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Fahrplanwechsel: Nur der Cisalpino macht Ärger

Die Züge der SBB rollen seit dem frühen Sonntagmorgen nach dem neuen Fahrplan. Der Wechsel verlief weitgehend reibungslos – wären da nicht die Cisalpino-Züge.

Toni Häne, Leiter des SBB- Verkehrsmanagements.

Toni Häne, Leiter des SBB- Verkehrsmanagements.

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«Der Zugverkehr nach dem neuen Fahrplan ist um drei Uhr morgens planmässig gestartet», stellte Toni Häne, der Leiter des SBB- Verkehrsmanagements in Bern fest.

Probleme gab es nur mit den Cisalpino-Zügen. Bei einem Cisalpino aus Italien versagte laut Häne die Neigefunktion. Die SBB setzte ab Brig einen Ersatzzug ein. Ein anderer, ebenfalls verspäteter Cisalpino sollte auf der Linie Mailand-Zürich in Arth-Goldau gewendet werden. Ein weiterer Cisalpino fiel ganz aus.

Zusatzleistung gemeistert

Mit dem Fahrplanwechsel erweitert die SBB ihr Angebot um 5,5 Prozent Zugskilometer. Zwischen Bern und Zürich sowie Lausanne und Genf setzt sie zusätzliche Züge ein. Basel und Zürich sind neu durchgehend im Halbstundentakt verbunden.

Wegen der verspäteten Lieferung der neuen Cisalpino-Züge ETR 610 gilt aber für die Strecke Zürich-Mailand noch ein Übergangsfahrplan. Bei drei der täglich sieben Verbindungen müssen die Passagiere in Lugano umsteigen.

Andreas Meyer zeigte sich gegenüber seinen Mitarbeitern zufrieden mit dem Fahrplanwechsel. Alles habe gut funktioniert -mit Ausnahme des Cisalpino, trotz aller Bemühungen entspreche das aber leider noch der Normalität. Den Prüfstein erwartet die SBB jedoch erst am Montag. Dann setzt der Pendler- und Güterverkehr wieder ein.

Pünktlich wie die Bahn

Auf die Sekunde genau zum vereinbarten Zeitpunkt begrüsste Häne auch Vertreter aus den Regionen zur Sitzung. Sie schalteten sich per Telefonkonferenz nach Bern und berichteten, wie der Wechsel in den verschiedenen Teilen der Schweiz ablief. Cisalpino meldete sich als einzige Stelle nicht direkt in Bern.

Da und dort war es zu kleineren Problemen gekommen: In einzelnen Zügen stimmten die Ansagen noch nicht, die Gleisbelegung im Bahnhof Bern sei «am Anschlag» und im Regionalverkehr sorgten Störungen für Verspätungen. In Lugano informierten die Mitarbeiter von Cisalpino gut über die Probleme mit den Zügen, meldet der Tessiner Vertreter.

In der Westschweiz erschien ein Lokführer nicht zur Arbeit: Ein Regionalzug fiel deshalb aus. Das Zugpersonal sei knapp, sagte Häne dazu. In der Winterjahreszeit seien auch die Lokführer und das Begleitpersonal nicht vor der Grippe gefeit. Auch beim Rollmaterial gibt es laut Häne knappe Ressourcen. 80 Züge umgestellt

Zufrieden zeigte sich der Verantwortliche für den Einsatz der Züge. In den zwei Wochen vor dem Fahrplanwechsel hatte die SBB rund 80 Zugskompositionen verändern müssen - vor allem die neu am Gotthard eingesetzten ICN-Züge mussten dorthin gebracht werden. Jeder Zug verkehrt in der richtigen Komposition.

Ob der Fahrplan einwandfrei funktioniert, zeigt sich erst Mitte Januar. Dann wird jede neue Einsatztour der Züge durchlaufen sein. In den nächsten Tagen will die SBB genau beobachten, wie die Fahrgäste die neuen Abfahrtszeiten nutzen. Entsprechend wollen sie- soweit möglich - die Züge verlängern oder verkürzen. (bru/sda/)

Erstellt: 14.12.2008, 13:44 Uhr

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22 Kommentare

Samuel Meyer

15.12.2008, 19:58 Uhr
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Die Wehklagen der SBB nerven und sind selbstverschuldet. Bei der Beschaffung wäre Mehrsystemvariante des bewährten ICN eine Option gewesen. Die SBB hat sich für den unerprobten Cisalpino entschieden und dabei den Untergang der Rollmaterialproduktion in Pratteln in Kauf genommen. Zu jenem Zeitpunkt waren die qualitativen Probleme mit dem Vorgängermodell schon hinlänglich bekannt. Antworten


