Schweiz

ID soll ohne biometrische Daten erhältlich sein

Und auf eine zentrale Speicherung dieser Daten soll verzichtet werden. Dies hat heute der Nationalrat beschlossen.

Identitätskarten (ID) sollen in der Schweiz auch weiterhin mit oder ohne biometrische Daten erhältlich sein. Zudem soll auf eine zentrale Speicherung von biometrischen Daten verzichtet werden. Der Nationalrat hat am Dienstag mit 144 gegen 41 Stimmen eine parlamentarische Initiative angenommen, mit der sich die staatspolitische Kommission selbst beauftragt, entsprechende Änderungen des Ausweisgesetzes auszuarbeiten. Damit will der Rat den Diskussionen Rechnung tragen, die im Zusammenhang mit der Abstimmung vom vergangenen Mai über den biometrischen Pass aufgekommen waren.

Gegner der Vorlage hatten damals insbesondere vor Sicherheitsrisiken angesichts der geplanten zentralen Datenspeicherung gewarnt. Die Kommission will nun prüfen, ob auf eine zentrale Datenbank ganz verzichtet werden kann oder die Bürger individuell über eine allfällige zentrale Speicherung ihrer Daten entscheiden sollen. (sam/ap)

Erstellt: 24.11.2009, 14:47 Uhr

WRITE A COMMENT







 Ausland



Verbleibende Anzahl Zeichen:

Mit dem Absenden des Kommentars erklärt sich der Leser mit nachfolgenden Bedingungen einverstanden: Die Redaktion behält sich vor, Kommentare nicht zu publizieren. Dies gilt insbesondere für ehrverletzende, rassistische, unsachliche, themenfremde Kommentare oder solche in Mundart oder Fremdsprachen. Kommentare mit Fantasienamen oder mit ganz offensichtlich falschen Namen werden ebenfalls nicht veröffentlicht. Über die Entscheide der Redaktion wird keine Korrespondenz geführt. Telefonische Auskünfte werden keine erteilt. Ihr Kommentar kann auch auf Google und anderen Suchseiten gefunden werden.

5 Kommentare

Thomi Horath

26.01.2010, 16:08 Uhr
Melden

Herr Berger, Sie machen mir aber Spass. Wir haben doch alle nichts zu verbergen, wo denken Sie hin? Was ich aber nicht möchte, dass mein Fingerabdruck plötzlich an wildfremden Orten auftaucht, wo ich gar nie war! Antworten


Francoise partoll

25.11.2009, 13:18 Uhr
Melden

Super, ein Schritt mehr gegen Big Brother! (Erinnerung an George Orwell l984) Auch ich habe nichts zu verbergen will aber nicht, dass man nach der Salami-Taktik die Menschen mehr und mehr dazu bringt einen Ueberwachungsstaat zu akzeptieren. Die Mitglieder der Freiheitskampagne haben sehr dazu beigetragen, dass das Ergebnis so auskommt. Siehe info@freiheitskampagne.ch Antworten


Gion Saram

24.11.2009, 16:29 Uhr
Melden

Schön das der Nationalrat sich noch an das Versprechen des Bundesrats nach der Abstimmung zu erinnern scheint. Hoffentlich bleibt das auch so. Antworten


Mathias Berger

24.11.2009, 16:06 Uhr
Melden

Schön haben wir nun eine Wahlfreiheit, welche auch die Rechte von Minderheiten anerkennt, nachdem abgestimmt wurde. Das ist Demokratie, die man in anderen Ländern vermutlich kaum kennt. Ich werde natürlich die biometrische ID wählen, da sie nur Vorteile hat und ich nichts zu verbergen habe. Antworten


Hans Meister

24.11.2009, 15:00 Uhr
Melden

Ich wohne direkt an der Grenze und verirre mich nie mehr als 10km ins Innere des Nachbarlandes. Man kann mich jederzeit innert 10 Min an die grenze stellen - so gesehen bin ich froh, keine biometrischen Daten liefern zu müssen. ...und wieviele gibt es im Landesinnern, welche ihre ID nur als Ausweis bei der Post brauchen ? Antworten



Schweiz

Populär auf Facebook Privatsphäre

Umfrage

Gesetzt den Fall, Geld spielt für Sie eine untergeordnete Rolle. Würden Sie in Andermatt eine Ferienwohnung kaufen?