IV-Chef steht zu provozierender Plakatkampagne
Aktualisiert am 05.11.2009 59 Kommentare
Manchmal müsse man provozieren: IV-Chef Alard du Bois-Reymond. (Bild: Keystone)
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Laut IV-Chef Alard du Bois-Reymond können nur Provokationen die Tabus und Vorurteile gegenüber Behinderten brechen. Er sei sich immer bewusst gewesen, dass die IV mit dieser Kampagne an die Grenze gehe, sagte du Bois-Reymond vor den Medien in Bern. Für viele sei gar eine Schmerzgrenze erreicht oder überschritten worden. Bei Behinderten, die sich verletzt fühlten, möchte er sich entschuldigen, sagte er.
Für zahlreiche Behindertenorganisationen wurde mit der so genannten Teaser-Kampagne eine Grenze überschritten. Mit unkommentierten und anonymen Sprüchen wie «Behinderte liegen uns nur auf der Tasche» würden solche Vorurteile bloss zementiert. Die Behinderten würden zu Objekten degradiert.
Kampagne am Donnerstag aufgelöst
Erst am Donnerstag wurden die Plakat-Sprüche mit Zusätzen ins richtige Licht gerückt. So prangt unter dem oben zitierten Spruch seither in einer anderen Farbe der Zusatz: «wenn wir ihre Fähigkeiten nicht nutzen». Seit Donnerstag wird auch erstmals die IV als Auftraggeberin der Plakate genannt.
Der Leiter des Geschäftsfelds IV des Bundesamts für Sozialversicherungen (BSV) zeigte sich hingegen überzeugt, mit der Art der Kampagne richtig zu liegen. Ziel der IV sei die Wiedereingliederung von möglichst vielen Behinderten in die Arbeitswelt, erklärte du Bois-Reymond. Um das zu erreichen, müsse bei den Nichtbehinderten ein Denkprozess ausgelöst werden.
Personalverantwortliche sollten in Zukunft die Bewerbungsdossiers von Behinderten nicht einfach in den Papierkorb werfen. Dazu müssten sie aber in ihrem Kopf mit dem Vorurteil aufräumen, dass Behinderte für die meisten Arbeiten nicht geeignet seien.
Gegen Denkbarrieren
«Die grösste Hürde für Behinderte befindet sich in den Köpfen der Nichtbehinderten», sagte er weiter. Heute laute die Gleichung meist «Behinderte=IV-Rentner». Viele Behinderte könnten jedoch arbeiten, würden aber keinen Job finden, kritisierte er. Mit den Provokationen hofft du Bois-Reymond, dass die Diskussion über solche Vorurteile in Gang kommt und zu Bewusstseinsveränderungen führt.
Vertreter von Behindertenorganisationen, die an der Medienkonferenz anwesend waren, befürchten gegenteilige Reaktionen. Mit diesen Sprüchen würden die Vorurteile noch zementiert. Die IV- Verantwortlichen räumten ein, dass dieses Risiko bestehe, dass man im Dienste der Sache aber damit leben müsse. Auch sei die Akzeptanz der Kampagne bei Behinderten nicht breit getestet worden.
Der «IVB Behindertenselbsthilfe beider Basel» gehen die Plakate dermassen zu weit, dass sie am Donnerstag Strafanzeige wegen übler Nachrede, Verleumdung und Verstoss gegen das Diskriminierungsverbot eingereicht hat - die IVB hatte dabei schon als Auftraggeber das BSV im Verdacht. Die anonymen Texte seien «unverantwortlich» und «ausserordentlich verletzend», teilte die IVB mit.
Zustimmung auch von Behinderten
Nicht alle Behinderte stossen sich an der Kampagne. Der Leiter des Zentrums für selbstbestimmtes Leben Peter Wehrli, der selber auf den Rollstuhl angewiesen ist, beglückwünschte die IV für den Mut. «Endlich hat die IV den Stier bei den Hörnern gepackt», sagte er.
Ständig seien die Behinderten Opfer von unausgesprochenen Vorurteilen. Ständig werde unterschwellig ein negatives Bild verbreitet, kritisierte Wehrli. Es sei an der Zeit gewesen, dass die Vorurteile offen auf den Tisch kämen, um sie in einer öffentlichen Diskussion ausräumen zu können.