Daniel Frank

15.12.2008, 08:41 Uhr
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Ich frage mich schon lange, wie es sich eine transportunternehmung leisten kann, mit diesem schrott auf schienen die passagiere tag für tag mit ausfällen oder massiven verspätungen zu verärgern? Antworten


Guido Collauto

15.12.2008, 05:18 Uhr
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Der Cisalpino ist ein Italienisches Produkt mit Schweizer Pflichtenheft, das konnte nur schief gehen, nun müssen wir damit leben und weiterhin im ersten Wagen das Klopapier mitlaufen lassen, im zweiten unsere Bedürfnisse verrichten und im dritten die Hände waschen. Wem es nicht passt; Swiss hat täglich vier Flüge zwischen Zürich und Lugano und sogar deren fünf nach Milano. Antworten


rudolf deil

14.12.2008, 23:42 Uhr
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cisalpino ist ein dauerbrenner von unpaesslichkeiten. heute am sonntagabend cis 22 von mailand nach zuerich mit statt planmaessiger ankunft 20.51uhr nun 22.24 uhr. sage und schreibe 90 minuten verspaetung. wahnsinn... Antworten


Ruedi Lang

14.12.2008, 21:35 Uhr
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Die Cisalpino AG ist eine Tochtergesellschaft der Trenitalia SpA und der SBB AG. Die Anteile werden zu gleichen Teilen gehalten. Cisalpino betreibt sämtliche internationalen Zug-Verbindungen zwischen Italien und der Schweiz. Auf dem Streckennetz mit 76 Destinationen werden jährlich 6,4 Mio. km zurückgelegt. Dabei werden pro Jahr 12 Millionen Passagiere transportiert. Der Hauptsitz von Cisalpino Antworten


Hans Meier

14.12.2008, 19:46 Uhr
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Seit über 10 Jahren hört man immer wieder von Cisalpino Pannen am Laufmeter. Wieso werden von diesem Pannenzug immer wieder neue bestellt? Wird hier geschmiert oder hat die "Familia" die Hand im Spiel? Antworten


Hans Moser

14.12.2008, 19:30 Uhr
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Der Cisalpino ist ein Italienisches - Schweizerisches Produkt. Antworten


Aschi D.

14.12.2008, 19:16 Uhr
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Die Strecke in den Tessin sollte den Thurgauern übergeben werden. Die Thurgauer haben es geschafft, in ihrem Randgebiet unrentable SBB-Strecken zu rentierenden, gut frequentierten Strecken zu machen. Die SBB haben einfach einen zu grossen Wasserkopf. Antworten


Rosana Vitelli

14.12.2008, 16:29 Uhr
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Man stellt sich unter dem Cisalpino den eleganten Pendolino vor, doch meistens sind es aus alten SBB-Wagen zusammengestellte Geisterkompositionen, wie gestern Abend. Mindestens 30 Minuten Verspätung, keine Anschlüsse, doch freundliches Personal. Bis zur Eröffnung des Basistunnels bleibt die Nord-Südachse ein Stiefkind der SBB. Tessiner Parlamentarier/innen ziehen in Limousinen dem Zügli vorbei. Antworten


C. Gross

14.12.2008, 16:14 Uhr
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Cisalpino ist ein gemeinsames Tochterunternehmen der SBB und der Trenitalia. Daher ist auch naheliegend, das italienische Züge zum Einsatz kommen (auch die Nachfolger ETR 610 kommen aus Italien). Beim TGV Lyria (Unternehmung der SBB und SNCF) werden ja auch französische TGV und keine deutschen ICE oder japanische Shinkansen eingesetzt. Hier spielen auch politische Interessen mit. Antworten


H Post

14.12.2008, 15:58 Uhr
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Der Cisalpino ist mein Lieblingszug, ich hoffe, er bleibt noch lange, da nehme ich auch Verspätungen in kauf. Antworten


Marcello R.

