brief ab. Der Absender: Der Führungsstab der Armee, Abteilung Personelles.
Im Schreiben teilt ihm Brigadier Hans-Peter Walser mit, dass sein Aufgebot für die Rekrutenschule gestoppt wurde. Seinen Marschbefehl habe er wieder abzugeben. «Ihre persönlichen Verhältnisse gelten als ungeordnet.»
Stelle gekündigt
Weil dem 21-Jährigen die Rekrutenschule verweigert wurde, ist er nun arbeitslos. Auf Ende Februar hat er seine Stelle in einer Fabrik im Raum Burgdorf gekündigt. Dank Schicht- und Wochenendarbeit sei das ein gut bezahlter Job gewesen, sagt der Bäcker. Gekündigt hat er, weil er nach der RS plante, in Kanada eine neue Stelle anzutreten. Er ist optimistisch, die Arbeitsstelle in Nordamerika im Herbst auch antreten zu können.
Eine neue Stelle werde er mit Sicherheit finden, sagt der Bäcker-Konditor. Doch welcher Chef sei bereit, jemanden einzustellen und einzuarbeiten, der bereits Ende Sommer bereits wieder ins Ausland weiterziehe?
Die Sicherheitsüberprüfung der Rekruten bezeichnet er «grundsätzlich als gute Sache». Doch: hätte die Armee schneller gehandelt und die Betroffenen früher informiert, stünde er heute nicht vor dem Nichts.
Alle Rekruten werden durchleuchtet
Seit dem 1. Januar wird die Prüfung bei allen angehenden Rekruten durchgeführt, erklärt Armeesprecher Christian Burri. Grundsätzlich werde der Aufgebotsstopp dann verhängt, wenn Eintragungen im Strafregister für den Bereich «Personelles der Armee» ersichtlich und relevant seien. Zum Fall des 21-jährigen Bäcker-Konditor äussert sich die Armee nicht.
Von der Vergangenheit eingeholt
Der 21-Jährige ist wegen einer Schlägerei von Anfang Mai des vergangenen Jahres durch den Sicherheitscheck der Armee gefallen: Der Bäcker-Konditor war mit seinem Kollegen am Bar- und Pubfestival in Walkringen unterwegs. Als er eine Gruppe Männer bei seinem Auto herumlungern sah, kam es zum Streit. Plötzlich holte der junge Mann einen Baseballschläger aus dem Wagen. «Schon nur die Idee, einen Baseballschläger im Wagen mitzuführen, ist ein Blödsinn», sagt er. «Im Nachhinein ist man immer gescheiter.»
Weil sein Kontrahent blutete und die Polizei anrückte, musste der Bäcker-Konditor zur Einvernahme mit auf den Polizeiposten. Der Verletzte habe keine Anzeige erstattet, so der junge Mann. Hätte die Polizei die Schlägerei nicht weiterverfolgt, wäre die Sache wohl im Sand verlaufen, schätzt er. Denn die beiden Männer kennen sich, wohnen in der selben Gegend und wechseln heute ab und zu an einer Party ein paar Worte.
Die Gerichtsverhandlung ist Anfang April einberaumt. Solange der Richter sein Urteil nicht gefällt hat, gilt die Unschuldsvermutung.