Laut du Bois-Reymond zeigt das Medieninteresse, dass dies gelingen könnte. Die Kampagne ist die dritte Phase einer vierjährigen Medienkampagne, mit der die Invalidenversicherung die berufliche Integration von Behinderten fördern will. Pro Jahr gibt die IV dazu 1,5 Millionen Franken aus. (bru/sda/)
Erstellt: 05.11.2009, 19:44 Uhr
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59 Kommentare
sie ist difammierend,diskriminierend, tritt die würde von mmb mit füssen. da du peter das gut findet sorge nun dafür, dass die diskussion geführt wird. die auflösung ist keinen deut besser. sie bewirkt nur, dass wir offiziell immer mehr leisten müssen als mb's. erneute dikriminierung und ausbeutung. dabei spricht niemand davon,dass die iv-kosten trotz sinkender neurenten 1,7% stieg. Antworten
Wie dämlich beweisen zu wollen, dass Vorurteile über Behinderte bestehen. Die werden seit langem gepflegt. Nur eine kleine Minderheit steigt darauf ein. Mit Steuergeldern plakatiert die IV diese Vorurteile nun als zynische "Imagewerbung" landesweit. Um ihren Auflösungsgag stimmig zu machen, werden noch neue Vorurteile erfunden. Unter dem Strich bleibt nur ein schlechtes Bild hängen. Abtreten! Antworten
Wie wäre es, wenn in allen Städten der Schweiz wochenlang folgendes Plakat ausgehängt würde: BSV-Direktor Alard du Bois-Reymond ist ein skrupelloser Hetzer gegen Behinderte das dann 3 Wochen später mit dem kleingedruckten Zusatz ergänzt würde "wenn er nicht endlich klar sagt, was er mit seiner IV-Kampagne wirklich meint!" Er fände es sicher erfolgreich, originell und lustig. Antworten
Grundsätzlich bin ich auch der Meinung, dass die Vorurteile behinderten Menschen gegenüber endlich auf den Tisch gehören. Doch wie die Komentare zeigen, sind die Vorurteile bei den Menschen hängen geblieben, nicht die schwache Auflösung der Werbeaktion. Da drängt sich die Frage auf, weshalb die IV nicht schon vor der Finanzkrise solche Werbeaktionen gemacht hat! Schulden hat sie ja schon länger! Antworten
Was nützt eine anstössige IV-Kampagne, nur mit Nachdenken ist niemandem geholfen und anscheinend gibt es ja kaum neue IV-Rentner, es werden ja alle Gesund geschrieben. Ich würde mal mehr in Kompetenz investieren, bei den Gutachtern und den IV-Ärzten vom regionalen Dienst. Jetzt sieht man viele Raucher vor dem IV Gebäude. Rauchen schadet der Gesundheit liebe IV-Mitarbeiter! Antworten
Wie wärs mit folgender Umkehrung: "Wer Invalide in ein schiefes Licht stellt ist ein schlechter Schweizer"... und darunter "auch wenn er dem Steuerzahler auf der Tasche liegt". - Im übrigen: Diese Fehlbesetzung haben wir dem abgetretenen BR Couchepin zu verdanken. Antworten
Herr du Bois-Reymond hat gegenüber seine Entschuldigung relativiert und behauptet das die Behinderten gar nicht beleidigt seien sondern nur die Funktionäre der Behinderten organsationen. Hat der Chef der IV keinen eigenen PC ? Man könnte meinen als Chef IV steht man über alles , über gutem Geschmack über Respekt ,über wirklich alles was man von einem gesundem Mensch erwarten würde. Antworten
ich finde die kampagne ausgezeichnet. sie ist anstössig, das heisst sie stösst an nachzudenken. aber einmal mehr wird man den menschen mit einer geistigen behinderung nicht gerecht. vorschlag: eine ebensolche kampagne, die aber nicht ausgerichtet ist auf den wert, den man an der wirschafltichen produktivität misst.geistig behinderte sind blöd/sie erinnern mich immer daran wie unauthentisch ich bin Antworten
Übrigens haben Sie es gewusst, dass die meisten Entwicklungsländer mittlerweile den derzeitigen Stand des Schweizer Sozialsystems bereits erreicht haben! So liebe Bürger wie lange wollen wir uns das noch gefallen lassen! Steht auf, wehret euch endlich. Antworten
