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Gefährlicher Andrang auf Monte-Rosa-Hütte

Die spektakuläre neue Monte-Rosa-Hütte ob Zermatt zieht Touristen und Architekturbewunderer in Scharen an. Die meisten unterschätzen jedoch den hochalpinen Zustieg. Die Zahl der Unfälle nimmt stark zu.

Unterschätzt: Turnschuhtouristen steigen in Unkenntnis des anspruchsvollen Aufstiegs und des fehlenden Luxus zur Monte-Rosa-Hütte ob Zermatt.

Unterschätzt: Turnschuhtouristen steigen in Unkenntnis des anspruchsvollen Aufstiegs und des fehlenden Luxus zur Monte-Rosa-Hütte ob Zermatt.
Bild: Martin Ruetschi/Keystone

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Das ETH-Projekt Monte-Rosa-Hütte

Das ETH-Projekt Monte-Rosa-Hütte
Im März ist die neue SAC-Hütte eröffnet worden. Schon jetzt findet eine Ausstellung über das Projekt im ETH-Zentrum statt.

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Der Blick drückt nackte Angst aus. Die ältere Frau klammert sich an ihren Wanderstöcken fest und balanciert zwischen zwei Gletscherspalten über einen Grat. Sie befindet sich auf dem Normalanstieg zur neuen Monte-Rosa-Hütte ob Zermatt. Die exklusivste Gebirgsunterkunft der Alpen liegt auf 2883 Meter Höhe – umgeben von Gletschern und Felsabbrüchen.

Wer sie erreichen will, benötigt vernünftigerweise Steigeisen, denn der Zugang über den zerrissenen Gornergletscher ist nicht ohne. Der Grossteil der Tagesausflügler und Architekturinteressierten, die oft mit Müh und Not in drei bis vier Stunden von der Bahnstation Rotenboden zur Hütte gelangen, kennt eine solche Ausrüstung jedoch bestenfalls vom Hörensagen.

Sturz in Gletscherspalte

«Die meisten Tagestouristen unterschätzen den Hüttenanstieg», sagt Bruno Jelk, Rettungschef von Zermatt. Er und seine Crew mussten in den Sommermonaten bereits über zwanzig Mal mit dem Helikopter verletzte oder erschöpfte Wanderer vom Hüttenweg bergen. Früher sei das selten der Fall gewesen. Der schlimmste Unfall ereignete sich vor zehn Tagen, als ein Mann ohne Steigeisen ausrutschte und in eine Gletscherspalte fiel. Er liegt noch immer schwer verletzt im Spital. Ansonsten musste Jelk ausrücken, weil sich Wanderer den Fuss gebrochen oder verstaucht hatten – oder weil sie aus lauter Erschöpfung nicht mehr vom Fleck kamen. Auch Hüttenwartin Manuela Brantschen erzählt von Touristen, die nach der Ankunft in der Hütte keinen Fuss mehr auf den Gletscher setzen wollten und ausgeflogen werden mussten. Sind sie nicht Gönner der Rettungsflugwacht oder sonst ver-sichert, kann ein solcher Flug bis zu 3000 Franken kosten.

«Für einen Tagesausflug ist der anspruchsvolle Hüttenweg eigentlich zu weit», sagt Jelk. Er empfiehlt eine Zweitagestour mit Übernachtung, Steigeisen – und für unerfahrene Wanderer einen Bergführer. Laut Jelk sind viele Touristen mit alten Karten ausgerüstet, auf dem der Hüttenweg als leicht angegeben sei. Wegen des rasanten Gletscherschwunds habe sich der Gletscher jedoch abgesenkt, wodurch die Route steiler wurde. «Wenn die Hüttenverantwortlichen weiterhin Tagestouristen wollen, müssen sie sich etwas einfallen lassen», sagt Jelk. Das Beste wäre laut ihm ein neuer Hüttenweg, der weiter oben den dort relativ flachen Gletscher quert. «Führt der Weg weiterhin am bestehenden Ort über den Gletscher, bleibt das eine permanente Baustelle», sagt Jelk.

Übernachtungen verdoppelt

Vom Ansturm überrascht wurde die Besitzerin der Hütte, die SAC-Sektion Monte Rosa. Seit die Hütte im März eröffnet wurde, haben in ihr 9000 Personen übernachtet. Bis Ende Jahr werden es deutlich über 10'000 sein. In der alten Hütte nächtigten jeweils 5000 bis 6000 Personen pro Jahr. «Wir haben nie mit so vielen Leuten gerechnet», sagt dazu der Hüttenverantwortliche Philippe de Kalbermatten.

