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«Ich würde Herrn Thielemann gnadenlos in den Senkel stellen»

Der frühere HSG-Rektor Rolf Dubs würde den umstrittenen Ethikdozenten Ulrich Thielemann hart rügen, aber nicht entlassen. Er kritisiert das vorschnelle Agieren des heutigen Rektors.

«Thielemann hat die akademische Freiheit missbraucht»: Ex-HSG-Rektor Rolf Dubs.

«Thielemann hat die akademische Freiheit missbraucht»: Ex-HSG-Rektor Rolf Dubs.

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Thielemanns Aussagen im Internet

Wann die Universität St. Gallen (HSG) über den «Fall Ulrich Thielemann» entscheidet, ist offen. Gestern teilte die Universitätsleitung mit, man sei nun im Besitz des Wortprotokolls der Anhörung im Deutschen Bundestag vom 25. März. Man werde «in nützlicher Frist» über das weitere Vorgehen informieren.
Der deutsche Finanzausschuss hat das Protokoll am Montagnachmittag im Internet aufgeschaltet. Eine zentrale Stelle findet sich auf Seite 35f. Eine Abgeordnete
stellte die Frage, ob Fortschritte im Bereich der Steuerflucht und Steuerhinterziehung seitens der Schweiz nur mit internationalem Druck erreicht würden. In seiner verschlungenen, stark verschachtelten Antwort benutzte
Thielemann gleich zweimal die Formulierung: «Darüber besteht in der Schweiz keinerlei Unrechtsbewusstsein.»

Das Institut für Wirtschaftsethik der HSG gibt auf seiner Homepage eine Verständnishilfe. Demnach hätte der Kern von Thielemanns Aussage wie folgt gelautet: Der Eindruck, dass sich die Schweiz beim Steuerdossier nur unter
Druck bewege, bestehe tatsächlich. Dies habe sich bei der Einigung mit den
USA gezeigt. Der Vorwurf des fehlenden Unrechtsbewusstseins treffe aber nicht pauschal alle Schweizer, sondern bloss «Exponenten des Finanzplatzes» und «die das Land politisch prägenden Kreise».

Wie beurteilen Sie den «Fall Thielemann»?
Akademische Freiheit ist für mich das höchste Prinzip. Aber sie verlangt von den Wissenschaftlern, dass sie in differenzierter Weise ihre Position darlegen und nicht einfach im Sinn einer Gesinnungsethik einen Sachverhalt vertreten.

Würden Sie Ulrich Thielemann Gesinnungsethik vorwerfen?
Ich habe die Originalprotokolle noch nicht eingesehen. Aber wenn er vor dem Deutschen Bundestag dem Schweizer Unternehmertum in Bezug auf das Bankgeheimnis einfach generell fehlendes Unrechtsbewusstsein vorgeworfen hat, ist das nicht differenziert. Der Bankier Hans Bär beispielsweise hat schon vor Jahren eine kritische Position vertreten.

Und das heisst?
Thielemann hat die akademische Freiheit missbraucht. Das ist besonders problematisch in einer Situation, in der ein Thema dermassen heikel ist und eine undifferenzierte Darstellung noch mehr polarisiert. Von einem Hochschullehrer erwarte ich zuerst eine differenzierte Darstellung – und dann eine eigene Meinung.

Und Sie finden auch, das müsse Konsequenzen haben?
Ich würde Herrn Thielemann persönlich gnadenlos in den Senkel stellen, wie ich das zu meiner Rektoratszeit mit damaligen Kollegen, selbst wenn sie dem Nationalrat angehörten, gemacht habe. Aber dann wäre der Fall für mich erledigt.

Thielemann könnte sich also trotzdem für den Ethiklehrstuhl von Peter Ulrich bewerben, der demnächst in Pension geht?
Genau. Ich würde Thielemann gleich behandeln wie alle anderen Bewerber. Wenn er der Beste wäre, würde ich ihm die Chance geben, die Professur zu übernehmen. Denn meine Philosophie ist: Man straft nicht zweimal.

