Schweiz

In der SVP brodelt es – wegen Spuhler

Dass sich der starke thurgauer Unternehmer gegen die Minarett-Initiative stellt, bringt SVP-Leute in Wallung. Sogar ein Austritt wird gefordert.

Alphatier, das sich nicht immer der Parteilinie anpasst: Peter Spuhler.

Alphatier, das sich nicht immer der Parteilinie anpasst: Peter Spuhler.
Bild: Keystone

Peter Spuhler sei ein Verräter, ein «Kuckucksei», der in der BDP besser aufgehoben wäre als in der SVP: Das steht in einer E-Mail, die vergangene Woche in der SVP kursierte und der Zeitung «Sonntag» vorliegt. Absender: Der Aargauer SVP-Fraktionschef Andreas Glarner. Glarner begründet die Austrittsaufforderung an Spuhler mit seinen öffentlichen Aussagen gegen die Anti-Minarett-Initiative. «Wer sich wie Spuhler wiederholt diametral und öffentlich gegen die Meinung der Partei stellt, muss sich fragen, ob er noch am richtigen Ort ist», sagt Glarner gegenüber dem «Sonntag».

«Spuhlers Vorgehen ist ein Affront für all die Parteimitglieder, die an ihrem freien Samstag ehrenamtlich in Plakate hängen und dann am Sonntag in der Zeitung lesen müssen, dass sich ein Parteiexponent gegen die Initiative stellt», sagt er. «Es brodelt an der Basis, viele Mitglieder sind frustriert.» Die E-Mail löste in der SVP hinter den Kulissen grosse Aufregung auf. Glarner sagt, er habe sich mittlerweile mit Spuhler telefonisch ausgesprochen: «Spuhler sieht seinen Fehler ein.» (cpm)

Erstellt: 01.11.2009, 07:28 Uhr

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