Über viele von ihnen schüttelt er allerdings den Kopf. «Man sieht Touristen in kurzen Hosen und Turnschuhen über den Gletscher laufen», sagt er. Viele von ihnen beschwerten sich anschliessend, dass der Weg zu anspruchsvoll sei und man nicht explizit vor dem Gletscher gewarnt werde. So tat es der Wanderer, der sich mit seinem über 70-jährigen, an Parkinson erkrankten Vater in sieben Stunden zur Hütte schleppte.

«Wie viele Parkplätze gibt es?»

«Der Weg ist mit weiss-blauen Markierungen als hochalpine Route markiert und am Beginn steht eine Warntafel», sagt de Kalbermatten. Von einem neuen, höher gelegenen Weg hält er nichts: «Das würde den Anstieg nochmals um bis zu zwei Stunden verlängern.»

Das Hüttenpersonal arbeitet derweil am Anschlag. Die zuvorkommende Hüttenwartin Manuela Brantschen und ihre sechs Leute können den täglichen Ansturm kaum bewältigen. Brantschen bedauert es, dass sie und ihr Mann viel Zeit für die Kinderkrankheiten der neuen Hütte aufwenden müssen und deshalb gelegentlich zu wenig Zeit für die Gäste hätten. Nebenbei beantwortet sie täglich über 20 Mails – mit teils abstrusen Fragen. «Die Leute wollen wissen, wann die letzte Gondel von der Hütte ins Tal fährt und wie viele Parkplätze es vor der Hütte hat», sagt sie.

Informationskampagne geplant

Viele Touristen übernachten das erste Mal in einer SAC-Hütte und erwarten Hotelkomfort. Manche beschweren sich, dass es am Abend nur ein Menü gibt oder dass Duschtücher fehlen. Sie übersehen, dass Duschen in einer SAC-Hütte auf dieser Höhe die absolute Ausnahme sind.

Die Sektion Monte Rosa will nun Gegensteuer geben. «Wir starten eine Informationskampagne», sagt Philippe de Kalbermatten. Man müsse noch klarer kommunizieren, dass die Hütte im Hochgebirge stehe. Alle Beteiligten sind froh, dass die erste Sommersaison bereits am 24. September vorbei ist. Bis Mitte März wird danach nur der 12-plätzige, unbewartete und ungeheizte Winterraum geöffnet sein. Touristen, die sich dann noch zur Hütte hoch wagen, dürften definitiv einen Kulturschock erleiden. (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 06.09.2010, 06:11 Uhr

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34 Kommentare

Heinz Trabert

11.09.2010, 22:49 Uhr
Melden 1 Empfehlung

Habe die Hütte am 5. September 2010 besucht. Die Leitern zum und vom Gornergletscher erfordern Aufmerk-samkeit und Kondition. Die Traversierung übers Eis ist mit Steigeisen kein Problem. Der Übergang vom Grenzgletscher in die Fels- und Schuttmassen der Moräne hinauf zur alten und neuen Hütte ist nicht ganz einfach. Die Markierungen auf dem Eis und im Fels sind gut und hilfreich. Antworten


Beatrice Hohl

08.09.2010, 17:54 Uhr
Melden 2 Empfehlung

In den Nachrichten beim Bau der Hütte hat man ja Bilder gesehen, wie man die Materialien auf die Hütte transportiert. Ich wandere viel aber man sollte auch die Markierungen als Wanderer vorher studieren, wenn man so etwas machen will. Die Touren muss man zuerst für die eigen Kondition überprüfen. Ich würde so gerne dort hinaufwandern, aber leider ist es nichts für mich mit Steigeisen etc. Antworten


Werner Rothweiler

07.09.2010, 18:47 Uhr
Melden 1 Empfehlung

Auf unserer Fahrt nach Zermatt lag auf jedem Sitzplatz der Bahn ein Prospekt der Gornergratbahn, der den Besuch der MRH als zweieinhalb stündige Wanderung anpreist. Im Tourismusbüro lag der gleiche Prospekt auf (23.08.2010). Auf meine Frage, warum Prospekte mit falschen Angaben aufliegen, erhielt ich zur Antwort: Weil wir die eben noch haben!!! Antworten


Peter Weierstrass

07.09.2010, 14:42 Uhr
Melden 1 Empfehlung

Die Berge sind kein Ponyhof. Daran sind aber all die Outdoorartikel-Hersteller nicht ganz unschuldig. Von allen Plakatwänden schreit es hinunter: Wenn du unsere Jacken kaufst, kannst du jedem Wetter trotzen. Aber Gletscher-Erfahrung lässt sich nicht kaufen. Bei der örtlichen SAC-Sektion fragen, was Wandern auf einem Gletscher wirklich bedeutet, kostet ja nichts... Antworten


