In der SVP brodelt es – wegen Spuhler
Artikel zum Thema
Peter Spuhler sei ein Verräter, ein «Kuckucksei», der in der BDP besser aufgehoben wäre als in der SVP: Das steht in einer E-Mail, die vergangene Woche in der SVP kursierte und der Zeitung «Sonntag» vorliegt. Absender: Der Aargauer SVP-Fraktionschef Andreas Glarner. Glarner begründet die Austrittsaufforderung an Spuhler mit seinen öffentlichen Aussagen gegen die Anti-Minarett-Initiative. «Wer sich wie Spuhler wiederholt diametral und öffentlich gegen die Meinung der Partei stellt, muss sich fragen, ob er noch am richtigen Ort ist», sagt Glarner gegenüber dem «Sonntag».
«Spuhlers Vorgehen ist ein Affront für all die Parteimitglieder, die an ihrem freien Samstag ehrenamtlich in Plakate hängen und dann am Sonntag in der Zeitung lesen müssen, dass sich ein Parteiexponent gegen die Initiative stellt», sagt er. «Es brodelt an der Basis, viele Mitglieder sind frustriert.» Die E-Mail löste in der SVP hinter den Kulissen grosse Aufregung auf. Glarner sagt, er habe sich mittlerweile mit Spuhler telefonisch ausgesprochen: «Spuhler sieht seinen Fehler ein.» (cpm)
Erstellt: 01.11.2009, 07:28 Uhr
Schweiz
Schweiz
Meistgelesen in der Rubrik Schweiz
- 1Roger de Weck in der Kritik
- 2Rohe Gewalt als Markenzeichen
- 3300 Einsprachen gegen Bauprojekte – Initianten gehen auf die Barrikaden
- 4Die seltsame Vergabepraxis des Bundesamts für Migration
- 5Möglicher Euro-Austritt: Bund arbeitet an Notfallplan
- 6«Die Schweiz muss intensiver nach Steuerbetrügern fahnden»

































