Gerhard Pfister kandidiert – «auch die CVP Zug lag am Boden»

Der Zuger Nationalrat will CVP-Präsident werden. Wie er seine Kandidatur begründet und warum er sich «keine Illusionen» macht.

Steigt ins Rennen um die Nachfolge von Christophe Darbellay ein: Gerhard Pfister (rechts) an der Pressekonferenz der Zuger Kantonalpartei mit Parteichef Martin Pfister (l.) und Fraktionschef Andreas Hausheer (m.).

Steigt ins Rennen um die Nachfolge von Christophe Darbellay ein: Gerhard Pfister (rechts) an der Pressekonferenz der Zuger Kantonalpartei mit Parteichef Martin Pfister (l.) und Fraktionschef Andreas Hausheer (m.).

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Lange hatte er mit einer Kandidatur kokettiert, nun ist sie offiziell: Der Zuger Nationalrat Gerhard Pfister will neuer Präsident der CVP Schweiz werden. «Ich danke der CVP Kanton Zug, dass sie mich als Kandidaten für das Parteipräsidium der CVP Schweiz nominiert hat», sagte er an der Dreikönigskonferenz seiner Kantonalpartei in Zug.

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Er sei überzeugt, dass die nationale Partei von der CVP Zug lernen könne, die er neun Jahre präsidierte. «Auch die CVP Zug lag 1998 am Boden. Seither steht sie besser da als damals.» Diese Trendumkehr wolle er als Nachfolger von Christophe Darbellay auch mit der CVP Schweiz schaffen. «Für den Erfolg der Schweiz braucht es eine starke christdemokratische Partei.»

Es wird Jahre dauern

Die Trendumkehr zu schaffen, werde «äusserst anspruchsvoll»: «Das wird nicht eine Sache von Monaten, sondern von Jahren. Ich mache mir keine Illusionen, dieses Amt werde leicht. Einen Beliebtheitspreis gewinnt man nicht.» Gerade die Schwierigkeit der Aufgabe mache sie aber für ihn reizvoll. Pfister begründete seine Kandidatur auch mit seinem «sehr guten» Resultat bei den Wahlen im Herbst. Zudem habe er die nötige Zeit für das Amt.

«Es braucht keine Neupositionierung der Partei, aber eine Klärung unserer Positionen. Es muss der CVP stärker gelingen, zuerst ihre eigenen Ideen zu transportieren, bevor sie sich auf Kompromisse einlässt», sagte Pfister in der Fragerunde der Journalisten.

Pfister gilt als der rechteste Parlamentarier der CVP-Fraktion im Bundeshaus - und die Zuger CVP als eine der rechtesten CVP-Kantonalparteien. Gleichzeitig war sie auch eine der wenigen, die in den vergangenen Jahren wiederholt Wahlen gewinnen konnte.

Entscheid fällt am 23. April

Die Zuger Kantonalpartei wird Pfister nun der Findungskommission melden. Pfister ist bereits Mitglied des zwölfköpfigen Parteipräsidiums der CVP Schweiz. Die Findungskommission unter der Leitung des Luzerner Ständerats Konrad Graber hat im Dezember ihre Arbeit aufgenommen. Noch bis Mitte Februar können sich Kantonalparteien, die einen Vertreter ins Präsidium der CVP Schweiz schicken wollen, bei der Kommission melden.

Die Entscheidung, wer Nachfolger von Christophe Darbellay wird, fällt am 23. April an der Delegiertenversammlung der CVP Schweiz in Winterthur. Darbellay tritt nach zehn Jahren nicht mehr zur Wiederwahl an.

Lange Polit-Karriere

Der 53-jährige Gerhard Pfister sitzt seit zwölf Jahren für die CVP des Kantons Zug im Nationalrat. Davor politisierte er fünf Jahre im Zuger Kantonsrat, rund zehn Jahre lang präsidierte er die CVP des Kantons Zug. Der in Oberägeri ZG wohnhafte Gerhard Pfister ist Lehrer für Deutsch und Philosophie. Seit sechs Jahren ist er Delegierter des Verwaltungsrats des Internats Montana Zugerberg AG. Seine eigene Privatschule, das Institut Dr. Pfister, hat 2012 den Betrieb eingestellt. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

(Erstellt: 06.01.2016, 10:13 Uhr)

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