14.12.2008, 15:47 Uhr
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@Meier: Die Cisalpino werden von Alstom hergestellt und somit aus Frankreich. Diese Firma stellt auch TGV her. Bei Fragen wenden Sie sich an Unternehmensleitung Patrick Kron. Ich freue mich auf dem FS ETR610.Durch die Einführung der Pendolino-Züge konnte etwa die Reisezeit zwischen Zürich und Mailand um nahezu eine Stunde verringert werden (32 Minuten durch schnellere Kurvenfahrt)! Antworten


stefan meier

14.12.2008, 15:41 Uhr
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In jeder normalen Firma wird ein Produkt, das fehlerhaft ist, nicht nachbestellt. Offenbar gilt das fuer die SBB und den Cisalpino nicht. Also irgend etwas laeuft falsch, und man fragt sich allenthalben, was? Antworten


Martin Mäder

14.12.2008, 15:39 Uhr
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Es ist gut, dass wenigstens die Neigefunktion beim Cisalpino ausfällt. Dann bleiben nur noch die anderen Ärgernisse wie kleine Fenster, enge Sitze und rüttelnde Wagen ... Antworten


Roland Hauri

14.12.2008, 15:21 Uhr
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Hat schon jemand die Frage aufgeworfen, wieso die SBB nach jahrelangen Problemen nochmals neue Schrottzüge in Italien bestellt hat und nun nicht termingerecht erhält? Muss der Lieferant für die Verzögerung bezahlen? Ist bei der Bestellvergabe alles mit rechten Dingen zugegangen? Dass sich jemand bereichert haben könnte, ist ja in der Schweiz wahrscheinlich gar nicht möglich.Wir sind doch besser! Antworten


Martin B aus B.

14.12.2008, 15:06 Uhr
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Cisalpino macht Probleme! Wundert mich das noch? Der Gotthard (wie auch Lötschberg) sind nun mal Bahntechnisch gesehen "Paradestrecken" nicht in Hinsicht auf Geschwindigkeit, nein sondern auf Zuverlässigkeit und Höchstbeanspruchung der Fahrzeuge. Hat ein reiner Triebwagenzug überhaupt was am Gotthard zu suchen?? Ich denke nein. Bei der NEAT sollte dies dann eher möglich sein! Antworten


Markus Müller

14.12.2008, 15:03 Uhr
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Und was hat der Cisalpino mit dem Fahrplanwechsel zu tun???? Das dieser Zug nicht wirklich ideal unterwegs ist wissen wir alle, und dass die italienische Küche auch besseres zu bieten hat auch, aber nochmals, was hat der Cisalpino mit dem Fahrplanwechsel zu tun???? Antworten


Rudi Wehrli

14.12.2008, 14:54 Uhr
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Die Cisalpinos, d.h. deren chronischen Defekte und Ausfälle waren der Grund weshalb wir nun mit dem Auto nach Italien fahren! Ein kompletter Unsinn. Doch mit dem Auto haben wir die Hälfte der Reisezeit und keinen Ärger. Wieso wird in Zeiten von Klimadiskussionen solch ein Schrott produziert? Kann sich da die Schweiz nicht zurückziehen? Ohne die absurd unpraktischen Neigezüge war die Reise schöner. Antworten


Andreas Frei

14.12.2008, 14:48 Uhr
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@ Franz Meier; Vermutlich tatsächlich die Hände gebunden! Fragen Sie mich aber nicht warum... Antworten


J. Wicki

14.12.2008, 14:43 Uhr
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@Herr Meier: Angenommen Sie sind dringend auf ihr Auto angewiesen. Dieses ist leider nicht mehr zuverlässig und so beschliessen Sie, ein Neues zu kaufen. Frage: Verschrotten Sie Ihr altes Auto bevor das Neue geliefert wird? Antworten


Robert Herz

14.12.2008, 14:37 Uhr
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Der Cisalpino ist doch mittlerweile ein Kulturbestandteil! Er dient der Entschleunigung des hektischen Alltagslebens und verbreitet ungeahnte Dosen von Italianita! Man muss sich bald schon wundern, dass er nicht mit einem speziellen Zuschlag bedacht wird (Heilverzögerungszuschlag? Oder umgangssprachlicher: Bremsprämie?) Antworten


Franz Meier

14.12.2008, 14:14 Uhr
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... wiese schmeisst die SBB dieses widerlich untaugliche Produkt aus italienischer Kueche wie den Cisalpino nicht aus dem Fahrplan ... dieses Italo-Produkt sorgt seit Jahren nur fuer Probleme ... ist die SBB so blind oder sind ihnen nur die Haende gebunden ??? Antworten



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