Gemeinde Schwyz kritisiert Steuersenkungen des Kantons
Die Gemeinde Schwyz muss 2010 den Steuerfuss erhöhen. Als Grund nennt sie die vom Kanton beschlossenen steuerlichen Entlastungen, die die Gemeinde um einen Sechstel der Steuereinnahmen bringen. Auch die weiteren finanziellen Aussichten sind nicht rosig.
Wie die Gemeinde am Freitag mitteilte, erhöht sie den Steuerfuss von 155 auf 165 Prozent. Doch auch so bleibt im Budget in der Laufenden Rechnung bei einem Aufwand von 56,2 Millionen Franken ein Defizit von 5,9 Millionen Franken. Ein erster Budgetentwurf wies bei einem unveränderten Steuerfuss einen Fehlbetrag von über 8 Millionen Franken aus.
In drei Jahren sei das Eigenkapital aufgebraucht
Dass der Steuerfuss nicht stärker angehoben wird, sei nur dank des in den letzten Jahren aufgebauten Eigenkapitals von rund 20 Millionen Franken möglich, heisst es in der Mitteilung der Gemeinde. Allerdings: Ohne Gegenmassnahmen sei das Eigenkapital spätestens in drei Jahren aufgebraucht.
Mit der Steuererhöhung finanziert die Gemeinde die tiefere, vom Kanton beschlossene Fiskalbelastung für juristische Personen sowie den Wegfall der Handänderungssteuer. Für Unternehmen wird die Steuerrechnung bis zur Hälfte günstiger ausfallen. Von der kantonalen Steuergesetzrevision sei Schwyz aufgrund ihrer Struktur stärker belastet als andere Gemeinden, schreibt die Gemeinde. (oku/sda)
Erstellt: 06.11.2009, 10:28 Uhr
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