Schweiz

Fünf Patienten in der Schweiz in Abklärung – Bundesamt besorgt

Aktualisiert am 27.04.2009 106 Kommentare

In der Schweiz werden derzeit fünf mögliche Fälle von Schweinegrippe untersucht. Alle wiesen nach der Rückkehr von Mexiko grippeähnliche Symptome auf. Gesundheitsdirektor Thomas Zeltner äussert sich besorgt.

Dies sagte Jean-Louis Zürcher, Sprecher des Bundesamts für Gesundheit (BAG). Die Patienten hatten sich nach einem Aufruf des BAG vom Samstag beim Arzt gemeldet. Alle wiesen nach der Rückkehr von Mexiko grippeähnliche Symptome auf, sagte Zürcher. Ob es sich aber um Schweinegrippe handle, sei indes noch völlig unklar.

Auf Pandemie gut vorbereitet

Gesundheitsdirektor Thomas Zeltner hat sich im Tagesgespräch von Schweizer Radio DRS besorgt über die Schweinegrippe geäussert. Was ihn positiv stimmt: Die Schweiz sei auf eine mögliche Pandemie noch nie so gut vorbereitet gewesen.

Drei Dinge am neuen Virus stimmen den Chef des Bundesamts für Gesundheit (BAG) nachdenklich: Die Neuartigkeit des Virus, die Übertragbarkeit von Mensch zu Mensch sowie die Tatsache, dass auch gesunde Menschen mittleren Alters erkranken.

Gleichzeitig wies Zeltner darauf hin, dass die Welt noch relativ wenig über die Grippe wisse. «Es ist noch zu früh, die Gefährlichkeit des Virus zu beurteilen.» Insbesondere stelle sich die Frage, wieso die Fälle in den USA bisher glimpflich abgelaufen seien, während in Mexiko mehrere Leute starben. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) kläre derzeit die Lage ab.

Verhalten wie sonst bei einer Grippe

Menschen, die aus Mexiko in die Schweiz einreisen und Grippesymptome oder Fieber zeigten, sollten sich laut Zeltner an einen Arzt wenden. Dies am besten telefonisch, damit im Falle einer Infektion das Virus nicht in der Praxis verbreitet werde. Der Arzt könnte dann einen Hausbesuch machen, oder der Patient könne im Verdachtsfall direkt in ein Spital auf eine Isolierstation gebracht werden.

Weiter empfahl Zeltner Vorsichtigen Schutzmassnahmen wie bei einer Grippe: Händewaschen, mit den Händen nicht ins Gesicht zu fahren und beim Niesen Taschentücher zu nutzen. Zudem sollte man sicherheitshalber pro Haushalt eine Schutzmaske anschaffen. Diese Empfehlung gelte seit der Vogelgrippe-Gefahr und nun auch angesichts der Schweinegrippe.

Warten auf die WHO

Auch was die Vorsichtsmassnahmen in der Schweiz angeht, verwies Zeltner auf die WHO. Gegenwärtig seien keine weitere Massnahmen nötig. Am Dienstag werde das Expertengremium erneut tagen. Spreche die WHO neue Empfehlungen aus, ändere sich die Lage der Schweiz. Auch die Reisewarnungen stünden dann zur Disposition.

Zeltner äusserte sich positiv über die Vorbereitungen in der Schweiz. «Wir sind so gut vorbereitet wie noch nie», sagte er. Die Kooperation zwischen WHO, EU, Bund und Kantonen habe vorbildlich funktioniert.

(sam/vin/sda/ap)

Erstellt: 27.04.2009, 16:20 Uhr

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106 Kommentare

Hans Kurz

27.04.2009, 17:33 Uhr
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Meinen besten Dank an den Tagesanzeiger, dass er nicht vom "TODESVIRUS" schreibt. Ich bemitleide inzwischen alle die voller Panik mit einer "Schnuddernase" ins nächste Spital rennen und meinen sie haben noch etwa eine Woche zu leben. Antworten


Rolf Schlumpf

27.04.2009, 18:58 Uhr
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@ Vaness Arn... Ich gebe Ihnen Recht, der Sarkasmus einiger Schreiberlinge hier stört mich auch. Schlussendlich sterben trotz allem Menschen an dem Virus (wenn auch nicht hier). Natürlich wirkt das Ganze trotzdem irgendwie *aufgepauscht*. So gesehen: Einfach mit gesundem Menschenverstand handeln und die Sache wird ausgestanden sein. Antworten



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