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Fundamental christlicher Kampf gegen Minarette

Von Christian von Burg. Aktualisiert am 15.10.2009

Wer nicht gegen den Bau von Minaretten opponiere, sei kein Christ, sagen gewisse Christen. Die Landeskirchen lehnen die Initiative jedoch klar ab.

Christen stimmen der Initiative zu – das denken einige religiöse Personen. Damit sind sie jedoch in der Minderheit.

Christen stimmen der Initiative zu – das denken einige religiöse Personen. Damit sind sie jedoch in der Minderheit.
Bild: Keystone

Gegen den Bau von Minaretten sind zunehmend auch christliche Stimmen zu hören. Daniel Zingg etwa, EDU-Mitglied aus Langenthal und engagiertes Mitglied der Freien Evangelischen Gemeinde ist auf Vortragstour quer durch die Schweiz. Ebenfalls von der EDU organisiert sind die öffentlichen Auftritte des aus Israel stammenden Avi Lipkin, der den Islam als globale Bedrohung darstellt.

Berner Muslime haben gestern Strafanzeige gegen ihn wegen «volksverhetzerischer Rassendiskriminierung» eingereicht. Die aufgeheizte Stimmung bekommen auch christliche Politiker zu spüren, die sich gegen die Initiative engagieren. Die Zürcher CVP-Nationalrätin Barbara Schmid-Federer etwa wurde in zahlreichen Mails und Telefonaten darauf aufmerksam gemacht, «dass sie als Christin dieser Initiative zustimmen» müsse, sonst sei sie eben keine Christin.

Diese Stimmen sind allerdings nicht in der Mehrheit. Insbesondere unter Katholiken ist die Ablehnung der Initiative gemäss einer TA-Umfrage grösser als beim Durchschnitt. Dies dürfte darauf zurückzuführen sein, dass die Katholiken vielerorts bis vor nicht allzu langer Zeit selber um das Recht auf Religionsfreiheit kämpfen mussten. Die Landeskirchen und selbst die grossen Verbände der Freikirchen lehnen die Initiative klar ab. (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 15.10.2009, 08:04 Uhr

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