Schweiz

Fulvio Pelli träumt von 20 Prozent

Aktualisiert am 17.10.2009

Der FDP-Präsident gibt sich an der heutigen Delegiertenversammlung ehrgeizig. Er treibt seine Parteifreunde an – und sagt ihnen, wie sie sein hohes Ziel erreichen.

«Herkulesaufgabe»: Jeder Fünfte soll FDP wählen, wünscht sich Fulvio Pelli.

«Herkulesaufgabe»: Jeder Fünfte soll FDP wählen, wünscht sich Fulvio Pelli.
Bild: Keystone

Rund zwei Jahre vor den nächsten eidgenössischen Wahlen schwört FDP-Präsident Fulvio Pelli seine Parteifreunde bereits auf den Wahlkampf ein. «Jeder der kommenden 750 Tage ist Wahlkampf», rief Pelli am heutigen Samstag den 280 Delegierten in Stans zu.

Pelli hat Grosses vor mit der freisinnig-liberalen Partei, die bei den letzten Wahlen noch auf einen Wähleranteil von 17,7 Prozent kam: «Wir wollen 2011 nicht nur gewinnen, sondern auch etwa 20 Prozent der Wählerstimmen erreichen», sagte der Tessiner Nationalrat.

Jeder soll täglich einen Wähler überzeugen

Pelli räumte ein, dass es sich hierbei um eine «Herkulesaufgabe» handle. Jeder einzelne Delegierte sei gefordert: «Überzeugt jeder von uns hier täglich eine Wählerin oder einen Wähler, gewinnen wir 2011», versprach Pelli.

Als «Hauptgegner» der FDP sieht Pelli die SP. «Als Panzerknacker der Nation wollen die Sozialdemokraten die Schuldenbremse aushebeln», kritisierte Pelli. «Das Geld anderer Leute gibt die Linke generös aus.» Die SP versuche die ins Lot gebrachten Bundesfinanzen durch eine «fatale Schuldenwirtschaft» zu ersetzen. «Doch wir wissen: Die Schulden von heute sind die Steuern von morgen», sagte Pelli. «Weder wir noch unsere Kinder wollen mehr Steuern für linke Hirngespinste bezahlen.»

Kritik an der CVP, Sympathie für die SVP

Hart ins Gericht ging der Parteipräsident auch mit der CVP. «Der Homo CVP orientiert sich an einem auf dem Rücken liegenden C, das zwischen linkem und rechtem Rand hin und her pendelt.» Die Wahl des FDP-Manns Didier Burkhalter in den Bundesrat habe gezeigt, dass es sich lohne, keine Kompromisse nach links oder rechts zu machen.

Mit der SVP möchte Pelli insbesondere in Finanzfragen weiterhin zusammenarbeiten. Andererseits warf er der Volkspartei vor, «die Schweiz immer mehr unter einer Käseglocke» zu ersticken. Gegenüber Reformen sei die SVP zu wenig aufgeschlossen, «da sind wir die Speerspitze», sagte Pelli. (oku/sda)

Erstellt: 17.10.2009, 12:58 Uhr

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