Gesundheitskosten steigen auf 55,3 Milliarden Franken
Aktualisiert am 30.03.2009 14 Kommentare
Nach einem relativ moderaten Anstieg in den Vorjahren sind die Gesundheitskosten 2007 um 4,9 Prozent gesteigen - auf 55,3 Milliarden Franken. Das entspricht 10,8 Prozent des Bruttoinlandproduktes (BIP).
Dieser Anteil der Kosten im Gesundheitswesen am BIP ist seit einigen Jahren stabil, teilte das Bundesamt für Statistik (BFS) am Montag mit. Nur die USA und Frankreich wenden einen grösseren Anteil des BIP für die Gesundheit auf - laut OECD-Zahlen von 2006 15,3 respektive 11 Prozent.
2005 und 2006 waren die Gesundheitskosten um 2 respektive 1,4 Prozent gewachsen. Der Trend eines verlangsamten Kostenwachstums der letzten Jahre sei also vorerst gestoppt, schreibt das BFS. Die Gesundheitskosten hatten 2003/04 die 50-Milliarden-Grenze überschritten, 2006 lagen sie bei knapp 53 Milliarden Franken.
Spitalkosten steigen überdurchschnittlich
Am deutlichsten sind die Krankenhaus-Kosten einschliesslich der ambulanten Behandlung gestiegen - nämlich um 5,8 Prozent. Stärker als die gesamten Gesundheitskosten sind auch die Aufwendungen für Institutionen für Betagte und Chronischkranke (Pflegeheime) gewachsen - um 5,4 Prozent.
Ein überdurchschnittliches Kostenwachstum von 6,3 Prozent gab es auch bei den Spitex-Leistungen. Insgesamt jedoch blieb bei den ambulanten Versorgern die Kostensteigerung etwa stabil - mit 3,5 Prozent.
Zwischen 2002 und 2007 sind die Gesamtkosten des Gesundheitswesens jährlich um durchschnittlich 3,1 Prozent gestiegen. Die Sozialversicherungen, als grösste Direktfinanzierer des Gesundheitswesens, haben mit einer jährlichen Steigerung von 4,6 Prozent den Hauptanteil der Kostensteigerungen übernommen. (sam/sda)
Erstellt: 30.03.2009, 10:37 Uhr
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14 Kommentare
Tja, so lange die sogenannt bürgerlichen Parteien jeden Sparversuch auch da, wo es wirklich einschenken könnte, abblocken, nämlich bei der Pharmaindustrie (ich erinnere an das exorbitante Salär eines Herrn Vasella), müssen wir uns nicht wundern. SVP und FDP werden den Patienten weiter schröpfen. Zu gunsten der Pharmaaktionäre und der Verwaltungsräte dieser Industrie. Antworten
Würde diese Branche endlich entstaatlicht, also jenes unselige KVG final entsorgt, die Staatspitäler privatisiert, so hätten wir gewiss eine Kostenminderung von >= 25%. Natürlich müsste der Staat Garant für eine kultivierte Gesundheitsgrundversorgung bleiben; nun aber Einer, Basis objektiv ermitteltem, zwingendem Bedarf an von der Allgemeinheit subventionierten Freundschafts-Substituten Statt. Antworten






