Schweiz

Herzliche Glückwünsche – von den Schweizer Demokraten

Aktualisiert am 01.11.2009

Shooting-Star unter Beschuss: Dem einwanderungskritischen Papier von Bastien Girod wird bei den Grünen «null Niveau» bescheinigt. Er muss vor dem Vorstand erscheinen.

Dem Strahlenmann drohen Kratzer: Bastien Girod muss sich vor seiner Partei verantworten.

Dem Strahlenmann drohen Kratzer: Bastien Girod muss sich vor seiner Partei verantworten.
Bild: Keystone

Das einwanderungskritische Papier, das Grünen-Nationalrat Bastien Girod in der vergangenen Woche veröffentlicht hatte, sorgt in seiner Partei für heftige Kritik. Die Zürcher Stadträtin und ehemalige Grünen-Präsidentin Ruth Genner sagte in der Zeitung «Sonntag» an die Adresse von Girod: «Der Druck auf die Umwelt lässt sich nicht mit Migrationsbeschränkungen lösen. Das ist ein ausländerfeindlicher Ansatz, nicht grüne Politik. Wir brauchen keine ausländerfeindlichen Umwelt- und Heimatschützer à la Schweizer Demokraten».

Für Grünen-Co-Generalsekretärin Miriam Behrens hat das Papier «null Niveau» und sorge für Applaus von der falschen Seite: «Wir haben viele Anrufe erhalten von Schweizer Demokraten, die uns gratuliert haben», sagt Behrens.

Girod muss deshalb zu mehreren Aussprachen antreten. Am 14. November wird er vom Grünen-Vorstand vorgeladen, und die parteiinterne Arbeitsgruppe Migration will sogar eine Sondersitzung zu dem Thema anberaumen. «Bastien Girod muss sich erklären», sagt Miriam Behrens.

(raa)

Erstellt: 01.11.2009, 21:23 Uhr

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