Jetzt steht aber eine Entlassung im Raum. Rektor Ernst Mohr schliesst diese nicht aus.
Mit einer Entlassung Thielemanns hätte ich Mühe. Das würde dann wirklich zum Grenzfall der akademischen Freiheit. Es sei denn, Herr Thielemann würde sich nach meiner Rüge stur, uneinsichtig und frech verhalten. Dann würde auch ich ihn entlassen. Für ein Argumentieren auf einer differenzierten und sachlichen Basis wäre ich aber offen.

Wie sehr schadet der Wirbel um den Fall dem Image der HSG?
Der Imageschaden ist beträchtlich. Jetzt kann jede Gruppierung den Fall zu ihren Gunsten auslegen. Thielemann hat diese Polarisierung aber zu einem grossen Teil selber verschuldet.

Und Rektor Hans Mohr hat noch Öl ins Feuer gegossen?
Der Rektor hat wohl etwas schnell reagiert. Aber er ist natürlich auch unter Druck geraten. Kommt hinzu: Es ist nicht das erste Mal, dass Herr Thielemann mit undifferenzierten Aussagen Probleme schafft. Dass dann der Rektor einmal vorschnell reagiert, mag kritisch sein, ist aber verständlich.

* Rolf Dubs war von 1990 bis 1993 Rektor der Universität St. Gallen. (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 07.04.2009, 23:38 Uhr

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58 Kommentare

Hansuli Anderegg

07.04.2009, 09:24 Uhr
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Die Frage ist anders zu stellen: wollen wir Professoren mit Steuergeldern finanzieren, die ihre politischen und religiösen Ueberzeugungen - tendenziös, auch ohne notwendigen Sachverstand - als Wissenschaft verkaufen. Die Gier der Manager auf Geld kennen wir. Die Gier von Professsoren auf Macht und Einfluss, ist immer noch fast tabu. Antworten


ursina messerli

07.04.2009, 08:45 Uhr
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es ist doch bekannt, dass in der schweiz die wahrheit unter dem tisch beibt. jeder ist sofort ein nestbeschmutzer.es wird derjenige verfolgt, der die wahrheit sagt. und nicht die wahrheit ist wichtig. in allen fällen, ubs, militär nef usw wurde immer nur gegen den überbringer der wahrheit ermittelt, damit die wahrheit als etwas unrechtes daher kommt. Antworten


Jan Holler

07.04.2009, 08:45 Uhr
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Gerade Franz Jäger ist der Richtige, um sich hier wieder einmal in den Vordergrund zu spielen. Alte Männer werden oft reaktionär und wenn sie dazu noch so eitel erscheinen, kommt dann solches heraus. Thielemanns Entlassung zu fordern ist einfach peinlich. Und der deutsche Rektor macht mit seiner übertrieben Reaktion den Eindruck, als wolle er sich, als Deutscher, unbedingt distanzieren. Antworten


Richard Marti

07.04.2009, 08:44 Uhr
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Vielleicht ging es Herrn Thielemann darum einen neuen prestigeträchtigeren Arbeitgeber zu finden? Wes Brot ich ess', dess' Lied ich sing! Antworten


Gerald Deix

07.04.2009, 08:17 Uhr
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Das Problem mit Herrn Thielemann ist, dass viele seiner Aussagen wissenschaftlich ethisch gesehen falsch sind und oft auf banalen Anfängerfehlern beruhen. Die St. Gallerische integrative Wirtschaftsethik nimmt die Ethik nicht ernst. Das ist Grundbestandteil des Ansatzes. Ich sage das als ausgebildeter Ethiker und würde Herrn Thielemann gerne einen Wirtschaftsethik-Einsteigerworkshop schenken. Antworten


Andreas R. Schulthess

07.04.2009, 08:01 Uhr
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Einmal mehr wird die akademische Freiheit als Vorwand für politische Agitation missbraucht. Man hat offensichtlich von den alt68ern gelernt und kopiert nun diese der mit Infiltration in den Universitäten und Hochschulen. Und da spielt die Nationalität eigentlich keine Rolle. Dass einige Dozenten, nicht nur Schweizer auch Deutsche, an Profilierungssucht leiden, dürfte auch allgemein bekannt sein. Antworten