(bzo)
Erstellt: 18.03.2010, 12:26 Uhr
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74 Kommentare
An alle, in denen der Baseballschläger im Kofferraum Entsetzen weckt: Ich kannte einen Obersten, der bis an sein Lebensende Schanzwerkzeug der Armee im Kofferraum mitgeführt hat. Wer eine RS hinter sich gebracht hat, weiss, wozu man - insbesondere den Spaten - instruktionsgemäss auch einsetzen kann. - Und nun? - Alles krank oder? - Wer wirft den ersten Stein gegen wen? - Gelassenheit tut not! Antworten
wieso weint der sich hier die augen aus: soll er doch froh sein das er nicht die zeit vergeuden muss in den grössten Kindergarten der schweiz zu gehen. ausserdem bäcker/konditor als Truppenkoch: das hatte ich auch und es war grässlich. also eigentlich die beste lösung für alle. Ueli Maurer soll den lächerlichsten Robi Spielplatz der Schweiz endlich auflösen, dieses jammerei im vbs nervt sowieso. Antworten
Die Kurzfristigkeit der Absage ist unzumutbar und schreit nach finanzieller Wiedergutmachung durch den Bund. Die Absage an und für sich ist absolut richtig. Er war in eine Schlägerei verwickelt, und das offenbar nicht als reines Opfer. Wer hier Unverhältnismässigkeit proklamiert, darf sich auch nicht darüber ärgern, dass Rasertäter mit denselben Begründung ständig ihren Ausweis zurückerhalten. Antworten
Der Artikel laesst viele Fragen offen. Der fall ist nicht so klar. 1. Hat der "Rekrut" den Baseballschlaeger (BS) als angriffs oder verteidigungs Waffe gebruacht? Wie waere das Urteil wenn nicht ein BS sonder ein Taser, Brecheisen oder Pfefferspray im Kofferraum War? 3. Warum werden Ausladungen erst drei Wochen vor der RS gesendet? Von was ich gelesen habe sehe ich keine untauglichkeit. Antworten
Ich frage mich, wieso sie diese Entscheidung der Armee in Frage stellen. Ich denke, wenn ein 20 jähriger noch nicht gelernt hat, dass man nicht mit einem Baseballschläger auf andere Menschen losgehen sollte, dann ist er wirklich ein Sicherheitsrisiko. Und zwar nicht nur für die Armee, sondern für die Gesellschaft insgesamt. Antworten
Was bezweckt er damit? Will er Rekurs einlegen und in die RS gehen? Es ist so, als würde man auf Bestrafung plädieren, 4 Monate Freiheitsentzug. Er soll doch ferien machen und etwas arbeiten. er wird eh an einem Tag das verdienen, was 20 rekruten zusammen verdienen. Antworten
Ich finde die Formulierung in diesem Artikel absolut umwerfend. "Plötzlich (!) holte der junge Mann einen Baseballschläger aus dem Wagen...weil sein Kontrahent blutete...". Der Vorfall wird so beschrieben als wäre der arme Kerl ein passiver Zuschauer der Ereignisse gewesen. " Der junge Mann nahm einen Baseballschläger aus dem Auto und schlug damit seinen Kontrahenten blutig." wäre passender. Antworten
Diese "ich werde immer von allen so unfair behandelt"-Stories gehören nicht in eine Zeitung. Und er ist meines erachtens selbst schuld, wenn er einen anderen Menschen blutig prügelt. Denke da gibt es viel schlimmere Sachen, über die man sich aufregen sollte.. Antworten
Bitte, meine Damen und Herren: Das Kriegshandwerk ist nichts für zartbesaitete. Das Mitführen eines Baseballschlägers im Auto (für alle Fälle) ist weder kriminell noch verurteilungswürdig. Gemäss Schilderung hat sich der Mann gegen eine Übermacht gewehrt, von der er sich bedroht fühlte. Niemand wurde spitalreif geschlagen. Was soll denn das? - Abkühlen, wenn's geht, und Prüfung überdenken, bitte. Antworten
Also wer mal im Dienst war, weiss, dass es da z.T ziemlich schräge Vögel gibt. Dass die halbe Kompanie zum Überwachen von Botschaften und Konsulaten, mit unterladener Waffe (Patronen im Magazin, nicht im Lauf), bekifft ist finde ich weit bedrohlicher. Falls ein Schläger in der RS mal aus der Reihe tanzt, wird er im Regelfall von seinen Kollegen gemassregelt!! Antworten
Ich gehöre ebenfalls zu den Glücklichen, die von der Armee abgewiesen wurden. Aber nicht zu den 43. Ich bin nicht vorbestraft, aber nach ein paar Tage hat mir nun die Armee endlich den Laufpass gegeben, es war leichter, als ich dachte, wegzukommen. Im übrigen, was ich in diesen 3 Tagen RS gesehen habe, da gibt's ja viel gefährlichere Leute als der Typ hier im Artikel. Antworten
