«Ich bin ein karibisches Tanzfüdli»
Von Monica Müller. Aktualisiert am 21.11.2011 8 Kommentare
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Fabienne Louves, bei uns im Montagsinterview gehts um die tägliche Arbeit. Was sind Sie eigentlich?
Sängerin, Musicaldarstellerin, in einem Wort: Künstlerin. Jetzt habe ich die Chance, mit meiner Band in einer so grossen Kiste wie der Swiss Christmas Show mitzumachen, das ist toll.
Sie haben auch ein zweites Standbein in einem Stellenvermittlungsbüro. Schauen Sie sich schon um, für den Fall, dass es nicht mehr so gut läuft mit Engagements?
Nein, da mache ich mir keine Sorgen. Ich habe von meinen Eltern das Lebensmotto übernommen, «es chond, wis mues». Und so, wie es kommt, ist es auch gut.
Aber ganz trauen Sie der Sache nicht, sonst würden Sie doch ganz auf die Künstlerkarte setzen.
Ich finde es wichtig für den Lebenslauf, zu zeigen, dass ich auch beim Kaufmännischen dranbleibe. Und es ist ein guter Ausgleich. Eine Tagesstruktur zu haben und etwas runterzukommen, tut mir gut. Finanziell bräuchte ich dieses zweite Standbein nicht, ich könnte mittlerweile allein von der Musik leben.
Man kann Sie sich schlecht im Büro vorstellen.
Ich bin ein karibisches Tanzfüdli – das stimmt schon. Aber ich habe meine KV-Lehre in einem Immobilienbüro gemacht und kann auch anders. Bei meinem jetzigen Arbeitgeber betreue ich Kunden, die Teilzeitjobs anbieten und sensibilisiere sie für Arbeitssicherheit.
Haben Sie also alles erreicht, was Sie je zu hoffen wagten?
Das darf man nie sagen. Aber es läuft richtig gut bei mir. Ich bin auch heute noch stolz, 2007 bei «Musicstar» gewonnen zu haben. Ohne den Titel wäre ich nicht da, wo ich jetzt bin.
«Musicstar» hat aus Ihnen eine Prominente gemacht, wie leben Sie damit?
Man hat uns Kandidaten bei «Musicstar» gut auf das Interesse der Öffentlichkeit vorbereitet. Natürlich musste ich mich erst daran gewöhnen, plötzlich eine öffentliche Person zu sein. Habe ich ein Tête-à-Tête mit meinem Freund oder jogge ich im Wald, könnte ich ausnahmsweise gut darauf verzichten.
Und wenn die Medien von Ihrer Brustoperation berichten?
Das ist der Preis, den man als Promi zahlt. Ich bin ein offener Mensch und kann gut damit leben.
Ist Sängerin Ihr Traumjob?
Ja, das war immer mein Lebenstraum. Jeder Tag ist anders, ich liebe es, mit meiner Band auf der Bühne zu stehen – ich bin eine richtige Rampensau!
Was ist das Schlimmste, was bei Ihrem Job passieren kann?
Technische Probleme. An einem Auftritt in Bern hörte ich mich durch den Knopf im Ohr singen, doch das Publikum hörte nichts – das war ein schlimmer Moment.
Sie können heute genau das machen, wovon Sie schon als 12-Jährige geträumt haben. Was wünschen Sie sich noch?
Ich möchte ein weiteres cooles Album aufnehmen.
Aktuell spielen Sie eine Hauptrolle in der Swiss Christmas Show. Was bedeutet Ihnen Weihnachten?
Ich liebe Weihnachten. Ich geniesse die Stimmung, die Zeit mit der Familie, und ich freue mich auf den ersten Schnee. Natürlich singe ich auch Weihnachtslieder. Als Einzige in der Familie.
Swiss Christmas spielt bis zum 31. 12. auf der offenen Rennbahn in Oerlikon. (Tages-Anzeiger)
Erstellt: 20.11.2011, 17:58 Uhr
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