«Herz spricht zum Herzen»
Er will nicht in die fundamentalistische Ecke gestellt werden: Marian Eleganti. (Bild: Keystone)
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Die feierliche Weihe empfing Marian Eleganti am Sonntag während der zweistündigen Messe in der vollbesetzten Kathedrale von Diözesanbischof Vitus Huonder. Als Nebenweihespender traten der päpstliche Nuntius in der Schweiz, Francesco Canalini, sowie der frühere Churer Bischof Amédée Grab auf. Der 54-jährige Eleganti ersetzt den pensionierten Paul Vollmar im Amt und ist ebenfalls für die Kantone Zürich und Glarus zuständig.
In Empfang nehmen konnte Eleganti zudem die bischöflichen Insignien, den Ring, die Mitra und den Stab. Nach Chur gereist waren auch die Bischöfe von Sitten, St. Gallen und Basel sowie Regierungsvertreter aus den Kantonen Zürich, Glarus, Graubünden und Uri.
«Cor ad cor loquitur» laute sein bischöfliches Motto, sagte der Geweihte in seinem Grusswort: «Herz spricht zum Herzen: das Herz Gottes - Ihres - meines», erklärte der Weihbischof. Dort, wo er seine Meinung kundtue, wolle er es stets vorbehältlich eines besseren Urteils tun.
Papst Benedikt XVI hatte Eleganti, den Vorster der Benediktinerabtei St. Otmarsberg im st. gallischen Uznach, Anfang Dezember zum Churer Weihbischof ernannt. Eleganti wird wie der Ende Oktober altershalber zurückgetretene Weihbischof Paul Vollmar den Sitz in Zürich haben und für die Bistumsregion Zürich/Glarus zuständig sein.
Gutes Einvernehmen mit Annen
In seiner Bistumsregion teilt sich der Weihbischof die Aufgaben mit dem neuen Generalvikar Josef Annen. Annen betreut vor allem das Personalwesen, der Weihbischof kümmert sich um die seelsorgerische Leitung und ist Berater von Diözesanbischof Huonder.
Bischof Huonder wollte den 64-jährigen Annen zuerst im Amt als Bischofsvikar belassen. Später kam er dem Wunsch der Zürcher Katholiken nach und ernannte ihn zum neuen Generalvikar.
Annen und er hätten sich schon gut gefunden. Er sei zuversichtlich für die künftige Zusammenarbeit, sagte Weihbischof Eleganti am Sonntag vor den Medien. Er wolle in Zürich die Anliegen des Bistums und jene der Ortskirche ins Einvernehmen bringen. In fortschrittlichen Kirchenkreisen stösst der neue Weihbischof auf Skepsis. Insbesondere im Kanton Zürich wurden Vorbehalte geäussert.
Kein Fundamentalist
Eleganti wurde nach seiner Ernennung zum Weihbischof als konservativer Kirchenmann eingestuft. Dieses Bild in der Öffentlichkeit stört ihn, wie er an der Medienorientierung in Chur bekannte. Er empfinde es als nicht gerecht, in die fundamentalistische Ecke gestellt zu werden.
Der neue Weihbischof wuchs als zweites von vier Kindern in Uznach auf und besuchte die Klosterschule in Einsiedeln. Theologie studierte er in Salzburg. Die Priesterweihe empfing Eleganti 1995, vier Jahre später wurde er Abt der Benediktinerabtei St. Otmarsberg. (vin/sda)
Erstellt: 31.01.2010, 17:13 Uhr