Ich habe mehr Mitleid mit den Rekruten, die nun im Militär sind. Ich glaube sie beneiden den Bäcker und werden sich wünschen, selber vorbestraft zu sein. Ich nehme an, die Zahl der Vorstrafen bei jungen Männern werden demnächst rasant zunehmen. Da spart man sich ein Arztzeugnis und ist gleichzeitig die Dienstpflicht los. Antworten
Vielleicht hat es hier den Falschen erwischt. Wer weiss das schon zu Beginn. Seit Armeeangehörige mit der Armeewaffe Menschen umgebracht haben ist die Armee zurückhaltend geworden bei der Rekrutierung und damit bei der Abgabe von Waffen. Das ist in Ordnung und wurde so gefordert. Leider kann es mal den Falschen treffen. Auch beim Armeechef R. Nef hätte man besser hinschauen sollen. Antworten
Ein Baseballschläger ist eine sehr effiziente Keule. Der Mann hat eine Waffe gezückt, als es um einen Nichtigkeit ging. Was hätte er getan, wenn er vom Dienst gekommen wäre, und das Sturmgewehr im Kofferraum gehabt hätte. Zur Unschuldsvermutung: Muss denn einer verurteilter Mörder sein, bis man ihm keine Gewehr mehr anvertraut? Überhaupt, der wäre zu wehleidig für eine richtige RS gewesen. Antworten
Die Medien schwimmen immer mit dem Strom. Amok = Waffenverbot = Armeeverbot. Junge gewaltätig = trotzdem in die Armee? Der Mensch ist immer das Problem und nicht Gegenstände die er benutzt. Amoklauf mit Waffen in der Schweiz kommen praktisch keine vor. Offenbar ist das Auswahlverfahren der Armee wieder nicht gut. Abgesehen davon kann er auch ohne Armee austicken... Antworten
Ein Sicherheitsrisiko in der Armee ist ein Widerspruch in sich. Wer eine Waffe braucht, um sich (oder bestenfalls andere) zu verteidigen, kann sich nicht sicher fühlen. Ziel sollte doch sein, Selbstsicherheit durch und in sich zu gewinnen, damit niemand eine Waffe braucht. Eine Armee braucht es dazu nicht, weil die das Gegenteil vermittelt. Antworten
korrekt ist, dass man vorsichtig ist. man hätte ihn ja zurückstellen können, bis der gerichtsentscheid gekommen wäre. dann kennt man auch die umstände und er ist verurteilt. so ist er (unschuldsvermutung) noch unschuldig. was ich für skandalös halte, dass die sicherheitsprüfung erst nach ausstellen des marschbefehles erfolgt und der entscheid hier nur tage vor dem einrücken. das geht doch nicht. Antworten
Einige Militärangehörige verüben Straftaten... die Medien rufen nach Kontrolle... jetzt wird kontrolliert und das erfolgreich... und wieder rufen die Medien... irgendwann wird wieder - trotz Kontrolle - etwas passieren und wieder werden die Medien rufen... Wann lernen wir endlich, dass der Mensch unberechenbar ist und bleibt und es nie eine 100% Sicherheit gibt solange es Menschen gibt Antworten
Wofür habe ich denn das Militär gemacht? Ich habe es als lästig empfunden. Und da ist jemand vorbestraft und muss nicht einmal einrücken. Unglaublich, die Armee wird wie ein Club präsentiert, zu dem alle gehören wollen. Ich wäre überglücklich gewesen, abgewiesen zu werden. Antworten
Ich bitte Frau Olloz 09:08 um eine Erklärung. Der Junge macht einen Fehler und lernt daraus. Sieht ein und sagt selbst, dass er eine Dummheit gemacht hat. Das bedeutet also, laut Olloz und den anderen Scheinheilligen da, dass wer aus eigenen Fehlern lernt, nicht reif ist? Sicherheitsüberprüfung mag ja gut sein, ich frag mich nur, ob diese einen einzigen fehlerlosen Menschen zutage fördert. Antworten
Bravo! Vollkommen korrekter Entscheid der Armee. Genau von solchen grundsätzlich immer gewaltbereiten Typen geht die Gefahr aus! Der kassiert nun die mehr als gerechte Strafe für seine Schlägerei. Vom Gericht dürfte er ja wie bekannt nichts zu befürchten haben. Antworten
Sicherheitsprüfungen sind gut und recht und nötig. Will man dem Beschuldigten glauben, ist sie diesmal zu oberflächlich abgelaufen, zumal an der Aushebung nichts auffälliges festgestellt wurde. Die alleinige Abstützung auf amtliche Dokumentegreift unter Umständen zu kurz. Die 43 Fälle psychologisch und umfeldmässig genauer zu überprüfen wäre sich möglich gewesen. Antworten