Eine sachliche sachliche Rechtfertigung liefert die IV eigentlich nie für ihre Fehler oder soll ich sagen "Absichten, zermürbung, diskriminierung. Das ist Mobbing, man könnte meinen es gäbe nichts anderes als eine IV-Karrieren, alles andere sei nicht mehr anstrebsam. Vielleicht sind Sie der nächste IV-Antragsteller, das geht schneller als man denken kann, unverschuldet! Viel Glück.... Antworten
wie sich der schweizer durchschnitt mal wieder über sowas kleinliches wie ein werbeplakat mit ironischer botschaft echauffieren kann? wüsste ich nicht genau, dass die schweiz halt nunmal so ein kleingeistiges land mit geringem horizont ist, ich würde mich doch glatt über die reaktionen von herrn und frau bünzli wundern Antworten
Die IV schreib Defizit und möchte uns Rentnern am liebsten die Renten streichen. Doch für solche Werbeaktionen hat es anscheinend viel (SEHR viel) Geld. Wer soll das verstehen? Gebt mir einen Zehntel dessen was die Kampagne kostet und ich verzichte für längere Zeit auf meine Rente! Antworten
Es scheint momentan besonders hip zu sein, solche Teaser-Werbung zu schalten. Wer schaut sich denn schon langweilige Plakatwerbung an? Da braucht es die Provokation, diesen plakativen Aufmerksamkeitstest. Dem Herrn Bois-R. hätte ich in diesem Zusammenhang etwas mehr Feingefühl zugetraut, als dass er auf den Leim von Möchtegern-originellen Werbefritzen kriecht. Werbung darf nicht alles! Antworten
Anstelle einer nächsten IV-Revision (nichts ist ja soviel in Revision wie die IV) sollte man mal wieder in die Realität zurückfinden liebe IV-Versicherung. Denn die IV hält sich weder an Recht noch ans Gesetzt und diskriminiert fortlaufend. Diese Kampagne zeugt von Zynismusis und ist schlicht inkompetent. Dieses Geld hätte man besser anders eingesetzt. Antworten
Plakate wie «Behinderte liegen uns nur auf der Tasche», sind für mich das, was schon die aus dem Jahre 1938 gewesen sind: Eine materialistische Beleidigung - nichts weiter. Mit seinem Down Syndrom kann mein lieber Bruder jedenfalls nicht 120% arbeiten. Muss er auch gar nicht. Von der NS-Euthanasie haben die dümmlichen Werber, die diese Kampagne ausgeheckt haben, wohl auch noch nie was gehört. Antworten
Diese IV-Kampagne trifft den Nagel auf den Kopf. Es gibt viele Behinderte die sehr gerne Arbeitn würden. Aber leider werden wir (habe MS) vom Arbeitsmarkt meist ausgeschlossen. Es ist in vielen Betrieben möglich einen Arbeitsplatz für Betroffene einzurichten. Aber ein Rollstuhl "stört" das Arbeitsumfeld. Weil Behindert = "Blöd" die allgemeine Meinung ist. Provokativ ? Antworten
Wenn ich die rechtlichen Mächte hätte, würde ich gegen die IV- Klage erheben, und zwar gegen den Verstoss gegen das''Antirassismus-Gesetz'' mit dieser Plakatkampagne. So etwas pietätsloses, diskriminierendes und geschmackloses habe ich noch nie gesehen. Egal was die Message dieser Plakat-Kampagne bedeutet, der Urheber soll dafür deftig gebüsst werden!!! Antworten
IV-Chef Reymond & Co haben von der knallharten heutigen Arbeitswelt so wenig Ahnung, wie meine Grossmutter von der Seefahrt!Sozialstaatlich Repression im Dienst des globalisierten Kapitalismus. Weg von Welfare zu "Workfire",dem staatlich Disziplinierungsapparat, der menschen dazu zwingt, Arbeit um jeden Preis + zu jedem Preis anzunehmen. Zugunsten der superreichen fetten Eliten und ihren Snobs. Antworten
dieser herr hat auch nicht gesagt, halt, halt, so geht es nicht!!!!! damit alles nicht so schlimm ist , entschulige ich mich mal vorsichtshalber!!!!! es koennte ja sein, dass sich einige verletzt fuehlen!!!! es koennte jedoch auch sein , dass sie total der falsche mann, am falschen platz sind!!!! dies vermute ich sehr stark !!!! Antworten
