Schweiz
«Es besteht Hoffnung, dass die Geiseln Libyen verlassen können»
Von Simon Eppenberger. Aktualisiert am 31.01.2010
«Die stille Diplomatie kann nur wirken, wenn sie auch still bleibt»: Kathy Riklin. (Bild: Keystone)
Dossiers
Artikel zum Thema
- «Positive Botschaft» an die Schweiz
- «Bewegung» in der Libyen-Affäre
- Libysche Richter fällen Urteil in fünf Wochen
- SVP will keine Nordafrika-Flüchtlinge
- Libyen möchte wieder mit der Schweiz geschäften
Stichworte
Der Schweizer Geschäftsmann Rachid Hamdani ist am Sonntag in Libyen vom Vorwurf des illegalen Aufenthalts freigesprochen worden. «Das ist ein später, aber ein erster positiver Schritt seit langem», sagt die Zürcher Nationalrätin Kathy Riklin, Mitglied der Aussenpolitischen Kommission des Nationalrates, auf Anfrage von Tagesanzeiger.ch/Newsnet.
Das Land verlassen kann Hamdani nach dem Freispruch zwar nicht. In einem zweiten Verfahren werden ihm und Max Göldi unerlaubte wirtschaftliche Tätigkeiten zur Last gelegt. Die Urteile stehen noch aus. «Doch nach dem Freispruch besteht Hoffnung, dass die Urteile positiv ausfallen und die beiden das Land verlassen können», sagt Riklin.
Erst am Freitag hatte sich Aussenministerin Micheline Calmy-Rey am Weltwirtschaftsforum (WEF) mit dem Generalsekretär der Arabischen Liga, Amre Moussa, zu einem Gespräch getroffen. Dabei unterhielten sich die beiden über Libyen, das Mitglied der Liga ist. Moussa sagte nach dem Gespräch gegenüber der «Tagesschau» des Schweizer Fernsehens SF, er kenne nun die Schweizer Sicht der Lage und schaue, was er in der Affäre tun könne.
Gutes Zeichen für Schweizer Diplomatie
Den Grund für den Freispruch für Hamdani sieht Nationalrätin Kathy Riklin auch in der diplomatischen Arbeit der Schweiz. «Es ist ein gutes Zeichen für die stille Diplomatie von Staatssekretär Michael Ambühl», sagt Riklin. Diese trage nun erste Früchte.
Eine Prognose, ob Hamdani und Göldi tatsächlich frei kommen, will Riklin jedoch keine wagen. «Die stille Diplomatie kann nur wirken, wenn sie auch still bleibt.» Die Urteile in diesen Verfahren werden laut Amnesty International auf den 6. Februar für Max Göldi und auf den 7. Februar für Rachid Hamdani erwartet. Rachid Hamdanis Ehefrau war für eine Stellungnahme nicht erreichbar.
(Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
Erstellt: 31.01.2010, 17:19 Uhr
Schweiz
- 15:16Sozialversicherungen mit kleinem Anlagegewinn
- 12:41Motorradfahrer wollen auf die Busspur
- 11:50«Preis des Gripen soll gedrückt werden»
- 11:39Polizei soll Herkunft von Tätern nennen
- 10:39Südamerikaner werden Spanier, um in der Schweiz zu arbeiten
- 08:46«Solche Strafen werden anderswo für Mord gesprochen»
Umfrage
Gesetzt den Fall, Geld spielt für Sie eine untergeordnete Rolle. Würden Sie in Andermatt eine Ferienwohnung kaufen?