Peter Tscharner

07.04.2009, 07:55 Uhr
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Natürlich muss Herr Thielemann sagen können, was er denkt. Wenn er dies aber ausdrücklich als HSG-Repräsentant tut - also zumindest indirekt als Staatsbesoldeter - sieht die Sache ein bisschen anders aus. Und das hat nichts mit seiner Nationalität zu tun, sondern damit, dass er seine Aussagen anscheinend nicht ausreichend mit seinen Vorgesetzten abgesprochen hat. Was halt ein Kündigungsgrund ist. Antworten


Hans Peter Lüdi

07.04.2009, 07:53 Uhr
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Wenn schon, dann hätte Herr Thielemann auch gleich sagen müssen, dass gerade auch deutsche Banken enet dem Rhein Schwarzgelder aus anderen Ländern horten, wie die vielen Beweise zeigen. Antworten


Bruno Furrer

07.04.2009, 07:11 Uhr
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Getroffene Hunde bellen... Professor Thielemann hat mit seiner Aussage den Nagel auf den Kopf getroffen. Und die Reaktion der Kläffer aus Politik und Wirtschaft bestätigt den Wahrheitsgehalt seiner Worte vollumfänglich. Die sogenannte Elite unseres Landes beweist mit erstaunlicher Regelmässigkeit, dass Selbstkritik oder Einsicht nicht Bestandteil ihres Wortschatzes sind.. Antworten


Hans Meier

07.04.2009, 07:04 Uhr
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Man merkt, dass viele die hier einen Kommentar schreiben das Interview mit dem Rektor der HSG nicht gelesen haben. Dieser kritisiert, dass Thielmann diese Aussage vor einem Ausschuss des Bundestages machte und er sich dadurch in den Wahlkampf einspannen liess. Hätte er diese Aussagen an einer Universität in Deutschland gemacht wäre es gar kein Thema. Antworten


Abraham stern

07.04.2009, 06:52 Uhr
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Schafft die HSG ab. Das würde der ganzen CH Volkswirtschaft weit mehr bringen, als der angerichtetet Schaden. Ist eh nur eine LOGE in sich! Antworten


Hans Wild

07.04.2009, 06:20 Uhr
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Die HSG ist nur noch ein Hort der Peinlichkeiten. Was da gelehrt und gelernt wird hat nichts mit Wissenschaft zu tun, das ist nur noch reine Glaubenssache, und dazu gehört - leider im Verständnis vieler Gläubiger - auch eine Inquisition. Antworten


Hedi Gerber

07.04.2009, 06:14 Uhr
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@ Egon Stein: ah, ja. Dann ist es auch legitim, dass Kolumbien Kokain exportiert, dass in Italien die Mafia ihre eigenen Gesetze hat, dass in Mittelamerika Organhandel betrieben wird... Was ist denn das für ein Blödsinn?? Ich bin froh, dass es (noch) Leute wie Thielemann und Ullrich gibt! Scheinen weit und breit die einzigen zu sein, die vernünftig denken und handeln können. Weiter so!! Antworten


Ulrich Raumer

07.04.2009, 06:14 Uhr
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Das Bankgeheimnis ist für mein Verständnis so etwas wie ein teures Auto. Viele haben keinen Bedarf dafür (zu wenig Geld) , andere hätten es gerne. Wenn nun überfahren (Hinterziehung) wird ist aber nicht der Hersteller (Schweiz) schuld, solange das Fahrzeug den festgelegten Vorschriften entspricht (Verträge). Die Industrie wehrt sich da auch. Manchmal werden Vorschriften mit Tuning umgangen (UBS). Antworten