der herr, erkennt diese einfache grenze nicht!!!! scheinbar hat er muehe diese zu erkennen!!! warum solche provokation??? scheinbar erkennt dieser herr, die probleme der iv. nicht und greifft zu provokationen!!!! er meint , dies helfe die probleme zu loesen!!! raten sie mal ob derr herr den rechten posten besetzt!!!!! wer sind seine befoerderer, wie kam der herr zu diesem amt ??????? Antworten
Ich bin körperlich Behindert und fühle mich durch das Vorgehen der IV als Sündenbock hingestellt! Gerade mit Aussagen wie, “Behinderte liegen uns auf der Tasche“ sollte der Bund doch vorsichtig sein. Der Bund hat die grösste Schuld an der finanziellen Situation. Denn der Bund behindert sich selbst mit dem Datenschmutz, der eine Kontrolle ausschliesst und ignorieren von Anzeigen durch faule Beamte Antworten
Die Kampagne der IV ist schlicht lächerlich. Wie sollen Behinderte Arbeit finden, wenn wir schon über 150'000 Arbeitslose haben, die nicht behindert sind? Die Behinderten haben natürlich Recht, aber die Behörden sollen die Arbeitsplätze zur Verfügung stellen. Blosse Appelle - auch provokative - an die Unternehmer bringen überhaupt nichts. Es braucht eine Quotenregelung. Fazit: Geldverschwendung. Antworten
Ich bin auch Vater einer leicht Geistig behinderter Tochter.Ich habe die Inserate am Mittwoch vom Bus aus das erste mal gesehen und ich habe gemeint ,es sei ein böser Bubenstreich!So geht man nicht mit Behinderten um! Weil ja,die meisten in unserem Land ,etwas gegen Behinderte haben!Warum sind die meisten Behindertenheime so weit weg vom Dorf?Oder man wird blöd angeschaut! Ein besorgter Vater Antworten
Nun ist der Faschismus auch bei der IV Führung angekommen. Diese Plakatkampagne ist faschistisch. Dieses Denken ist nun in die 30er Jahre zurückgefallen. Diese Zeit gab es auch schon mal, als sehr viele behinderte Menschen von den Hitler Nazis umgebracht wurden. Die Invaliden waren für die Nazis auch eine Last. Es wäre besser, gegen die Arbeitgeber vorzugehen. Antworten
Wenn das BSV und die IV wuchtig Vorurteile auf den Tisch legen, die jeder Betroffene aus täglichem Erleben kennt, keimt Hoffnung auf. Denn das könnte ja bedeuten, dass die beiden verkrusteten Organisationen angefangen haben, eigene Denkblockaden aufzugeben. Und sich dazu aufmachen,endlich echte Selbstbestimmung zuzulassen statt weiterhin "Invalidität" zu versichern. Jetzt müssen Taten folgen. Antworten
"Der Wunsch ist der Vater des Gedanken.", aber hier wurden die Grenzen des " guten " Geschmacks überschritten. -Gedankenlose Chefs kosten uns nur Geld (unser Geld)-oder - Rostige Dächer haben meist feuchte Keller ! oder Wenn es dem Esel zu wohl wird, geht er auf's Eis tanzen, zum Schluss: "Ein Satz mit x - Das war wohl nix." Antworten
Der Mann ist fehl am Platz. Wessen 'grösseren Interessen' vertritt dieser Mann?! Würde er auch so handeln, wenn er selbst behindert wäre? Oder seine Kinder? Der Mann hat keine Ahnung wovon er schreibt. Ein körperlich behinderter Kind wird ausgegrenzt durch anderen Kindern, die nicht mit ihm spielen weil die Eltern gesagt haben 'Behindert ist minderwertig'. Ein solcher 'Kopf' unterstützt dies. Antworten
Ich frage mich, kann der Bund noch mehr verblöden (entschuldigen Sie diesen ausdruck). Das Nächste werden die Gaskammern sein wie bei Hitler wo man Behinderte und jene die man nicht merh will entsorgt. Wenn Diese Kampagne tatsächlich vom Bund kommt ist das die grösste Schande für unsere Regierung. Ich frage mich, ob es nicht besser wäre einen Kindergarten mit der Regierung unseres Landes zu beauft Antworten
