Häuptling Moritz ruft zu Umsicht auf

Aktualisiert am 25.03.2009 31 Kommentare

Bundesrat Moritz Leuenberger schreibt in seinem neusten Blog-Beitrag über den verbalen Schlagabtausch zwischen deutschen und Schweizer Politikern – als Illustration wählte er den Bundesrat im Indianergewand.

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Am 23. März 2009 zeigt Leuenberger Humor und illustriert seinen Blog-Beitrag mit einer Montage des Bundesrats als Indianer – Kavallerist Peer Steinbrück findet sich unten rechts. Das Bild machte über E-mail die Runde.

   

Bundesrat Moritz Leuenberger erinnert in seinem neusten Text daran, dass ein Politiker Sorgfalt walten lassen muss, wenn er seine Worte wählt: «Es ist eben nicht dasselbe, ob ein Spruch am Stammtisch dahingepoltert wird, oder ob er via internationale Medien in die ganze Welt posaunt wird», schreibt er zu den Ausfälligkeiten. «Worte wirken. (...) Etwas diplomatische Umsicht und Verantwortung in der Wortwahl dürfte man deshalb von Spitzenpolitikern erwarten.»

Dabei richtet sich Leuenberger gleichermassen an die deutschen wie an die Schweizer Politiker: «Ein Nationalrat empörte mit seinem Nazivergleich von Peer Steinbrück die deutsche Öffentlichkeit. Steinbrücks vorheriger Indianervergleich war dagegen geradezu harmlos im Verhältnis zu Münteferings Aussage, früher hätte man gegen ein Land wie die Schweiz noch Krieg geführt.»

Leuenbergers pragmatischer Vorschlag: OECD-Richtlinien für zivilisierten Umgang und verantwortungsvolle Wortwahl. Für die entsprechende schwarze Liste «wüsste ich Kandidaten aus unserem Nachbarland, aber auch aus der Schweiz». (oku)

Erstellt: 25.03.2009, 09:27 Uhr

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31 Kommentare

Hansi Beck

25.03.2009, 09:07 Uhr
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Bin gar kein Freund von Leuenberger. Aber wenn er recht hat, hat er recht: Humor ist die einzig richtige Strategie in dieser Geschichte. Das Bild ist witzig. Bei der Calmy-Rey fehlt bloss noch ihre übliche blöde Handtasche. Antworten


Michael Buff

25.03.2009, 08:56 Uhr
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DIE Sorgen als Bundesbedienstete müsste man haben. Gut, dass in der Schweiz die Arbeitlosenzahlen von Tag zu Tag kleiner werden, sodass sich unser Bundesrat weiterhin mittels Bloggs u.ä. den Tag gestalten kann. Antworten



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