Schweiz

Folgen der Personenfreizügigkeit: Tessiner Grüne wollen es genau wissen

Aktualisiert am 06.12.2009

Für die Grünen ist klar: Die bilateralen Verträge haben zu tieferen Löhnen geführt, besonders im Tessin. Jetzt soll der Bund die Auswirkungen der Personenfreizügigkeit genau untersuchen.

Das Tessiner Parlament soll mittels einer Standesinitiative beim Bund eine Studie zu den Auswirkungen der bilateralen Verträge auf den Südkanton einfordern. Diesen Vorschlag unterbreitete die Tessiner Sektion der Grünen Partei am Sonntag der Staatskanzlei. «Wir möchten, dass das Tessiner Parlament mittels einer Standesinitiative der Bundesversammlung einen Antrag stellt», schreibt die Grüne Partei in der Resolution, die sie am Sonntag der Staatskanzlei unterbreitete.

Die grünen Grossräte Sergio Savoia, Greta Gysin und Francesco Maggi möchten, dass «das Tessin beim Bund eine Studie verlangt, welche auf wissenschaftlicher Basis die wirtschaftlichen und sozialen Auswirkungen der Personenfreizügigkeit und der bilateralen Verträge im Allgemeinen untersucht».

In ihrem Papier schreiben die Tessiner Grünen, dass die «Bilanz der bilateralen Verträge gedämpft» sei für das Tessin: Im Gegensatz zum Rest der Schweiz hätten die Verträge im Südkanton zu rund 15 Prozent tieferen Löhnen geführt als im Schweizer Durchschnitt. (sam/sda)

Erstellt: 06.12.2009, 20:28 Uhr

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