Schweiz

Höchste Sicherheitsstufe für Medwedew

Aktualisiert am 21.09.2009 3 Kommentare

Heute kommte erstmals ein russischer Präsident in die Schweiz: Dimitri Medwedew wird in Zürich landen und danach in Bern erwartet. Die Themen: Finanzen, Sicherheit, Freihandel – und ein Generalsdenkmal.

Im Zentrum der politischen Kontakte steht die Unterzeichnung einer Reihe von bilateralen Abkommen, die von der Erleichterung im Visaverkehr und der Rückübernahme über die Zusammenarbeit in Wissenschaft und Forschung und die Hilfe im Katastrophenfall bis zur Zusammenarbeit in Kultur und Sport reichen. Wirtschafts- und Finanzfragen werden ein wichtiges Thema der offiziellen Gespräche vom Montagnachmittag in Bern sein.

Die von Bundespräsident Hans-Rudolf Merz angeführte Delegation des Bundesrats hofft dabei auch auf Unterstützung Russlands bei den Bemühungen der Schweiz, sich in internationalen Gremien wie den G-20 mehr Gehör zu verschaffen.

Streit über die Menschenrechte vermeiden

Nicht im Detail erörtert werden soll gemäss der russischen Nachrichtenagentur Itar-Tass hingegen die Situation in Georgien, wo die Schweiz nach dem Krieg zwischen den beiden Ländern vom letzten Jahr ein Schutzmachtmandat zur gegenseitigen Interessenvertretung Russlands und Georgiens übernommen hat. Die Schweiz will auch die Menschenrechtssituation in Russland ansprechen, wie Merz letzte Woche sagte – aber nicht in anklagender Form.

Der zweite Tag steht ganz im Zeichen der Erinnerung an den russischen General Alexander Suworow, der vor 210 Jahren mit seinen Truppen über die Alpen zog. Medwedew wird unter anderem das Suworow-Denkmal in der Schöllenenschlucht besuchen.

Höchste Sicherheitsstufe für den Gast

Der Staatsbesuch findet unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen statt. Auch Medienschaffende erhielten das genaue Besuchsprogramm erst am Vorabend und werden auf Distanz zum russischen Präsidenten gehalten. Die Begrüssung mit militärischen Ehren findet nicht auf dem Bundesplatz in Bern, sondern auf dem Flughafen Zürich-Kloten statt.

Vorab eingetroffen sind bereits zwei junge Bären aus Russland in Bern. Sie tummeln sich bereits seit der vergangenen Woche im alten Bärengraben und sind das Besuchsgeschenk des Staatsgastes. Die offizielle Übergabe wird Swetlana Medwedewa am Dienstag vornehmen. (raa/sda)

Erstellt: 21.09.2009, 09:03 Uhr

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3 Kommentare

Max Hostettler

21.09.2009, 10:23 Uhr
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Es ist ein gutes Vorzeichen, das Obama von den provokativen Strategien seines Vorgängers Bush abgewichen ist. Russland scheint diesen Schritt zu begrüssen und der Westen erhofft sich dadurch eine weitere Öffnung von Russland. Unter einem solchen Klima, lässt sich das Problem der Verletzung der Menschrechte in Russland besser besprechen wobei es dieses Leid und diese Ungerechtigkeit leider in vielen anderen Staaten auch gibt. Antworten


Umberto Marzo

21.09.2009, 11:58 Uhr
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FENSTER SCHLIESSEN UND VORHÄNGE ZIEHEN !!! Es ist doch schon bedenklich, dass aufgrund des russischen Misstrauens gegenüber der Schweiz in Sachen Sicherheit der Bevölkerung solche Massnahmen diktiert werden. Soll doch dieser Medwedew bleiben wo er ist. Wer will denn so einen misstrauischen Staatsmann auch wirklich noch sehen? Antworten



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