Feler, lautter Fehler: Das neue Rechtschreibe-Chaos in der Schule
Die SOK ruft die politisch Verantwortlichen in Bund und Kantonen eindringlich auf, die Rechtschreibereform in den Schulen nicht wie geplant am 1. August 2009 notenwirksam werden zu lassen. «Das amtliche Regelwerk von 2006 und die vorhandenen Lehrmittel sind widersprüchlich und mit Fehlern behaftet», heisst es in einer SOK-Resolution.
Die Resolution wurde am Freitag an einer SOK-Tagung in Zürich einstimmig gefasst. An der Tagung nahmen Sprachwissenschaftler, Chefredaktoren, Korrektoren, Verleger, Lektoren, Schriftsteller sowie Politiker und Mitglieder des Rats für deutsche Rechtschreibung teil. Zugegen waren auch Gäste aus Deutschland und Österreich.
Alte Schreibweisen wieder anerkennen
In der Resolution machen die Teilnehmer ihrer Unzufriedenheit mit dem mittlerweile dritten amtlichen Regelwerk Luft. «Der Rat für deutsche Rechtschreibung packt die anstehenden Verbesserungen nicht zügig genug an.»
Die SOK fordert ein Moratorium für Schule und Verwaltung. Die alten herkömmlichen Schreibweisen müssten wieder anerkannt werden. Auf die Bevorzugung der neuen Schreibweisen sei zu verzichten. Die SOK erklärt sich bereit, bei einer Überarbeitung des Regelwerks 2006 für schweizerische Bedürfnisse mitzuwirken. (mbr/sda)
Erstellt: 05.06.2009, 14:10 Uhr
Schweiz
Schweiz
Meistgelesen in der Rubrik Schweiz
- 1Roger de Weck in der Kritik
- 2Rohe Gewalt als Markenzeichen
- 3300 Einsprachen gegen Bauprojekte – Initianten gehen auf die Barrikaden
- 4Die seltsame Vergabepraxis des Bundesamts für Migration
- 5Möglicher Euro-Austritt: Bund arbeitet an Notfallplan
- 6«Die Schweiz muss intensiver nach Steuerbetrügern fahnden»
































