Schweiz

Geiger und Green untersuchen die Finma

Aktualisiert am 10.11.2009 4 Kommentare

Der Bundesrat hat heute bekannt gegeben, wer die Rolle der Finma während der Finanzkrise analysieren wird.

Sollen ihre Untersuchung im ersten Quartal 2010 abschliessen: Hans Geiger...

Sollen ihre Untersuchung im ersten Quartal 2010 abschliessen: Hans Geiger... (Bild: Keystone)

...und David Green.

...und David Green.

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Der Bundesrat muss dem Parlament über die Mängel der Finanzmarktaufsicht Bericht erstatten. Er hat das Eidg. Finanzdepartement (EFD) mit der Untersuchung beauftragt. Unterstützt wird das EFD von Hans Geiger und David Green als unabhängige Experten.

Geiger ist emeritierter Professor am Institut für schweizerisches Bankwesen. Der englische Finanzexperte Green war lange Jahre bei der Bank of England und der Bankenaufsicht tätig. Die Experten werden ihre Arbeiten im 1. Quartal 2010 abschliessen, wie das EFD am Dienstag mitteilte.

Nicht rechtzeitig erkannt

Sowohl National- als auch Ständerat wollen wissen, welche Rolle die Finma in der Finanzkrise und bei der Rettung der UBS durch den Bund spielte. Neben dem Bericht über die Mängel bei der Aufsicht sollen verschiedene Massnahmen geprüft werden, wie ein Postulat von Ständerat Eugen David und eine Motion der nationalrätlichen Wirtschaftskommission (WAK) fordern.

Das EFD werde sich bei der Untersuchung auf den Bericht der Finma von Mitte September stützen, heisst es in der Mitteilung weiter. In dem Bericht äussert sich die Finma zu ihrem Verhalten während der Finanzkrise.

Sie kommt darin zum Schluss, dass die Ursachen der Finanzmarktkrise und die damit verbundenen Probleme von allen Beteiligten nicht rechtzeitig erkannt worden seien. Die Bankenaufsicht habe teilweise zu wenig Durchsetzungskraft gezeigt.

Schwachstellen aufgezeigt

Die damalige Eidg. Bankenkommission (EBK), als eine der drei Vorgängerorganisationen, die in der Finma zusammengefasst wurden, habe aber schnell und entschieden reagiert. Zentrale Weichenstellungen zur Stabilisierung des Finanzplatzes seien zielgerichtet und rechtzeitig vorgenommen worden.

Die EBK hat sich laut Bericht vor und während der Krise intensiv mit den beiden Grossbanken, insbesondere mit der UBS befasst. Die EBK habe dabei im Rahmen ihrer personellen Möglichkeiten alle verfügbaren Ressourcen auch auf oberster Stufe eingesetzt.

Im Rückblick stellt die Finma aber Schwachstellen sowohl bei der Erkennung von Risiken als auch der Durchsetzung von Gegenmassnahmen fest. Die EBK habe beispielsweise bei der UBS bei der IT- Fragmentierung oder im Kontrollbereich Problemfelder erkannt. Sie habe aber zu wenig strukturiert und mit Nachdruck die Umsetzung der Korrekturen kontrolliert und eingefordert.

Die Krisenbewältigung habe aber dank der rechtzeitig aufgenommenen Vorbereitungsarbeiten der Behörden und dank eines zielgerichteten und konsequenten Handels bisher gut funktioniert. (sam/ap/sda)

Erstellt: 10.11.2009, 12:15 Uhr

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4 Kommentare

martin zumbuehl

13.11.2009, 08:55 Uhr
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Nach Skandalen Swissair, Enron, Worldcom „New Economy“ etc. 2001 tratem in Europa & USA strikte Regeln, wie „Sarbanes Oxley Act“ in Kraft. EKB Präs.Hauri wollte von den CH Banken auch stärkere Eigenmittel & stach in ein Hornussennest. Er trat zurück. Es folgte die bankenhörige FINMA die ,wie die CH Banken, nicht merkte, dass das Finanzdebakel 2007-2008 seit 2005 zu erkennen war. Selber Schuld!. Antworten


Walter Schmid

10.11.2009, 12:05 Uhr
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Wieder etwas, was nur viel Geld kostet und nichts bringt - nur die Aktien der Papierhersteller steigen vielleicht. Antworten



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