Schweiz

«Ich kann doch keine Truppen ins Ausland schicken»

Interview: Hubert Mooser. Aktualisiert am 10.08.2011 110 Kommentare

Der Preisüberwacher Stefan Meierhans über die Klagen der Grossverteiler und Importeure am runden Tisch von Bundesrat Johann Schneider-Ammann.

«Auch Richtige darunter»: Stefan Meierhans (l.) über die Teilnehmer am runden Tisch mit unter anderen Bundesrat Johann Schneider-Ammann (M.) und Seco-Chefökonom Aymo Brunetti.

«Auch Richtige darunter»: Stefan Meierhans (l.) über die Teilnehmer am runden Tisch mit unter anderen Bundesrat Johann Schneider-Ammann (M.) und Seco-Chefökonom Aymo Brunetti.
Bild: Keystone

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Herr Meierhans, der runde Tisch ist vorüber. Aber wann profitieren die Konsumenten von den Währungsgewinnen?
Jeden Tag, wenn der Wettbewerb spielt. Die Diskussion heute hat aber gezeigt, dass es die Landesregierung ernst meint, was die Wechselkursproblematik betrifft. Ich hoffe nur, dass die Ohren derjenigen, die es betrifft, nicht verschlossen sind.

Die Grossverteiler und Importeure beklagen sich aber über die ausländischen Exporteure. Wie wollen sie etwas erreichen, wenn alle Opfer sind?
Ich habe heute am Tisch festgestellt, dass sich tatsächlich viele der Teilnehmer beklagt haben. Ich bin der Meinung, dass man nicht immer allen alles glauben sollte. Aber es ist schon auch so, dass man bei internationalen Firmen nur beschränkt etwas machen kann. Ich habe bei meiner täglichen Arbeit selber festgestellt, dass wenn wir entsprechende Briefe ins Ausland schicken und um Gespräche nachsuchen, diese Firmen uns nicht antworten. Wir können sie nicht zu Gesprächen zwingen. Ich kann ja keine Truppen ins Ausland schicken.

Waren denn heute überhaupt die richtigen Kreise am runden Tisch?
Es waren auch Richtige darunter.

Das tönt aber nicht sehr überzeugend.
Doch. Es ist wichtig, dass alle heute die Botschaft mitbekommen haben: Nämlich dass die Währungsgewinne weitergegeben werden müssen. Um dies zu hören, brauchen sie nicht unbedingt am runden Tisch gesessen haben. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 10.08.2011, 16:44 Uhr

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110 Kommentare

Peter Steiner

10.08.2011, 17:51 Uhr
Melden 78 Empfehlung

Hallo! Es gibt auch Methoden, die man an der HSG nicht lernt.Einen organisierten Käuferstreik - beispielsweise. organisiert übers Social Media. Drei Tage dieses Produkt, dann jenes - bis die Logistik verückt spielt. Wollen die alle, dass wir uns auf Schweizer Kerntugenden zurückbesinnen? Auf organisierten Widerstand? Haben wir im Blut. Ist immer noch da. Sagt, wann wir beginnen sollen! Antworten


Marc Lehmann

10.08.2011, 17:03 Uhr
Melden 67 Empfehlung

Es ist keiner gezwungen Nivea Produkte zu kaufen, es muss niemand Elmex auf die Zahnbürste drücken und auch Nutella muss keiner kaufen. Für alle diese Produkte gibt es günstigen und guten Ersatz. Coop und Migros könnten diese Dinge problemlos aus dem Sortiment kippen. Es ginge ganz ganz schnell bis die Hersteller wieder anklopfen würden und sogar die Prämien für die Regalpräsenz erhöhen würden. Antworten



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