Gegner der Waffeninitiative holen auf
Aktualisiert am 02.02.2011 190 Kommentare
Befürworter und Gegner der Waffeninitiative
showpercent
Quelle: gfs.bern
Bildstrecke
Bildstrecke
Artikel zum Thema
- Waffeninitiative spaltet die bürgerlichen Parteien
- «Schützen und Sammler sind sehr wohl betroffen»
- Umstrittene Mittel im Abstimmungskampf
- Das Millionengeschäft mit dem Obligatorischen
- Die Waffen echter Männer
- Am Bellevue brachen Menschen zusammen
- «Die Polizei muss bei Verdacht sofort handeln»
- «Die Orientierungskrise der Armee hat sich verschärft»
Das Stimmvolk hätte die Waffenschutzinitiative zwei Wochen vor der Abstimmung knapp angenommen: mit 47 Prozent Ja zu 45 Prozent Nein bei 8 Prozent Unentschlossenen. Die Gegner haben aber im Abstimmungskampf deutlich aufgeholt, wie die neueste SRG-Umfrage zeigt.
Die Gegner der Initiative haben gegenüber der ersten Befragung von Anfang Januar um 6 Prozent zugelegt. Damals wollten nur 39 der Befragten ein Nein in die Urne legen, während 52 Prozent Ja stimmen wollten. Die SRG SSR publizierte die zweite Umfrage des Forschungsinstituts gfs.bern.
Den Hauptgrund für die erstarkte Gegnerschaft sehen die Politikwissenschaftler von gfs.bern in der Mobilisierung im rechten politischen Spektrum. Vor allem im ländlichen Raum hätten die Gegner deutlich zugelegt, während die Zustimmung in städtischen Gebieten unverändert hoch geblieben sei.
Sinneswandel bei den FDP-Wählern
An der Basis der Parteien haben vor allem die Wählerinnen und Wähler der FDP einen Sinneswandel durchgemacht: Wollten Anfang Januar noch 44 Prozent die Vorlage annehmen und 48 Prozent ablehnen, zählten sich in der zweiten Umfrage nur noch 34 Prozent zu den Befürwortern, aber 59 Prozent zu den Gegnern.
Bei den anderen Parteien haben sich die Stimmabsichten eher gefestigt. 84 Prozent der SP-Wählerschaft wollen nun ein Ja in die Urne legen - bei der ersten Befragung waren es 77 Prozent. Bei den Grünen wollen ebenfalls 84 Prozent (88 Prozent im Januar) Ja stimmen. Von der SVP-Basis sagen 74 Prozent Nein gegenüber 71 Prozent im Januar.
Noch immer gespalten sind die Meinungen in der CVP: 43 Prozent sagen Ja und 46 Prozent Nein. Damit ist das Nein-Lager gleich gross wie Anfang Jahr, während das Ja-Lager 2 Prozent verloren hat.
Graben zwischen den Geschlechtern
Nach wie vor besteht in Bezug auf die Waffen ein Geschlechtergraben - wenn er auch etwas schmaler geworden ist: 55 Prozent der Frauen, aber lediglich 39 Prozent der Männer wollen mit ihrem Votum an der Urne dafür sorgen, dass die Armeewaffe nicht mehr zuhause im Kleiderschrank aufbewahrt werden darf.
Bei der ersten Befragung wollten 67 Prozent der Frauen und 44 Prozent der Männer Ja stimmen. In den Sprachregionen hat der Abstimmungskampf unterschiedliche Spuren hinterlassen. Während die Romands ihrer Linie treu bleiben und nach wie vor mehrheitlich Ja stimmen wollen, haben Deutschschweizer und Tessiner einen Meinungswandel durchgemacht. Beide wollen die Vorlage neuerdings ablehnen, nachdem sie sich Anfang Jahr noch mehrheitlich für ein Ja stark gemacht hatten.
Keine Aussage zum Ständemehr
Der Ausgang der Abstimmung ist laut gfs.bern nach wie vor offen. Am plausibelsten ist gemäss Einschätzung der Wissenschaftler, dass sich der Nein-Trend fortsetzt. Es sei jedoch auch denkbar, dass Schlusskampagnen der einen oder anderen Seite die Meinungen noch beeinflussten oder dass Unschlüssige nicht zur Urne gingen.
Die Vorlage könnte ungeachtet des Volksmehrs auch am Ständemehr scheitern. Diese Frage konnte mit der Befragung allerdings nicht geklärt werden, da die Fallzahlen nicht ausreichen. Befragt wurden 1209 Stimmberechtigte vom 24. bis 29. Januar 2011. Der statistische Fehlerbereich bei der gesamten Stichprobe beträgt /-2,9 Prozent.
Hinter der Initiative «Für den Schutz vor Waffengewalt», über die am 13. Februar abgestimmt wird, steht eine Allianz aus Parteien, Frauenverbänden, Kirchen, Friedensorganisationen und Gewerkschaften. Bundesrat und Parlament empfehlen sie zur Ablehnung. (miw/sda)
Erstellt: 02.02.2011, 17:38 Uhr
Kommentar schreiben
190 Kommentare
Die Ereignisse im südöstlichen Ausland zeigen, wie unbewaffnete Leute behandelt werden. Dort sind es verbrecherische Diktatoren die prügeln und schiessen lassen. In der Schweiz haben wir von der Regierung sicher nichts zu befürchten, müssen aber immer mehr mit bewaffneten Besuchern rechnen, Kriminelle geben ihre Berufswerkzeuge bestimmt nicht weg. Wer sich entwaffnen lässt wird zum Subjekt. Antworten
Klares NEIN zur Entwaffnungsinitiative. Frauen, die heute für die Entwaffnung sind (und nebenbei das Sportschützenwesen zerstören) wären in den kommenden Krisenzeiten vielleicht froh, wenn die Männer sie und ihre Kinder mit der Waffe beschützen können (siehe Zustände Argentinien, Tunesien etc.). Eine Verteidigung zu haben wird in absehbarer Zukunft wichtig werden. EU-Staatsbankrotte liegen VOR uns Antworten
Schweiz
Familie, Beruf und Studium
Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.
Live @ Sunset
11. bis 22. Juli - Zürich Dolder u.a. mit B.B. King, Elton John und Alanis Morissette!





