Hans Küng: «Kirche droht zur Sekte zu werden»
Aktualisiert am 24.02.2009 9 Kommentare
«Viele Katholiken erwarten nichts mehr von diesem Papst»: Theologe Hans Küng.
«Viele Katholiken erwarten nichts mehr von diesem Papst», sagte der in Tübingen lebende Schweizer der französischen Tageszeitung «Le Monde».
Der katholische Theologe übte in der Mittwochausgabe des Blattes erneut heftige Kritik an der Entscheidung des Papstes, unter anderem die Exkommunikation des britischen Bischofs und Holocausts-Leugners Richard Williamson aufzuheben.
«Auch wenn der Papst von der Holocaust-Leugnung nichts wusste und sicher auch selbst nicht antisemitisch ist, so wusste doch jeder, dass die vier betroffenen Bischöfe antisemitisch eingestellt sind», sagte Küng. Gerade als Deutscher hätte Benedikt XVI. die Reaktionen voraussehen müssen. Er habe jedoch die Gefahr nicht in Betracht gezogen.
Küng kritisierte, dass Benedikt XVI. immer in der kirchlichen Umgebung gelebt habe und wenig gereist sei. «Er ist im Vatikan eingeschlossen geblieben (...), wo er vor Kritikern geschützt ist.» Der Vatikan sei wie der Kreml. Das sei gefährlich. (bru/sda)
Erstellt: 24.02.2009, 22:50 Uhr
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9 Kommentare
Benedikt lebt abgeschottet von der Lebensrealität der Gläubigen. Seine Hofschranzen und Einflüsterer gehören zum reaktionären Lager, Reformer haben keine Chance gehört zu werden. Hans Küng hat recht, die katholische Kirche verkommt immer mehr zur einer Gemeinschaft von reaktionären Sektierern. Der grosse Mehrheit der Gläubigen wendet sich enttäuscht von der Kirche ab.Lichterlöschen im Vatikan! Antworten
Christentum, Judentum und auch Islam sind nach aussen gerichtete Religionen, welche in einer Zeit des Mittelalters durchaus ihre Berechtigung hatten. Heute brauchen wir Religionen, Ethiken und Moral, welche nach innen gerichtet sind, Eigenverantwortung fordern und uns helfen, mit uns selber ins Reine zu kommen. Teile des buddistischen Gedankenguts können Papst & Co einfach un nachhaltig ersetzen.. Antworten