Tom Kuhn

07.04.2009, 05:56 Uhr
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Mit "Schweizer Eliten" hat Thielemann vergessen, dass Steuerhinterzieher auch von deutscher Nationalität sind. Einfach über Schweizer schlecht zu reden, sowas finde ich nicht nur undifferenziert sondern einfach unter der Gürtellinie. Ohne CH-Banken, die viel Steuern zahlen, kann sich die Schweiz Thielemann kaum leisten. Vielleicht sollte er lieber in DE seine Brötchen verdienen und Steuern zahlen. Antworten


julian Gerber

07.04.2009, 05:52 Uhr
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wir tun UNRECHT?? wo, wie ?? habe ich geld von saddam angenommen ?? nur so nebenbei: ich bin Deutscher. Die Schweizer können so wenig dafür wie andere Leute auch. Es gehört sich aber nicht, dass ein Deutscher, der hier gut lebt, das Land so kritisiert. In anderen Ländern gibt es auch "Unrecht" und "fehlendes Bewusstsein". Fazit: Kommentar war unnötig. Antworten


Ernst Moser

07.04.2009, 05:24 Uhr
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Es ist eine echte Freude, diese Kommentare zu lesen. Im Gegensatz zu den üblichen, völlig unsachkenntlichen"Stammtischkommentaren" endlich ein Artikel, der offensichtlich auch Intelligenzen zum schreiben verführt. Herzlichen Dank dafür. Antworten


Rudolf Steiner

07.04.2009, 04:54 Uhr
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Gratulation an die Adresse von Prof. Rainer J. Schweizer, der als einziger öffentlich Stellung für seinen Kollegen Ulrich Thielemann bezieht. Trotz allen Umfragen wissen wir St.Galler, dass das elitäre, überhebliche Gedankengut, das auf dem St.Galler Rosenberg oben gelehrt wird, nichts mit uns St.Galler Normalos zu tun hat. Was ist nur aus Franz Jäger, dem ehemaligen Revolutionär geworden! Schande Antworten


Beatrix Clarke-Bausch

07.04.2009, 04:30 Uhr
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Endlich einmal die Wahrheit. Ein Bankgeheimnis ist nur noetig fuer Leute und Firmen, die das Gesetz ihres eigenen Landes hintergehen wollen und nicht zum allgemeinen Wohlergehen beisteuern wollen. Ehrlichkeit wuerde unserer Schweizerseele sehr gut tun. Ich bewundere den Professor. Antworten


theodor hilgers

07.04.2009, 04:25 Uhr
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Wie ist es moeglich, dass ein Land, welches immer seine demokratischen Werte in die Diskussion bringt, eine so miserable Streitkultur hat. Wird Einigkeit durch unter den Teppich kehren kreiert? Wo sind die Stimmen, welche das Verhalten hinterfragen! Wer es tut ist ein Nestbeschmutzer ? Warum braucht ein Land ohne Rohstoffe ein Bankgeheimnis? damit Auslaender dort ihr Geld verstecken koennen ? Antworten


Thomas Hafner

07.04.2009, 03:03 Uhr
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Guter Thielemann, Böse Schweiz? So einfach wie es sich meine "Vorredner" machen ist die Sache nun doch nicht. Thielemann hat das ausgeprägte Bedürfnis sich öffentlich in Szene zu setzen. Wie damals im Club. Oder auf TeleZüri. Das hat eher mit übersteigertem Selbstbewustesein zu tun als, als mit nachvollziehbaren Argumenten. Er argumentiert nicht, er behauptet. Antworten


Heinz Saurer

07.04.2009, 02:04 Uhr
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Es ist ein Unterschied, ob Thielmann seine Meinung im Hörsaal oder in Medien kundtut, oder ob er (freiwillig) vor einem Ausschuss aussagt, dessen einziges Ziel ist, Andersdenkende (zu Recht oder Unrecht) anzuklagen. Meinungsäusserung ist statthaft und erwünscht. Aussagen vor solchen Gremien, vor allem wenn sich noch falsch und aggressiv sind,nicht.Thielmann, egal woher er kommt gehört,abgesetzt. Antworten


Emrah Erken

07.04.2009, 02:00 Uhr
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Es stellt sich zunächst die Frage, welches GrundR betroffen ist. Die Meinungsfreiheit (BV 16) oder die Wissenschaftsfreiheit (BV 20), wie Prof. Schweizer dies suggeriert? Im Interview gab T. an:"Und da vertrete ich die Meinung: Jeder soll Steuern dort zahlen, wo er wohnt." T hat wohl noch nie etwas von Quellenbesteuerung gehört! Wohl eher BV 16 in Anbetracht dieser unwissinschaftlichen Aussage. Antworten