Seit Jahren wird über die berufliche Integration von IV-Bezügern geschwafelt. Wo sind die Arbeitsplätze? Arbeitgeber soll man zwingen, Arbeitsplätze zu schaffen. Aber das geht halt nicht. Deshalb wird der Dreckkübel ausgeleert, auch über nicht "IV-ler". Eine realitätsfremde perfide Verdrehung, dies jetzt in der Krisenzeit, mit Massenentlassungen. War "Hochkonjunktur" Integrationsfördernder? Hallo! Antworten
Dümmer gehts wohl nicht mehr. Und sowas verteidigt der IV Chef sogar noch, notabene mit Staatsgeldern finanziert. Die Werbeagentur hat diese miserable Kampagne mitprovoziert. Provoziere nie, denn es kommt tausendfach zurück. Die IV hat nicht nur ein Finazierungsproblem. Jetzt hat sie auch noch ein Imageproblem. Es ist so. Jammerschade für unsere Mitmenschen mit einem Handicap. Tut mir echt leid. Antworten
Die IV meint sie habe das Recht Menschen zu beleidigen um Ihre Botschaft zu verkünden,das ist nicht entschuldbar .Eine Entschuldigung macht doch diese Plakate nicht rückgänig! Es ist einfach zu provozieren wenn man nicht betroffen ist und gar kein Respekt vor behinderten Menschen hat . Behinderte sind doch nicht Mittel zum Zweck! Behinderte sind Menschen die diese Provokation nicht verdienen! Antworten
Eine unglaubliche Frechheit, und dazu noch so kurz vor Weihnachten, was soll bloss das arme Jesuskind denken. Nun weiss die ganze Schweiz dass es Behinderte gibt, dabei sind die doch so gut versteckt in ihren tollen Villen die sie geschenkt bekommen. Und es gibt ja immer mehr Behinderte, weil das spricht sich ja herum, dass man da den ganzen Tag herumliegen kann und nur Schmerzen hat. Antworten
Sehr geehrter Herr du Bois-Reymond Ich möchte Sie herzlich zum Mut zu einer derartigen Plakat-Kampagne beglückwünschen. Natürlich stellen sich gleichzeitig auch negative Fragen: Unnötige Ausgabe von Steuergeldern, schlechter Ruf von Behinderten. Ich wünsche Ihnen herzlich alles Gute bei der neuen Tätigkeit. Isabel Köchli Antworten
Als arbeitender Rollstuhlfahrer finde ich den Satz "Behinderte liegen uns NUR auf der Tasche" - gelinde gesagt - jetzt nicht wirklich glücklich gelungen formuliert... Auf eine rollstuhlgängige Teilzeitstelle angewiesen habe ich ja nicht gerade die grosse Auswahl an Stellen. Zumal "nur" körperlich behindert und "durchschnittlich" gebildet. Bisher solche Sprüche eher aus Sünneliparteiecke gewohnt... Antworten
Die eigene Fehlleistung geht jetzt also mit systematischer Volksverhetzung einher. Im Vorfeld der 5. IV Revision war man ja nicht imstande, die Arbeitgeber indes in die Pflicht zu nehmen. Diese Kampagne ist ein politisches Instrument, um eine Grundlage zur weiteren verschärften 6.IV Rev. zu schaffen. Die breite Bevölkerung ist ja nicht Entscheidungsträger, um Zugang zur Arbeitswelt zu ermöglichen. Antworten
Mit dieser sträflichen Kampagne werden die hasserfüllten Emotionen (vermeintlich) Zukurzgekommener, die sich an Invaliden schadlos halten wollen, nicht nur ab-, sondern geradezu vervielfacht hervorgerufen. Wer die perfiden Vorurteile abbauen will, die gegen Behinderte kursieren, darf nicht eine unverschämt rücksichtslose Kampagne lostreten, die als fake den Hetzern zudient. Die Strafanzeige der IVB Behindertenselbsthilfe beider Basel ist die richtige Antwort darauf. Antworten
Endlich einmal bewegt sich etwas gegen die Machenschaften der "IV-Versicherung". Wofür werden Monat für Monat IV bzw. AHV-Beiträge bei dem noc arbeitenden Volk abgezogen? Doch wenn diese nicht mehr arbeiten können abgesichert sind, oder sollte ich mich da so täuschen? Landsleute steht auf und wehrt Euch, es ist unser Recht!! Nur Mut, es gibt noch Anwälte die hinter den Antragstellern unterstütz Antworten
