Schweiz

Genfer Staatsanwalt würde Ghadhafi-Sohn wieder verhaften

Aktualisiert am 12.09.2011 35 Kommentare

Yves Bertossa, Genfer Staatsanwalt, verteidigt erstmals sein Handeln im Fall um Hannibal al-Ghadhafi. Die Stadt Genf habe lediglich ihre Arbeit getan. Bertossa bedauert lediglich etwas.

Für ihn und seine Frau bestand ein Fluchtrisiko: Hannibal Ghadhafi. (Archivbild)

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Nicht alle Behörden hätte am selben Strick gezogen: Staatsanwalt Yves Bertossa. (Archivbild) (Bild: Keystone )

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Der Genfer Staatsanwalt Yves Bertossa würde wieder so handeln wie 2008. Damals lies er Hannibal Ghadhafi, einen Sohn des mittlerweile gestürzten libyschen Staatschefs Muammar al-Ghadhafi, verhaften. Zum ersten Mal äusserte sich Bertossa öffentlich zur Verhaftung von Hannibal al-Ghadhafi, die zu einer diplomatischen Krise zwischen der Schweiz und Libyen führte.

«Genf hat nur seine Arbeit getan», sagte der Staatsanwalt in einem Interview in der Genfer Tageszeitung «Tribune de Genève». Bertossa hatte im Juli 2008 grünes Licht für den Polizeieinsatz gegen Hannibal und seine Frau Aline gegeben. Die beiden waren verdächtigt worden, zwei Hausangestellte misshandelt zu haben.

Fluchtrisiko bestand

Der Staatsanwalt begründete seinen Entscheid damit, dass ein «eindeutiges» Fluchtrisiko des Ehepaars bestand. Hannibal und Aline, die über keine diplomatische Immunität verfügten, hätten damit wie «normale mutmassliche Täter» behandelt werden müssen, sagte der Staatsanwalt.

Bertossa bedauerte im Interview lediglich, dass während der Krise mit Libyen nicht alle involvierten Personen am gleichen Strick gezogen hätten. Auch kritisierte er die Einsetzung des internationalen Schiedsgerichts zur Beilegung der Krise zwischen der Schweiz und Libyen. (kpn/sda)

Erstellt: 12.09.2011, 15:27 Uhr

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35 Kommentare

Guido Mühlemann

12.09.2011, 15:54 Uhr
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Zum Glück gibt es in der Schweiz noch Menschen wie Yves Bertossa, die Rückgrat zeigen und bereit sind, sich kompromisslos für die Gerechtigkeit einzusetzen. Leider sind solche Personen in der Schweiz mittlerweile eine rare Species, denn die meisten knicken viel lieber sofort ein, sobald ein bisschen Druck von aussen kommt. Antworten


Peter A HENZI

12.09.2011, 15:45 Uhr
Melden 57 Empfehlung

Logisch, BR Merz wollte sich provilieren und so von seinem anderen UNVERMOEGEN ablenken. Ich habe mich fürchterlich aufgeregt, als er sich IM NAMEN DES CH-VOLKES entschuldigte! eine Frechheit sondergleichen! Gut er ist GOTTLOB WEG! Antworten



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