Beny Frei

07.04.2009, 01:51 Uhr
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"Thielemann selber zog es am Montag vor, zu schweigen." Das macht ihn noch sympathischer. Wenn nur alle anderen seinem Beispiel folgen würden! Aus dem Munde eines SvP-lers tönt das Wort "Fingerspitzengefühl" fast schon sarkastisch. Hätte er doch auch geschwiegen! Die Forderung des "Greeny-Oberethikers" Prof. Franz "wie hiess der denn " ist lachhaft, wäre sie nicht zum Weinen! Antworten


Patricia Erni

07.04.2009, 01:43 Uhr
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ich schäme mich seit ich denken kann wegen dem Bankgeheimnis Antworten


Hanspeter Bruhin

07.04.2009, 01:32 Uhr
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Was Thielemann gesagt und geschrieben hat, disqualifiziert ihn als Ethikprofessor. Er ist über Gebühr naiv und dazu politisch fixiert. Sein Argumentarium ist ohne Abwägung und ohne historische Perspektive. Andererseits wurde er in der Öffentlichkeit kaum wahrgenommen und der Schaden dürfte begrenzt sein. Antworten


Wolfgang Erschwil

07.04.2009, 01:32 Uhr
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lieber Herr Drf. Bauer, nur weil er ein Deutscher ist darf er seine Meinung als Ethikdozenten gegen die Schweiz nicht vertreten. Was für eine Heuchlerei.... als Schweizer schäme ich mich zutiefst, das manche Studierten solch eine Meinung haben. Antworten


Yves Latour

07.04.2009, 01:06 Uhr
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Ich teile die Ansicht von Prof. Schweizer. Und: man sollte Dissens nicht mit Illoyalität verwechseln. Gerade angesichts dieser Krise sollten sich mehr CH-Profs in die Öffentlichkeit wagen, nie war das Interesse grösser und in der CH sind verschiedene Meinungen nicht nur geduldet sondern erwünscht. Antworten


Ernst Gyger

07.04.2009, 00:24 Uhr
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Thielemann erzählt einen Haufen Bockmist.Trotzdem muss er dieses in Freiheit tun können. Selber schuld, wer ihn anstellt. T. muss sich selber auch Rechenschaft ablegen, ob er für eine schweizer Eliteuni tätig sein will. Gut, er kann das System von 'innen' verändern, wie viele Moralisten das wollen - oder die HSG als deutsche Eliteuni im Ausland ansehen, wie der betuchte deutsche Nachwuchs das tut. Antworten


Stephan Urben

07.04.2009, 00:23 Uhr
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Bedenkt man, was die Abzockergilde von HSG-Abgängern der CH angetan hat, mutet dieses kleingeistige Episödchen direkt peinlich an. Warum darf man in unserem Land die Wahrheit nicht (mehr) sagen? Political Correctness als (erneute) geistige Zwangsjacke!? Das kann uns nicht weiterbringen. Wisst ihr, wieviel Blut an diesen Dreckgeldern klebt, auf die wir offensichtlich nicht verzichten können sollen? Antworten


Dieter Wundrig

07.04.2009, 00:21 Uhr
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Wo bleibt denn die viel gerühmte Meinungsfreiheit der Schweiz.Wie schnell man zu einem"Nestbeschmutzer" werden kann,gar mit Entlassung droht.Und das alles wegen dem Image der Universität.Wo kommen wir da hin wenn jeder dem anderen nach dem Mund redet,möchte man in der Schweiz wirklich solche Lehrkräfte.Dann muss man sich auch nicht über unkritische Studenten wundern.Unrechtsbewusstsein gleich null Antworten