Stefan Flüeler

07.09.2010, 00:37 Uhr
Melden 4 Empfehlung

Es ist nie sehr angenehm, Opfer des eigenen Erfolgs zu werden. Der SAC sollte sich aber auch ein wenig an der eigenen Nase nehmen. Er hat die neue Hütte im Vorfeld selber reichlich gehyped, als 'architektonischen Meilenstein' und 'umwelttechnisches Meisterwerk'. Der Ansturm wird sich jedoch wieder legen, denke ich, und in ein paar Jahren werden die Alpinisten die Hütte wieder ganz für sich haben. Antworten


Hans Ott

06.09.2010, 21:19 Uhr
Melden 2 Empfehlung

Nun ja, wir völlig unerfahrene Bergwanderer sind soeben zurück von einer eintägigen Hin- und Rückwanderung zur Monterosa-Hütte, mit Bergführer, Steigeisen und brav angeseilt über den Gletscher - wobei wir uns doof vorgekommen sind, denn die Walliser gehen ohne Steigeisen mit kleinen Kindern und Turnschuhen über den Gletscher. Presse- und Radioberichte (DRS3) waren sowieso falsch und verharmlosend Antworten


hansueli stäffe

06.09.2010, 19:08 Uhr
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klar wenns im tv kommt, wird erwatet das es ein vergnügungspark ist wo eine achterbahn hochfährt,und man noch ein par gummibärchen krieg von einem maskotchen. also dann, willkommen in der wirklichkeit. Antworten


Gianni Mazzone

06.09.2010, 18:52 Uhr
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Nun ja, das ist das Resultat einer sehr schlechten bis überhaupt keinen Vor-Analyse der ganzen Situation (Analyse Projekt usw.) Die Heimischen Bergführer aus Zermatt wussten schon von Anfang an wo das alles Hinführt, leider durften sie überhaupt keine Erfahrungswerte, trotz mehrmaliger Nachfrage einbringen. Nun die Hütte ist erbaut, jedoch sollte sich so ein Beispiel nie und nimmer wiederholen. Antworten


Paul Thürig

06.09.2010, 18:37 Uhr
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Würde mich nicht verwundern,wenn unter den Verletzten Touristen darunter befanden,welche blos mit Turnschuhen"ausgerüstet" waren... Antworten


Rainer Bugow

06.09.2010, 18:00 Uhr
Melden 2 Empfehlung

Wir haben im August die Monte Rosa Hütte nach zwei Jahren wiederholt besucht und hatten eher aus Routine Steigeisen dabei. Der Weg hat sich doch extrem verändert. Um unerfahrenen Wanderern zu helfen, wäre konkret eine Informationstafel mit Warn - und Ausstattungshinweisen an der Station Rotenboden sehr nützlich. Antworten


Markus Rohr

06.09.2010, 17:48 Uhr
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Vielleicht müsste man Googlemaps auch einmal mitteilen, dass sie neben der richtigen auch eine falsche Hütte als Monte Rosa Hütte SAC angeben. Logisch kommen da so seltsame Mails mit Fragen nach Parkplätzen usw. Ist ja nicht jeder Tourist so schlau, sich auch andersweitig zu informieren. Antworten


Rolf Ackermann

06.09.2010, 14:54 Uhr
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Damit es jeder versteht: SAC steht für "Schweizerische Alpen Club". Wenn der SAC eine Hütte baut, dann sind diese für Wanderer gedacht und nicht für Spaziergänger. Antworten


Bruno Hochuli

06.09.2010, 14:28 Uhr
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Vor dem Einstieg zur Monte Rosa Hütte, muss wohl eine strenge Kontrolle durchgeführt werden. Sonst werden noch mehr Selbstüberschätzer verunglücken. Es wird auch hier immer schlimmer. Antworten


Macel Bart

06.09.2010, 13:40 Uhr
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@Looser So schwierig ist es dann doch wieder nicht. Die Route ist auf dem Gletscher gut markiert. Mit Kondition, Trittsicherheit und Ausrüstung (Steigeisen, Stöcke) ist der Aufstieg bei gutem Wetter problemlos zu machen. Wer unsicher ist, soll sich einen Bergführer nehmen. Antworten


Rolf Baumann

06.09.2010, 13:20 Uhr
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@Bremser: Stimmt, das ist bestimmt ein Verschwörung der Oberländer gegen die Unterländer, da muss sofort eingegriffen werden! Ghaddaffi hat ja die Idee einer Teilung der Schweiz ja schon lanciert, dann können diese bösen Oberländer uns nicht mehr auf der Tasche liegen! Antworten


