Erleidet Biel einen Imageschaden wegen Islam-Konferenz?
Von Fabian Maienfisch. Aktualisiert am 16.02.2011 3 Kommentare
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Wenig begeistert über die Jahreskonferenz des Islamischen Zentralrates (IZRS) in Biel zeigen sich christliche Parteien und Organisationen. Einige sprechen sogar von einem Imageschaden für die Stadt. Denn die Organisatoren vom IZRS fallen immer wieder durch radikale Parolen auf. Möglicherweise kommt es sogar zu Gegenveranstaltungen.
Christliche und bürgerliche Politiker fürchten für die Stadt einen Imageschaden und bedauern daher das Stattfinden der Konferenz. Biel werde immer öfters mit einem radikalen Islamismus assoziiert, beklagen verschiedene Seiten. Dazu sagt EVP-Präsident und Stadtrat Christian Löffel, dass es grundsätzlich die Religions- und Versammlungsfreiheit zu akzeptieren gelte.
Er hält im Zusammenhang mit der Konferenz aber fest: «Wir sind darüber nicht erfreut.» Martin Wüthrich, Präsident der EDU Biel, hätte es begrüsst, wenn die Muslime zurückhaltender auftreten würden.
Stadtpräsident Erich Fehr versucht die Gemüter indes zu beruhigen: «Das Image der Stadt wird nicht leiden.» Seiner Ansicht nach hat der Anlass keine direkte Beziehung zur Stadt. Die Organisatoren hätten die Konferenz ursprünglich in Bern abhalten wollen, sagt Fehr, seien aber notfallmässig auf Biel ausgewichen. Für Fehr liegt die grosse Gefahr eher darin, dass dem Anlass zu viel Aufmerksamkeit und Publizität geschenkt wird.
Sicherheitskonzept steht
Christian Löffel ist der Ansicht, dass der Anlass zu dulden sei, solange alles im Rahmen der Legalität abläuft. Dabei hofft er, dass die Behörden die Lage kontrollieren werden.
André Glauser, Sicherheitsdelegierter der Stadt, bekräftigt, dass die Kantonspolizei selbstverständlich bereit sei, um im Bedarfsfall zu intervenieren. Was die Redner betrifft, gebe es bisher keine Kenntnisse zu allfälligen Einreisesperren, sagt er weiter.
Die Gästeliste des IZRS
Währenddessen schreiten die Planungen der Konferenz stetig voran. Klangvoll tönen die Namen der internationalen Prediger und Redner des Islamischen Zentralrates: Mishary Rashid al-Afasy aus Kuwait, Yusuf Estes aus den Vereinigten Staaten oder Yvonne Ridley aus England.
«Die Redner sind bei europäischen und amerikanischen Muslimen mehr oder weniger bekannt», sagt Susanne Leuenberger vom Islamischen Institut der Universität Bern über die Referenten des IZRS. Sie arbeitet zur- zeit an einer Studie über Konvertiten für den Nationalfonds. «Die Referenten decken zumindest ein gewisses Spektrum im Islam ab», fährt sie fort, «sie scheinen mir jedoch nicht radikal zu sein.»
Als grosser Coup wird der Auftritt von Scheich Yusuf Estes aus den Vereinigten Staaten vom IZRS beworben. Dieser konvertierte 1991 vom Evangelismus zum Islam. Nach eigenen Angaben arbeitete Estes bis zu seinem Übertritt in der Musikindustrie und wurde damit zum Millionär. «Estes gehört nicht zur ersten Liga der Prediger, ist in den USA aber etabliert», sagt Leuenberger über den 67-Jährigen. Laut Estes’ Homepage ist eines seiner Ziele das Missionieren. Auch ist er schon mit dem radikalen deutschen Prediger Pierre Vogel aufgetreten. Susanne Leuenberger schätzt Konvertiten wie Estes als «sehr überzeugt und motiviert» ein.
(Berner Zeitung)
Erstellt: 16.02.2011, 11:29 Uhr
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3 Kommentare
Klar, der Imageschaden ist beträchtlich. Fehlt nur noch, dass Magglingen ob Biel geschlossen wird. Dann werden die Leute bei Biel nur noch an einen herumschiessenden Irren namens Kneubühler denken und an lange bärtige Menschen, die ihre Hintern in die Luft strecken. Antworten
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