Erich Vogt

07.04.2009, 00:10 Uhr
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Gerade von einem Ethik-Professor hätte ich eigentlich ein ethisch korrektes Verhalten erwartet. Und von einegen der Kommentarschreiber ein wenig mehr Wissen. Die Schweiz führt im Rahmen des Zinsbesteuerungabkommens etliche Millionen pro Jahr an den Deutschen Fiskus ab - dises Geld hat Herr Steinbrück und seine Vorgänger auch immer gerne genommen. Antworten


Tobias TÖBELI

07.04.2009, 00:03 Uhr
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Prof. Dr. U. Thielemann ist Wirtschaftsethiker und hat das Recht auf freie Meinungsäusserung, wie sie und ich. Ich bin überzeug, dass er uns nicht schaden wolle und seinen Landsleuten auch keine Freude machen wollte. Wir alle werden überrascht sein, was er uns zu sagen hat auf die Frage: Was halten Sie von der grauen Liste - fehlt da nicht die eine oder andere Oase? Wenn JA - was halten sie davon? Antworten


Werner Obrecht

07.04.2009, 00:02 Uhr
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Bemerkenswert an den Reaktionen des Rektors der HSG und der genannten Politiker ist, dass sie sich nicht auf die Frage beziehen, ob die Aussagen von Prof. U. Thielemann zutreffend (wahr, begründbar) waren, sondern ob sie politisch opportun sind. Die Skandalisierung der Stellungnahme Thielemanns wirft damit unter anderem die Frage auf, wozu wir an unseren Universitäten Ethiker beschäftigen. Antworten


Urs Derendinger

06.04.2009, 23:59 Uhr
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Ich war einmal ein guter Patriot! Was ich in den letzten Wochen allerdings erleben musste von all den mauernden Schweizern, lässt meine Vaterlandsliebe erkalten. Jetzt darf ein Professor, der den Studenten das freie Denken lehren sollte, nicht einmal mehr seine Meinung sagen! Ganz klar: wenn jemand aua schreit, dann hat der Schütze getroffen. Antworten


Alfred Kleeb

06.04.2009, 23:56 Uhr
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Liebe Zita Gantenbein. Eine Richtigstellung zu Ihrem Beitrag ist nötig. Die rechten, die sogenannten bürgerlichen Parteien, begreifen dies nicht. Die SP und die Grünen, die nicht von den Bnken unterstützt werden, habn schon seit längerer Zeit die Aufhebung des Bankgeheimnisses gefordert. Antworten


Erich Hofstetter

06.04.2009, 23:55 Uhr
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Egon Stein, endlich einmal eine wirklich orginelle Rechtfertigung für das Bankgeheimnis. Selten so gelacht! Tatsache ist doch, dass die Erträge vieler rohstoffreicher Staaten als Fluchtgelder auf Schweizer Bankkonten landen. Ein Rest Unrechtsbewusstsein ist aber doch da: Allein darum der geschlossene Aufschrei der Empörung von links bis rechts. Antworten


Hans Meier

06.04.2009, 23:52 Uhr
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«Thielemanns Auftritt … sei ein ‹grober Fehler› gewesen» und dann weiter unten: «… wolle er sich zuerst das Bundestagsprotokoll beschaffen – ‹damit ich weiss, was Thielemann genau gesagt hat›.» Mit anderen Worten: Ich habe zwar keine Ahnung, um was es geht, aber meine Meinung steht schon fest. Und sowas nennt sich Wissenschaftler und Universitätsrektor! Und da soll ich die HSG noch ernst nehmen? Antworten


Niklaus Reichle

06.04.2009, 23:51 Uhr
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Als HSG-Student bin ich sowohl in den Genuss einer Vorlesung bei Jäger als auch bei Thielemann gekommen. Letzterer verhielt sich stets korrekt und argumentierte wissenschaftlich - zwar deutlich aber fundiert. Bei ersterem hingegen blitzte ständig die private Meinung durch, wobei Wissenschatft und Politik alles andere als sauber getrennt wurden. Wer von beiden sollte nun gerügt werden? Antworten


Lars Aregger

06.04.2009, 23:49 Uhr
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Der Job von Herrn Thielemann ist völlig überflüssig, ich als Rektor würde ihn fristloss entlassen, erstens aus genanntem Grund und zweitens geht es bei der aktuellen Debatte gar nicht um Ethik, sondern um die knallharte Verteilung der weltlichen Interessen, da brauchen wir nicht einen Deutschen der hier Moralapostel zu spielen versucht. Wie peinlich !! Antworten


