Schweiz

Startseite · Abo · Immobilien · Job · Auto · Kleinanzeigen

«Es besteht Hoffnung, dass die Geiseln Libyen verlassen können»

Der Schweizer Rachid Hamdani ist in Libyen in einem von zwei Prozessen freigesprochen worden. Nationalrätin Kathy Riklin spricht von einem grossen Erfolg. Und sie lobt die stille Diplomatie der Schweiz.

1/10 Rachid Hamdani konnte mit einem Auto der Schweizer Botschaft in Libyen nach Tunesien ausreisen.
Keystone

   

Der Schweizer Geschäftsmann Rachid Hamdani ist am Sonntag in Libyen vom Vorwurf des illegalen Aufenthalts freigesprochen worden. «Das ist ein später, aber ein erster positiver Schritt seit langem», sagt die Zürcher Nationalrätin Kathy Riklin, Mitglied der Aussenpolitischen Kommission des Nationalrates, auf Anfrage von Tagesanzeiger.ch/Newsnet.

Das Land verlassen kann Hamdani nach dem Freispruch zwar nicht. In einem zweiten Verfahren werden ihm und Max Göldi unerlaubte wirtschaftliche Tätigkeiten zur Last gelegt. Die Urteile stehen noch aus. «Doch nach dem Freispruch besteht Hoffnung, dass die Urteile positiv ausfallen und die beiden das Land verlassen können», sagt Riklin.

Erst am Freitag hatte sich Aussenministerin Micheline Calmy-Rey am Weltwirtschaftsforum (WEF) mit dem Generalsekretär der Arabischen Liga, Amre Moussa, zu einem Gespräch getroffen. Dabei unterhielten sich die beiden über Libyen, das Mitglied der Liga ist. Moussa sagte nach dem Gespräch gegenüber der «Tagesschau» des Schweizer Fernsehens SF, er kenne nun die Schweizer Sicht der Lage und schaue, was er in der Affäre tun könne.

Gutes Zeichen für Schweizer Diplomatie

Den Grund für den Freispruch für Hamdani sieht Nationalrätin Kathy Riklin auch in der diplomatischen Arbeit der Schweiz. «Es ist ein gutes Zeichen für die stille Diplomatie von Staatssekretär Michael Ambühl», sagt Riklin. Diese trage nun erste Früchte.

Eine Prognose, ob Hamdani und Göldi tatsächlich frei kommen, will Riklin jedoch keine wagen. «Die stille Diplomatie kann nur wirken, wenn sie auch still bleibt.» Die Urteile in diesen Verfahren werden laut Amnesty International auf den 6. Februar für Max Göldi und auf den 7. Februar für Rachid Hamdani erwartet. Rachid Hamdanis Ehefrau war für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

(Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 31.01.2010, 17:19 Uhr

Schweiz

Populär auf Facebook – Privatsphäre

AKTUELLE JOBS

Marktplatz

PackEasy Shop Betreuer/in (50 - 80%) Manor AG, Zürich

Leiter/in Pflege und Betreuung 100% TERTIANUM AG Residenz Im Brühl, Zürich

Anwendungsentwickler/in Klinikinformationssystem Phoenix (100%) Zürcher Höhenkliniken Wald & Davos, Faltigberg

Umfrage

Gesetzt den Fall, Geld spielt für Sie eine untergeordnete Rolle. Würden Sie in Andermatt eine Ferienwohnung kaufen?