Häuptling Moritz ruft zu Umsicht auf
Aktualisiert am 25.03.2009 31 Kommentare
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Bundesrat Moritz Leuenberger erinnert in seinem neusten Text daran, dass ein Politiker Sorgfalt walten lassen muss, wenn er seine Worte wählt: «Es ist eben nicht dasselbe, ob ein Spruch am Stammtisch dahingepoltert wird, oder ob er via internationale Medien in die ganze Welt posaunt wird», schreibt er zu den Ausfälligkeiten. «Worte wirken. (...) Etwas diplomatische Umsicht und Verantwortung in der Wortwahl dürfte man deshalb von Spitzenpolitikern erwarten.»
Dabei richtet sich Leuenberger gleichermassen an die deutschen wie an die Schweizer Politiker: «Ein Nationalrat empörte mit seinem Nazivergleich von Peer Steinbrück die deutsche Öffentlichkeit. Steinbrücks vorheriger Indianervergleich war dagegen geradezu harmlos im Verhältnis zu Münteferings Aussage, früher hätte man gegen ein Land wie die Schweiz noch Krieg geführt.»
Leuenbergers pragmatischer Vorschlag: OECD-Richtlinien für zivilisierten Umgang und verantwortungsvolle Wortwahl. Für die entsprechende schwarze Liste «wüsste ich Kandidaten aus unserem Nachbarland, aber auch aus der Schweiz». (oku)
Erstellt: 25.03.2009, 09:27 Uhr
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