Alfred Kleeb

06.04.2009, 23:49 Uhr
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Da hat Herr Prof. Thielemann nichts als die Wahrheit gesagt und wird prompt angeschossen. Der Bundesrat, das Parlament, natürlich die Banken und die von diesen alimentierten Parteien, mit ausnahme der SP, haben in Sachen Bankgeheimnis jegliches Unrechtsbewusstsein vermissen lassn und Jahrzehnte, ohne Skrupel, jeden ins Land geslassen, wenn er nur Geld mitgebracht hat. Antworten


Uriel Berlinger

06.04.2009, 23:47 Uhr
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Ich registriere wieder einmal, dass die hochgeschriebene Meinungsfreiheit in der Schweiz den Tiefpunkt erreichte. Hierzulande ist nur die Meinungsfreiheit zulässig, die der Führungsschicht passt. Alle anderen werden mundtot gemacht. Es werden auch zu viele Texte in den Schweizer Medien zensuriert. Der deutsche Wirtschaftsethiker Dr. Ulrich Thielemann hat in seinen kritischen Aussagen völlig Recht. Antworten


Adrian Brun

06.04.2009, 23:44 Uhr
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Meinungsfreiheit, das gilt für jeden bzw. für jede, auch für Herr Tiehlmann. Ich teile seine Ansichten überhaupt nicht. Aber klar soll er seine Meinung kundtun. Die HSG ist schon lange kein Hort für wirtschaftliches Denken mehr. Die HSG lebt von ihrem Ruf, mehr nicht, das ist halt meine Meinung. Antworten


Andreas Osswald

06.04.2009, 23:38 Uhr
Melden

Wie peinlich für die HSG und insbesondere auch den Rektor, der wohl noch nie etwas von der Freiheit von Forschung und Wissenschaft gehört hat. Wer den Diskurs unterbindet - und das tut derjenige, der mit Entlassung droht - hat weder in der Politik noch in der Wissenschaft etwas verloren. Diesen Herrn Jäger habe ich auch mal als Student erleben dürfen. Mein Anstand verbietet mir jeden Kommentar. Antworten


Egon Stein

06.04.2009, 23:31 Uhr
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Das Bankgeheimnis ist ein Teilersatz für das Rohstofffreie Land Schweiz. Deutschland hat als Wettbewerbsvorteil offene Handelswege sowie eigene Rohstoffe, Auch deshalb muss jedes Land zum Schutz seines Wettbewerbs eigene,unantastbare Gesetzesregelungen haben. Dazu gehört auch das unlogische aber für die Schweiz unverzichtbare Bankgeheimnis.Egon Stein,Meggen Antworten


Pete Gutti

06.04.2009, 23:27 Uhr
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könnte es nicht sein, dass diejenigen welche auf Prof. Thielemanns einhauen auch mal an der HSG waren? Antworten


Pascal Scherrer

06.04.2009, 23:24 Uhr
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Schön wenn die akademische Freiheit auch zu einer angemessenen akademischen Leistung führen würde. Aber wie die meisten Studierten und vor allem Studierenden wissen und täglich erfahren müssen, sind viele Akademiker weder gut in der Forschung noch gut in der Lehre Es bleibt ihnen nichts anderes übrig sich sonst irgendwie in Szene zu setzen und das Resulat sieht man ja. Zürich grüsst St. Gallen. Antworten


Martin Meier

06.04.2009, 23:20 Uhr
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Als Student der HSG bin ich froh, dass es Professoren wie Herr Thielemann oder Herr Ullrich gibt. Dessen Kurse gehörten zu meinen Highlights. Wenn jemand das Bild der HSG gefährdet dann ist es Herr Jäger, der vergisst dass VWL nur eine Theorie einer nicht existierenden "perfekten" Welt ist. In seinen Fernsehauftritten missioniert er ein überholtes neo-liberales Gedankengut .Schande für die HSG. Antworten