Markus Weber

06.09.2010, 12:33 Uhr
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Dummheit kennt bekanntlich keine Grenzen. Nur schon beim Wort "Gletscher", sollte bei allen Hobbywanderen die Alarmglocken läuten. @Bremser: Gefährlich? Gefährlich ist nur die Dummheit derjenigen, denen es an Eigenverantwortung mangelt. SAC-Hütten sind - mit wenigen Ausnahmen - für Bergsteiger gedacht und nicht für Tagesausflügler und Wanderer. Antworten


Franz Harman

06.09.2010, 12:31 Uhr
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Die Hütte ist laut, hellhörig und das Klo funktioniert selten .... und stinkt barbarisch!! Antworten


Daniel Andres

06.09.2010, 12:27 Uhr
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Ich habe gestern (als 73-Jähriger) einen Teil des Wegs zurückgelegt, bin aber kurz vor dem Gletscher umgekehrt. Notabene mit guten Schuhen, aber es ist doch ein langer Weg und für Ungeübte und schlecht Trainierte anstrengend. Was an Kommentaren hier abgegeben wird,ist grossen Teils hanebüchen bis entsetzlich. Antworten


Aschy Furrer

06.09.2010, 12:25 Uhr
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Man muss sich auch die Frage stellen, in welche Richtung sich der SAC eigentlich entwickeln will und soll. Eine Hochgebirgssektion baut ein "Pseudohotel" als Turnschuhtouristenmagnet in exponierter Lage, derweil sich die "bösen Flachländersektionen" gegen den ewigen Ausbau wehren. Wie erholsam - an einem Bergwochenende in einsamer Gegend dem pausenlosen Brummen der Hubschrauber zuzuhören... Antworten


Inge Looser

06.09.2010, 11:56 Uhr
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Auch wir ,berg- aber nicht Gletschererprobt, wollten die neue Monte-Rosa-Hütte besuchen. Die Website hat anfangs nicht darauf hingewiesen, dass hier eine spezielle Gletscherausrüstung erforderlich ist. Nach umfangreichen Recherchen auf anderen Webseiten haben wir diese Informationen erhalten und erst einmal vom Besuch Abstand genommen. Zeigen Sie doch Bilder vom Weg über den Gletscher. Antworten


Christoph Bremser

06.09.2010, 11:20 Uhr
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Gefährlich für alle Beteilligten und niemand unternimmt etwas. Die Versuchung, durch zusätzliche Heliflüge bei Rettungs- und Talflügen noch etwas zu verdienen, ist halt zu gross. Der Unterländer, die perfekte Kuh zum melken. Vielleicht sollte man die Umverteilungen von der Stadt ins Oberland kürzen ? Antworten


Franz Müller

06.09.2010, 10:56 Uhr
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Ich war diesen Sommer auf der Monte Rosa Hütte und muss sagen, der Gletscherweg ist ziemlich gefährlich. Als erfahrener Bergwanderer war ich vom Schwierigkeitsgrad doch sehr überrascht. Vor rund 15 Jahren konnten auch Turnschuhtouris den relativ flachen Gletscher problemlos überqueren. Heute ist der Gletscher zerfurcht und es geht aufwärts und abwärts, ohne Steigeisen besteht akute Unfallgefahr! Antworten


peter paradise

06.09.2010, 10:53 Uhr
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was soll denn an turnschuhen so falsch sein?himalya-sherpas tragen die kisten in gummi-latschen hoch...... Antworten


Charlotte Woerner

06.09.2010, 10:41 Uhr
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Marco Lardi: die Huette ist kein Fiasko - wieviele andere Huetten weisen 64% Selbstversorgung auf? Es waere ja super wenn eines Tages andere Berggasthaeuser und Huetten ebensoviel selbstversorgend waeren. Und bei Normalbelegung muesste der Heli wohl auch nicht soviel fliegen. Pionierprojekte starten in Kinderschuhen, koennen verbessert werden. Denken Sie auf der positiven Seite statt mieszumachen. Antworten


Marco Lardi

06.09.2010, 09:34 Uhr
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Dass man nun verwundert über die vielen Turnschuhtouristen ist, verwundert mich nicht. Das Projekt wurde als ETH Vorzeigeobjekt von den Zeitungen hochgejubelt und der ganzen Bevölkerung schmackhaft gemacht. Zwischenzeitlich wissen wir, dass sich die ETH ein Fiasko damit eingehandelt hat und der Selbstversorgungsgrad nur 64% beträgt und ein Helikopter alle zwei Tage Material hochfliegt. Antworten


