Feuchtigkeit und Kälte legten Metro Lausanne lahm
Noch vor zwei Wochen hatten die Betreiber stolz bekanntgegeben, dass die Zuverlässigkeit nach 100 Betriebstagen auf 98,7 Prozent gesteigert worden sei. Mit der Pannenserie der letzten Tage fiel der Wert wieder auf 96,5 Prozent, wie die städtischen Verkehrsbetriebe (tl) am Mittwoch mitteilten.
Alleine am Wochenende vom 7./8. Februar stand die Bahn auf grossen Teilen des Metronetzes für 4 respektive 9 Stunden still. Die Fahrgäste mussten deshalb auf viel langsamere Ersatzbusse umsteigen und manchmal aus den Tunnels evakuiert werden.
Grund sind Feuchtigkeit und Kälte
«Wir sind uns bewusst, dass dies für die Fahrgäste unangenehm ist und bitten sie um Entschuldigung», sagte tl-Direktor Michel Joye vor den Medien, bevor die tl-Techniker und die Verantwortlichen der Herstellerfirma Alstom die Gründe für die Pannenserie erklärten.
Ausgelöst wurden die wichtigsten Pannen durch Kälte, Schnee und Regen. Ihren Ursprung hatten sie allesamt in den Teilstücken der Lausanner Metro, die durch offenes Gelände führen und so dem Wetter ausgesetzt sind.
Als anfällig erwies sich dabei unter anderem das Befehlsübermittlungssystem für die vollautomatischen Metrozüge, die kein Fahrpersonal brauchen. Wegen der Feuchtigkeit sammelte sich beispielsweise rund um die Sender Wasser an, gefror und behinderte die Befehlsübermittlung.
Probleme innerhalb der Garantiefrist
Mit Hochdruck arbeite man zusammen mit den Alstom-Ingenieuren an Lösungen für die aufgetretenen Probleme, sagte Joye. Alle Probleme der letzten Wochen seien noch von der zweijährigen Garantiefrist gedeckt. Insofern sei man nicht unglücklich, dass gerade dieser Winter hart sei und die Probleme an den Tag bringe.
Er und sein Team sei aber überzeugt, dass man alle Schwierigkeiten in den Griff kriege und die Metro in absehbarer Zukunft auch dann zuverlässig verkehre, wenn die Fahrgäste am meisten darauf zählten: bei Schlechtwetter. (mbr/sda)
Erstellt: 18.02.2009, 13:50 Uhr
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