Peter Weierstrass

06.04.2009, 23:11 Uhr
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Ulrich Thielemann verdient mein Lob. Ob dieser Mann Recht hat oder nicht, hängt weder von seiner Nationalität noch von seinem Brötchengeber ab! Uns Schweizern fehlt wirklich das Unrechtsbewusstsein. Ob wirs jetzt Steuerhinterziehung nennen oder nicht - der deutsche Staat ist um seine Einnahmen betrogen. Oder ist unsere Regierung zufrieden damit, wenn ich meine Batzen in Luxemburg verstecke? Antworten


jan houtsma

06.04.2009, 23:08 Uhr
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Es ist ein skandal, dass ein wissenschaftler reingeredet wird aus sog. nationalen interessen. Hiermit macht sich die Schweiz nur noch suspekter und bestätigt alle vorurteile. Der rektor sollte mMn sofort entlassen werden. Antworten


Nikola Blöchliger

06.04.2009, 23:05 Uhr
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Ich muss sagen, ich halte eigentlich nicht viel von der Uni St. Gallen. Ulrich Thielemann jedoch gefällt mir sehr. Was er gesagt hat stimmt und dass er es gesagt hat zeigt seine Courage! Solche Leute würden wir in Zürich gerne sehen :) Antworten


robert neuhaus

06.04.2009, 22:57 Uhr
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wie peinlich für die schweiz! ich schäme mich, und: senkrechte eidgenossen, wenn ihr noch einen rest ehre im blut habt, dann lasst ihr euch solches von diesen heuchlern nicht bieten! wenn wir unrecht tun, dann stehen wir auch dazu! Antworten


Ein Schweizer

06.04.2009, 22:37 Uhr
Melden

Gerade ein Professor für Ethik sollte bei seinen Aussagen nicht an Richtlinien gebunden sein. Die empfindliche Reaktion aus der Schweiz zeigt doch nur wie treffend Herr Dr. Prof. Ulrich Thielemann eine Tatsache formuliert hat. Etwas durch eine umformulierung beschönigen zuwollen hilft da auch nichts. Antworten


Kurt Gschwind

06.04.2009, 22:31 Uhr
Melden

Herr Thielemann sagt doch einfach eine sehr unbequeme Wahrheit. Und dass seine Kollegenschaft, die ja mitverantwortlich ist für die moralisch-ethische Fehlleitung ihrer Studenten, ihn mundtot machen will, relativiert alle schönen Worte des Bedauerns und die Krokodilstränen, die die HSG-Professorenschaft bisher im Zusammenhang mit der Finanzkrise abgesondert hat. Es braucht wirklich eine neue Ethik Antworten


Zita Gantenbein

06.04.2009, 22:30 Uhr
Melden

Die Wahrheit wird selten goutiert. Aber Dr. Ulrich Thielemann hat aus ethischer Sicht absolut Recht. Das ist es was Links und Rechts nicht begreifen wollen. Wie sollen die auch! Antworten


Dr. Martin Bauer

06.04.2009, 22:29 Uhr
Melden

Ja, das Problem mit dem Finderspitzengefühl haben die Nachbarn im Norden noch nicht gelöst. Ein deutscher Professor im Gastland Schweiz hätte eigentlich angesichts der gespanntheit der Situation eine Einladung vom Deutschen Bundestag ablehnen müssen aber eben, das Taktgefühl.... Antworten


Anton Nonymus

06.04.2009, 22:26 Uhr
Melden

Ja, genau das finde ich auch, ich bin absolut einverstanden. Antworten


Georg Stadler

06.04.2009, 22:22 Uhr
Melden

Schweizer Kleingeistigkeit in Reinkultur! Wann wird es unser Land endlich lernen, auch kontroverse Meinungen - gerade von Deutschen und über Deutsche - zu akzeptieren. Wenn man offenkundig nicht in der Lage ist, Professuren durch ausreichend qualifizierte Schweizer zu ersetzen, darf man den stattdessen Berufenen nicht ständig ihre Nationalität zum Vorwurf machen. Antworten



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