Ulrich Scheidegger

06.09.2010, 09:29 Uhr
Melden 1 Empfehlung

Die Medien provozieren natürlich auch ein solcher Run auf ein solches Objekt -zB das TV. Aus der Sicht der Helikopter sieht doch von oben alles so flach und einfach aus. Dazu lockt doch die hochmoderne Technik dieser Hütte und nicht zuletzt auch noch der falsche Ehrgeiz ungeübter Berggänger. Letztlich stellt sich aber die Frage, wie aufgeklärt solche Bergänger sind, oder ob es die Dummheit ist? Antworten


angelika steiner

06.09.2010, 08:56 Uhr
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alles ist möglich - wo liegen die grenzen des machbaren? propagandas für naturschutzgebiete, attraktive bauten, locken auch "unbergige" Leute an. Ich finde es schade, dass heute alles Extrem gestaltet werden muss. Aber die Haltung, dass mit Geld alles gekauft werden kann, ist im heutigen Zeitalter eben da. Wollen wir, dass die Natur natur bleiben darf, wo es gut ist, müssen wir verzichten lernen. Antworten


Erich Brunner

06.09.2010, 08:21 Uhr
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SAC Hütten sollen weiterhin vorallem für Berggänger zugänglich sein. Wenn man jede SAC Hütte zum 5Sterne SPA ausbaut, kann man ja gleich mit der Gondel auf den Titlis oder Pilatus. Jedem das seine und SAC Hütten sind nun mal nicht für Turnschuh-mit-kurzen-Hosen Touristen. Aber eben, Dummheit kann man eben auch mit Warnschildern nicht aufhalten ! Antworten


Jürg Storrer

06.09.2010, 07:54 Uhr
Melden 1 Empfehlung

.....fehlt nur noch die Information, ob die Hütte einen Hotspot hat, um während der einen Nacht im Hochgebirge mit dem mitgeschleppten Laptop die Mailbox abrufen zu können. Antworten


Rolf Mahrer

06.09.2010, 07:54 Uhr
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Die Monte-Rosa Hütte ist in erster Linie für Bergsteiger vorgesehen, so ist sie Ausgangspunkt für die Besteigung der Dufour-Spitze. Aufgrund des Andrangs der "Touristen" finden mittlerweile nicht einmal Bergführer mit ihren Gästen Platz. Dies war wohl nicht die Absicht der Erbauer... Antworten


Mari Wunderli

06.09.2010, 07:52 Uhr
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unglaublich! Am Start die Leute abfangen- eine bemannte Info Stelle wo man sich anmelden muss, evtl Ausrüstung kontrollieren und die Leute genau informieren über was sie erwartet.- kommt immer noch billiger als Verunglückte retten. Irgend etwas stimmt hier nicht- weshalb hat man den ganzen Sommer abgewartet? Antworten


Eduard J. Belser

06.09.2010, 07:42 Uhr
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Heute wäre es ein Leichtes, sich im Internet ein Bild von der Lage der Hütte und vom anspruchsvollen Weg dorthin zu verschaffen. Es bräuchte dann aber auch die Einsicht darauf zu verzichten, wenn man zu wenig fit und ungenügend ausgeüstet ist. Dazu sind aber viele zu uneinsichtig. Da sind die CHF 3'000.- der REGA als "Dummheits-Steuer" noch viel zu wenig. Antworten


Barbara Grunder

06.09.2010, 07:25 Uhr
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Gute Berg/Kletterausrüstung kostet Geld. Brauchen wir jetzt schon 1 "Bergpolizei" weil die lieben "Touris" sich vorab nicht informieren.Jedes Jahr hat es XX Verunfallte in den Bergen, die von der REGA etc wieder rausgeholt werden müssen. Jedes Hotel, jedes Touristenbüro-/Verein gibt Auskunft, jeder Bergführer gibt Auskunft. Im Internet könnte man sich ebenfalls informieren, so man will. Antworten


Fred Büchi

06.09.2010, 07:20 Uhr
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Das ist eine der Folgen der falschen Politik des SAC, dem es zur Entlastung der Hüttenkasse in erster Linie um mehr Uebernachtungen geht. Auch die Mitgliederzahl musste erhöht werden, was zwangsläufig mehr mit der Materie nicht vertraute Menschen anzieht. Eine Informationskampagne in bezug auf Risiken müsste intelligenterweise vor Eröffnung solcher Hütten stattfinden. Qualität ist nicht Quantität. Antworten



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