FDP-Rechnung ging auf – Burkhalter ist 112. Bundesrat
Aktualisiert am 16.09.2009 56 Kommentare
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«Ich schwöre»
Der Freiburger Ständerat Urs Schwaller führte in den ersten drei Wahlgängen das Feld vor den beiden FDP-Kandidaten an. Die Entscheidung gegen ihn fiel dann aber nach dem dritten Wahlgang mit dem Rückzug des FDP-Kandidaten Christian Lüscher.
Der Genfer Nationalrat, der im dritten Wahlgang hinter Burkhalter zurückgelegen war, zog sich zugunsten des Neuenburger Ständerats zurück, und die SVP, die zuvor Lüscher unterstützt hatte, wechselte zu Burkhalter. Damit folgte sie der Strategie, die Chef-Stratege Christoph Blocher vorgegeben hatte.
Stimmen für Dick Marty
Im vierten Wahlgang übertraf dann Burkhalter mit 129 Stimmen das absolute Mehr von 120 Stimmen relativ klar, während auf Schwaller, der vor allem von der linken Ratshälfte unterstützt wurde, 106 Stimmen entfielen. In den ersten Wahlgängen hatte nebst den offiziellen Kandidaten der FDP und CVP auch der Tessiner FDP-Ständerat Dick Marty Stimmen erhalten, der sich aber mit einer Mahnung zur Rücksicht auf alle Sprachregionen der Schweiz zurückzog.
Der 49-jährige Ökonom Burkhalter dankte nach der Wahl für das Vertrauen. Er versprach, sich für den Zusammenhalt des Landes und der Institutionen einzusetzen, um Reformen anzugehen und gemeinschaftlich Ziele zu erreichen. Er sprach von einer Wahl der Ausgewogenheit im Sinne der Konkordanz.
Burkhalter, der seit Dezember 2007 im Ständerat sitzt und davor vier Jahre lang Nationalrat war, hatte in der eigenen Fraktion breiten Rückhalt und wurde auch von einer namhaften Minderheit in der SP unterstützt. Er wird nun auf Ende Oktober die Nachfolge von Pascal Couchepin antreten und voraussichtlich auch dessen Departement erben, das Eidgenössische Departement des Innern (EDI). Diese Frage wird aber erst am kommenden Freitag definitiv entschieden. (cpm/ap)
Erstellt: 16.09.2009, 12:34 Uhr
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56 Kommentare
Herzliche Gratulation Herr Burkhalter! Vielen Dank dem lieben Gott ,der sein machtgieriges und heuchlerisches Bodenpersonal in die Schranken gewiesen hat! ( bin auch katholisch ). Ich finde es gut, dass die Konkordanz bestehen bleibt. So ist der Bundesrat einigermassen ein Spiegelbild der Bevölkerung! Sehr wichtig ist ebenfalls, dass ein Latiner gewählt wurde! Antworten
Wenigstens die vereinigte Bundesversammlung zeigt auf, dass Sachpolitik noch schwerer wiegt als Personen- und Kopfpolitik. Dies zeigt Eindrücklich, weshalb der Bundesrat NICHT vom Volk gewählt werden soll, sonst verkommt es wie in den USA zu einer Sympathieschlacht, die mit Sachpolitik wenig zu tun hat. Antworten
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