Schweiz

Freisinnige Pläne für eine Energiewende

Aktualisiert am 10.04.2011

Laut einem Zeitungsbericht bereitet die FDP derzeit eine veränderte Energiepolitik vor – mit dem Fernziel einer Schweiz ohne Atomkraftwerke.

Was tun? Präsident Pelli und seine Parteifreunde arbeiten offenbar an einem Energiekonzept. (Archivbild)

Was tun? Präsident Pelli und seine Parteifreunde arbeiten offenbar an einem Energiekonzept. (Archivbild)
Bild: Keystone

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Wie die «SonntagsZeitung» in ihrer aktuellen Ausgabe berichtet, sammelt eine Kommission auf Geheiss von Parteipräsident Fulvio Pelli Vorschläge für eine künftige Energiepolitik der Schweizer Liberalen. Am Mittwoch sollen die Ideen laut dem Bericht intern vorgestellt werden. «Die Schweiz könnte damit ab 2040 ohne Atomstrom auskommen», zitiert die Zeitung Nationalrat Peter Flück aus Brienz.

Ein radikales Konzept habe Nationalrat Ruedi Noser vorgelegt, heisst es in dem Bericht weiter. Mit diesem Modell nach dem Vorbild des US-Bundesstaats Kalifornien würde der Staat den Energiekonzernen vorgeben, wie viel Strom sie pro Jahr absetzen dürfen – etwa mit einem vorgegebenen Ziel zur Minderung. Wer seinen Kunden weniger verkaufe, erhalte dafür einen Bonus, während im gegenteiligen Fall eine Strafzahlung fällig würde.

Ein Bündel von Vorschlägen

Weitere Ideen und Vorschläge innerhalb der FDP nennt Flück laut dem Bericht ebenfalls. Dazu zählten beispielsweise die Verpflichtung der Lieferanten, den Anteil an erneuerbaren Energien jährlich zu erhöhen, ein Ja zum Ausbau der Grimsel-Staumauer, Kostenwahrheit beim Atomstrom und die Entfernung von Technologien und Geräten wie Elektrowiderstandsheizungen, die besonders viel Strom verbrauchen.

Dass der Glaube an eine Zukunft der Kernkraft bröckelt, zeigen Äusserungen von Parteichef Fulvio Pelli. «Nach Japan ist realistischerweise ein Konsens für den Neubau von Kernkraftwerken nicht mehr gegeben; sogar der AKW-Hersteller Siemens prüft den Ausstieg», zitiert die «SonntagsZeitung» ihn in einem Interview, «Aufgabe der Politik ist es nun, neue Szenarien zu prüfen». (raa)

Erstellt: 10.04.2011, 14:26 Uhr

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