Gesucht: 30'000 Munitionsdosen der Armee
Von Hubert Mooser. Aktualisiert am 21.05.2010
(Bild: Keystone )
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Bis Ende 2009 wollte das VBS die von 257'000 Schweizern zu Hause aufbewahrten Blechdosen mit Taschenmunition einziehen. So hatte es jedenfalls der Bundesrat im Juni 2007 entschieden. Doch im Dezember meldete die «NZZ am Sonntag», dass es mit der Umsetzung hapert. Und das VBS musste dann im Januar bekanntgeben, dass bis Ende 2009 tatsächlich bloss 198'443 Dosen Taschenmunition abgegeben worden waren.
Über den Verbleib von 57'063 Dosen konnte das Militär keine Angaben machen und ordnete darum bei rund 100'000 Armeeangehörigen Abklärungen an. SP-Nationalrätin Chantal Galladé fand, das genüge nicht. Sie sprach von skandalösen Zuständen und verlangte einen Massnahmeplan, mit dem die «völlig unzulängliche Kontrolle der persönlichen Ausrüstung» von Armeeangehörigen behoben werden könne.
1508 Soldaten haben Munition als verloren gemeldet
Dass das VBS bei Armeeangehörigen noch einmal nachhakte, macht sich jetzt aber bezahlt. Bis Ende März 2010 habe man insgesamt 223'913 Taschenmunitionsdosen in Empfang nehmen können – über 25'000 mehr als Ende 2009. Dies schreibt das VBS in der Antwort auf das Postulat von Galladé. 1508 Armeeangehörige hätten zudem ihre Taschenmunition als verloren gemeldet; in 129 Fällen existiere ein Polizeirapport.
Die Nachbearbeitung der säumigen Armeeangehörigen erfolge «mit akribischem Aufwand», versichert das VBS weiter. Verlustmeldungen würden nicht einfach zu den Akten gelegt, sondern beurteilt und fallweise weiterverfolgt. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
Erstellt: 20.05.2010, 17:49 Uhr