eva hat nochmals nachgedacht. Herr Alard du Bois-Reymond- wieso haben Sie die kampagne nicht umgekehrt geschaltet? wenn wir Ihre Fähigkeiten nicht nutzen ( in rot) echt ein wirklicher spruch zum hinsehen. aha, wenn man meine fähigkeiten nicht nutzt was dann? genau und dann die botschaft mit den behinderten- Sie habnen schlechte berater- schade. Antworten
Was für ein Unsinn IV-Gelder mit Werbung zu verschleudern. Ein CEO der solchen Quatsch zulässt und dann noch verteidigt, muss ehrlichen IV-Bezügern die peinlichst überwacht werden, echte Sorgen bereiten. Der Bürger stellt sich die Frage, ob ein Mann, der Mittel derart verschleudert, seiner Aufgabe gewachsen ist. Antworten
In der Verfassung ist die freie Wahl des Berufes und des Arbeitgebers festgeschrieben und die Diskrimierung der Behinderten verboten. Die heutige wahllose Verschacherung an branchenfremde Arbeitgeber zu fuer diesen fast oder ganz kostenlosen Vollzeitarbeitsversuchen unter Psychoterror und Medikamentendopingkeule spottet diesen Verfassungsrechten und verletzt die WGO- und Skalvereiverbotsabkommen. Antworten
Ich findes es unglaublich, dass es in der Schweiz gesetzlich sein soll, anonym einen Satz wie: "Bedinderte liegen uns nur auf der Tasche" von der APG veröffentlichen zu lassen! - Nur der kleinste Teil aller Behinderten ist in der Lage auf dem "freien Markt" eine Leistung zu erbringen welche bare Münze bringt. - Alle anderen werden durch solch eine Kampagne als Schmarotzer in die Ecke gestellt! Antworten
Das Bundesamt ist nicht die IV. Das BSV beaufsichtigt die IV-Stellen -ist also Aufsicht der IV-. Die Kampagne ist befremdend, löst aber die richtigen Diskussionen aus. Leider spielt des BSV IV. Es würde nicht wunden, wenn das BSV die IV-Stellen wieder nicht eingeweiht hätte. Das wäre wieder schlechter Stil. Wenn die Kampagne Behinderten zu Arbeitsplätzen verhilft, solls der IV recht sein... Antworten
Warum hat die IV mit in Grunde genommen zweckgebundenen Geldern zum Problem Arbeit mit Anstellung trotz Behinderung, wenn es denn schon sein muss, nicht direkt sämtliche Arbeitgeber in unserem Land mit der Bitte um mehr Nach- und Rücksicht angeschrieben. Das Echo dazu wäre vermutlich positiver und uns wäre viel böses Blut erspart geblieben. Gruss ein leicht verärgerter Steuerzahler. Antworten
danke herr Alard du Bois-Reymond. Sie haben gut lachen. wo sind die versprochenen arbeitsplätze für invalide? fragen sie mal frauen über die haushaltabklärung welche total erniedrigend ist und nichts bringt. investieren Sie lieber das geld bei den invaliden statt bei teuren werbe firmen. Antworten
Das Grundübel ist doch ganz klar das: Es gibt zu wenig Jobs für sogenannt "Behinderte"; die Wirtschaft muss hier umdenken, und wenn sie es nicht freiwillig tut, dann halt per Gesetz wie in Deutschland dazu gezwungen werden, Arbeitsplätze für beeinträchtigte Menschen anzubieten. Es gibt genügend zu tun, man muss dafür nur die notwendigen Arbeitsplätze/andere Einkommenverteilung vornehmen. Antworten
Der Wurm soll dem Fisch schmecken, nicht dem Fischer. Darum trifft die Kampagne genau ins Schwarze. Die betupften ehrenamtlichen Bedenkenträger sollten sich dafür bedanken, dass man die Behinderten medial aus der Ecke der "Scheininvaliden" und Sündenböcke herausholt. Antworten
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Robert Aeschlimann
Es ist einfach als Gesunder Mensch sich über die Gefühle von Behinderten hinweg zu setzen um sich in den Medien zu profilieren.Ich hoffe das Herr Alard du Bois Reymond in seiner neuen Aufgabe als Direktor des Bundesamt für Migration gleich verhält und die gleichen Texte für eine Migrations-Kampagne verwendet. Das währe sehr interesant. Antworten