Flüchtlingsamt-Chef reist nach Nigeria
Will die nigerianischen Behörden selber informieren: BFM-Chef Alard du Bois-Reymond. (Bild: Keystone )
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Grundsätzlich werden die Mitte März nach dem Tod des Ausschaffungshäftlings eingestellten Rückführungsflüge wieder aufgenommen, wie es in einer Meldung des Bundesamtes für Migration (BFM) heisst. Bereits im Juli ist ein solcher Transport «in den afrikanischen Raum» geplant.
Wann der Flug stattfindet und in welches afrikanische Land dieser führt, wollte BFM-Sprecher Michael Glauser auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA nicht bekannt geben. Nigeria sei nicht das Ziel, denn die Ausschaffungsflüge in dieses Land blieben vorerst eingestellt.
Kantone machen Druck
Die nigerianischen Behörden müssen gemäss dem BFM-Sprecher zuerst über die Hintergründe des Todes des Nigerianers vom 17. März auf dem Flughafen Zürich informiert werden. Dazu will sich BFM-Direktor Alard du Bois-Reymond persönlich ins westafrikanische Land begeben.
Das Bundesamt für Migration hatte nach der Einstellung der Flüge den Kantonen ein Massnahmenpaket zur Verbesserung der Sicherheit bei Zwangsausschaffungen unterbreitet. Diese Vorschläge wurden positiv aufgenommen. Gleichzeitig drängten die Kantone darauf, dass die Rückführungsflüge wieder aufgenommen werden. (cpm/sda)
Erstellt: 28.06.2010, 11:35 Uhr
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