... das nennt man dann eben "mit den Konsequenzen leben lernen". Dieser junge Mann wird künftig nachdenken bevor er handelt - kann man für ihn jedenfalls hoffen. Ich finde die Reaktion der Armee gut (man kann sich höchstens über die Kurzfristigkeit streiten). Weil, was wenn der junge Mann dann während der RS mal ausgetickt wäre? Lernen tut man ja leider nur dann etwas daraus wenn's weh tut! Antworten
"Er macht nicht den Eindruck eines Schlägertyps...". Hmmm, sieht man das einer Person an, ob sie ein Schlägertyp, Einbrecher, Dieb etc. ist? Ich finde diese Überprüfung eine gute Sache. Nur sollte dieser Entscheid nicht eine Woche vor Dienstantritt erfolgen. Antworten
Was soll dieser weinerliche Ton? Der junge Herr spielt Unihockey und nicht Baseball, oder? Wer also führt einen Baseballschläger mit sich (was er offenbar auch zugibt, so von wegen Unschuldsvermutung), wenn er den nicht einsetzen will? Genauso gut könnte man einen Schlagring oder eine Pistole im Auto haben, die potentielle Absicht ist die gleiche. Die Armee hat absolut richtig entschieden. Antworten
mal abgesehen von der kurzzeitigen arbeitslosigkeit, temp. Arbeiten sollte in seinem Beruf locker möglich sein, sehe ich keine Nachteile für diesen jungen Mann, an alle die von einem gefährlichen Gewalttäter in diesem Fall sprechen, Sie waren wohl nie jung und übermütig, Schlägereien hatten wir doch alle schon mal eine in der Jugend. Unterstützt die GSOA und alles wird gut. Antworten
Thomas Felber: Wenn einer einen Baseballschläger im Auto hat, weil er Baseball spielt, ist das kein Problem, genauso, wie wenn jemand sein Sturmgewehr im Auto hat, weil er in den Schiessstand fährt. Wenn einer einen Baseballschläger dabeihat, weil er beabsichtigt, damit jemanden zu verprügeln, *ist* das ein Problem. Antworten
@Küdde Rechsteiner:Wer setzt den Level für Normalität? - Diese Schlägerei war, wie geschildert, kein sinnloses Wüten, sondern durch die Umstände durchaus motiviert, wenn auch sehr überzogen. Wenn dies der einzige Vorfall war, ist es auch völlig überzogen, den Mann als Schläger zu qualifizieren, angesichts dessen, was sich nach jedem Fussballmatch, durchaus geduldet, in unseren Städten abspielt. Antworten
Dieser junge Mann hat sich mit seinem Verhalten innerhalb der Gesellschaft quer gestellt. Dass es ihm erst jetzt bewusst ist, zeigt, dass er für einen Dienst mit Waffe nicht reif genug und somit der Ausschluss aus dem Militärdienst die logische Konsequenz ist. Um eine Aufenthaltsbewilligung in Kanada zu erhalten, muss er einen Auszug aus dem Strafregister und ein Leumundszeugnis vorlegen. Antworten
Schon eigenartig. In der Armee lernt man schiessen, töten, kämpfen. Jetzt kommt einer, der gekämpft hat (worum auch immer) und nun will die Armee ihn nicht. Haben wir denn neuerdings eine "Streichel-Armee"? Nur gut, habe ich meine RS 1967 gemacht. Heute würden sie mich vermutlich nicht mehr nehmen, weil auch wir unsere Schlägereien hatten. Naja, ein weiterer Schritt in die Dekadenz. Antworten
@Toni Müller: Es geht im Bericht darum, dass die Armee einen ein- und dann wieder auslädt. Warum macht sie die Sicherheitsprüfung nicht vor dem versenden des ersten MB? Dann hätte er auch nicht gekündigt. Das ist das Problem. Jemanden arbeitslos machen, das darf nicht sein.Die Armee arbeitet auch im Stab unprofessionell. Dass der junge Mann nicht in die Armee gehört, sollte auch klar sein. Antworten
Dieser Mann wäre eine ernsthafte Gefahr in der Armee, denn wer einen Baseballschläger im Auto mitführt, um potenzielle Angreifer mit Gewaltanwendung zu 'disziplinieren', kann genau so gut in der Truppenküche ausrasten (Messer, siedendes Wasser, Dienstwaffe). Gut entschieden, beste Armee der Welt! Antworten
@Toni Müller: Ein Bericht will uns in der Regel eben nicht manipulieren, sondern informieren, damit wir uns eine eigene Meinung bilden können. Ich wusste vorher nicht, dass die Armee inzwischen solche Überprüfungen durchführt. Ich persönlich halte es aber für sinnvoll, dass gewaltbereite Menschen nicht steuerfinanziert darin ausgebildet werden Gewalt effizienter anzuwenden. Antworten
schon denkwürdig: wird auch so sorgfältig geprüft, wenn es um die obersten posten bei der zukünftig 'besten armee der welt' geht? - ein wesentlicher vorteil einer solchen geschichte: diese armee und ihre politischen verantwortlichen werden (doch hoffentlich) immer unglaubwürdiger! Antworten
