Schweiz

Gepäck, aber keine Geiseln: Merz sieht Mission trotzdem «auf Kurs»

Aktualisiert am 28.08.2009

Die Libyen-Affäre wird für die Schweizer Diplomatie langsam unerträglich. Bundespräsident Hans-Rudolf Merz aber bleibt ruhig – das zumindest vermittelt seine Stellungnahme von heute Morgen.

Nächtliches Treiben am Flugplatz Dübendorf: Ganz leer kehrte die Maschine nicht zurück.

Markus Heinzer, newspictures

Auf die Frage eines TeleZüri-Journalisten, was er zur «Demütigung» mit der Rückkehr des leeren Bundesratsjets aus Tripolis sage, gab Merz lächelnd zur Antwort: «Der Flieger kam nicht leer zurück, er hatte das Gepäck dabei.» Und weiter: «Wir gehen davon aus, dass wir den Vertrag einhalten, vor Ende August, so wie er vorgesehen ist. Wir sind so gesehen auf Kurs.» Der Bundespräsident scheint gar die Rückkehr des Gepäcks als Erfolg zu werten. Zum genauen Zeitpunkt der Rückkehr der beiden Festgehaltenen machte er jedoch keine Angaben.

Was muss die Schweizer Diplomatie noch alles ertragen? Monatelanges Festhalten von Schweizer Bürgern in Tripolis, ein Bundesratsjet der zwei Tage vergebens in der Wüste steht und jetzt noch die Rückkehr der Maschine ohne Geiseln dafür mit Gepäck der Festgehaltenen.

In der Nacht war der Bundesratsjet von Tripolis in die Schweiz zurückgekehrt. An Bord befand sich das Gepäck der zwei in Libyen festgehaltenen Schweizer. (cpm/sda/ap)

Erstellt: 28.08.2009, 11:53 Uhr

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