an alle die sich entrüstet über dieses vorgehen äussern-denken sie an das gegenteil: man hätte diesen jungen mann nicht ausgemustert und es wäre zu einem zwischenfall gekommen- was wäre dann ihre reaktion? nicht jedem künftigen täter siehr man seine verborgenen wesenszüge an. für diesen jungen mann im speziellen tut es mir leid, aber er wird sicherlich noch eine stelle finden bis zu seiner ausreis Antworten
@Küdde Rechsteiner: Stimme zu, dass ein Baseballschläger im Auto sehr seltsam ist. Aber irgendwie ironisch, dass uns ein Baseballschläger im Auto stutzig macht, aber noch viel gefährlichere Sturmgewehre im Auto nicht. Also hätte er keinen Baseballschläger gehabt, hätte er jetzt stattdessen ein StGw... Antworten
Einige hier scheinen nicht zu verstehen um was es geht: Der Sicherheitscheck ist absolut richtig und dass der junge Mann "ausgeladen" wurde ist richtig. Aber die Organisation ist katasrophal. Die Lebensplanung des jugnen Mannes wird über den Haufen geworfen, weil wieder mal ein paar Beamte gepennt haben. Aber das ist ja eigentlich nichts Neues.... Antworten
So what? Muss er eben nicht in die RS. Ist doch super, statt 15 Wochen rumstehen, schiessen damit nächstes Jahr wieder genau gleich viel geschossen werden kann etc. kann er jetzt wieder auf seinem Beruf arbeiten. Die Armee hat ihm ja nicht die Stelle gekündigt, dazu hätte er ja auch kein Grund gehabt. Im schlimmsten Fall muss er statt EO Ersatz, ALV beziehen. Antworten
Tja, leider handelt es sich hier um ein sog. "Offizialdelikt", da ein Baseballschläger, mithin ein gefährlicher Gegenstand verwendet wurde. Somit brauchte es gar keinen Strafantrag und die Polizei musste von sich aus tätig werden. Weiter liegt wohl auch ein Vergehen gegen das Waffengesetz vor, da man Baseballschläger normalerweise zu Sportzwecken mitführt. Mein Mitleid hält sich echt in Grenzen. Antworten
Aeusserst peinlich für diesen jungen Mann.....hoffentlich hatte er seine Kanadische Arbeitsbewilligung schon vor der Schlägerei vom letzten Mai erhalten. Denn als Verurteilter werden ihm jetzt die Kanadische Behörden keine solche mehr aushändigen.....good luck! Antworten
Was ich als HR-Profi seit langem predige gilt auch hier. Hört endlich auf mit der Scheinsicherheit, dass Assessments, Durchleuchten von Personen, Psychotests, usw. zu einem besseren Resultat führen. Fact ist doch, dass zuviele Unschuldige auf dem Scheiterhaufen landen. Und das um dem "dummen" Volk eine Scheinsicherheit vorzugaukeln. Von den Kosten für diese Nicht-Sicherheit ganz zu schweigen. Antworten
Was will dieser Bericht uns Lesern sagen? A) Man soll diesen jungen Mann doch seine RS machen lassen. B) Die Sicherheitsüberprüfung soll man nur bei angh. Rekruten mit Migrationshintergrund anwenden. C) Man soll keine Sportgeräte im Auto mitführen. D) oder was? Haben wir nun diese Sicherheitsüberprüfung oder nicht? Ich finde diese Sicherheitsüberprüfung eine gute Sache. Antworten
Ja so läuft es halt im Leben es ist nicht alles Sonnenschein. Das die Armee so strikte durchgreift wenn bei den Vorabklärungen Ungereimtheiten zum Vorschein kommen finde ich durchaus positiv. Und in diesem Fall würde ich jetzt mal sagen ein halbes Jahr Urlaub ist ja auch nicht schlecht, aber als gelernter Konditor dürfte es kein Problem im Gastrogewerbe eine temporäre Stelle zu finden. Antworten
Darf die Armee handeln wie sie es gerade will? In diesem Fall ist die Armee Ersatzpflichtig, ich sehe nicht ein, warum dieser junge Mann kurz vor dem Einrücken ausgeladen wurde und nun einige Monate arbeitslos sein wird. Das ist doch keine Organisation, was da geboten wird! Antworten





Arnold Meier
Da erst per 01.01.2010 diese Überprüfung durchgeführt wird-und der junge Mann ja wohl 3 Monate Kündigungsfrist hatte-verstehe ich nicht wieso ein solches Theater gemacht wird.Im Übrigen, wie schon geschrieben,ist der kanadische Staat sehr strikt wenn es um Straftaten geht.Somit kann man wohl sagen,dass er mit seinem Verhalten diesen Traum selber zerstört hat.Und dafür sollte der Bund zahlen? Antworten