Schweiz

«Innovation, Innovation, Innovation»

Aktualisiert am 17.02.2012 11 Kommentare

Johann Schneider-Ammann hat sich heute in Warschau mit seinem polnischen Amtskollegen Waldemar Pawlak getroffen. Mit seiner Mission in Polen verfolgt der Wirtschaftsminister vor allem drei Ziele.

Sind sich einig in Sachen bilaterale Verträge: Der polnische Vizepremier Waldemar Pawlak und Wirtschaftsminister Johann Schneider-Ammann in Warschau.

Sind sich einig in Sachen bilaterale Verträge: Der polnische Vizepremier Waldemar Pawlak und Wirtschaftsminister Johann Schneider-Ammann in Warschau.
Bild: Keystone

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Bundesrat Johann Schneider-Ammann und der polnische Vizepremier- und Wirtschaftsminister Waldemar Pawlak haben heute in Warschau vor den Medien die Wichtigkeit der bilateralen wirtschaftlichen Beziehungen betont.

Zuvor tauschten Wirtschaftsvertreter sich an einem runden Tisch über ihre Bedürfnisse aus. Den Schweizern gehe es dabei vor allem um Transparenz, weniger Bürokratie und mehr Innovationen. Beide Länder wollen an einem nächsten runden Tisch nun über Energiefragen diskutieren.

Bundesrat als Türöffner

Mit seiner Wirtschaftsmission in Polen verfolge er drei Ziele, sagte Bundesrat Schneider-Ammann. Nebst dem persönlichen Kennenlernen gehe es ihm darum, mitzuhelfen, die bereits guten Handelsbeziehungen noch zu stärken und drittens den Schweizer Unternehmen Türen zu öffnen.

Letztlich seien es die Unternehmen, die die wirtschaftlichen Beziehungen qualitativ und quantitativ verbessern. Im vergangenen Jahr haben die beiden Ländern ein Handelsvolumen von rund 3,3 Milliarden Franken erreicht - nach einem krisenbedingten Einbruch 2009 eine markante Steigerung.

Er habe sich darum ausserordentlich gefreut, am Donnerstagmorgen einen runden Tisch mit Wirtschaftsvertretern eröffnet zu haben, sagte Schneider-Ammann. Transparenz und damit verbundene offene Märkte und mehr Wettbewerb sowie Innovation haben dabei im Zentrum gestanden.

«Wir kennen die europäischen Herausforderungen», sagte Schneider-Ammann mit Blick auf die Schuldenkrise. Zudem sei der Wechselkurs eine Herausforderung. «Das Rezept heisst Innovation, Innovation, Innovation».

Fragen von polnischen Journalisten nach einer neuen Untergrenze für das Euro-Franken-Paar beantwortete Schneider-Ammann mit dem Verweis auf die Unabhängigkeit der Schweizerischen Nationalbank (SNB). Seit vergangenem September gilt eine Untergrenze von 1,20 Franken.

Austausch über die Wissenschaft

Als nächstes wollen die beiden Länder nun einen runden Tisch für die Wissenschaft ins Auge fassen. Als möglicher Durchführungsort käme zum Beispiel das Cern in Genf in Frage, das in Polen gut bekannt ist. Thematisch könnte die Energiefrage im Zentrum stehen, sagte Schneider-Ammann.

Während die Schweiz aus der Atomenergie aussteigen will, plant Polen den Bau von zwei Kernkraftwerken. Es zeichne sich eine interessante Zusammenarbeit ab, sagte Waldemar Pawlak.

Generell unterstrich er das Interesse an guten Beziehungen mit der Schweiz. «Wir schätzen die Zusammenarbeit mit den Unternehemn aus der Schweiz sehr, denn sie spielen eine grosse Rolle in der polnischen Investitionslandschaft», sagte Pawlak.

Kohäsionszahlungen als Konjunkturspritze

Fast die Hälfte der sogenannten Kohäsionsmilliarde, mit der die Schweiz die zehn im Jahr 2004 neu hinzugekommenenen EU-Ländern unterstützt, fliesst nach Polen. Das Land ist damit der grösste Empfänger der Schweizer Unterstützungsgeldern. Ingesamt fliessen aber über 60 Milliarden Euro an Struktur- und Kohäsionszahlungen nach Polen.

Diese Zahlungen wirkten wie Konjunkturpakete. Polen hat als einziges Land der EU eine Rezession verhindern können. Zu verdanken hat das Land dies aber auch seiner Währung.

Der Zloty hat sich vorübergehend um über ein Drittel abgeschwächt. Ganz spurlos wird die Krise nicht an Polen vorübergehen. Für 2012 wird ein Wirtschaftswachstum von 2,9 Prozent erwartet, nach 3,8 Prozent in den beiden Vorjahren. (wid/sda)

Erstellt: 16.02.2012, 19:25 Uhr

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11 Kommentare

Loredana Wander

16.02.2012, 21:20 Uhr
Melden 13 Empfehlung

Es wäre mal viel wichtiger! Der BR würde im eigenen Land mit Arbeitgebern verhandeln,dass diese NUR Schweizer anstellen dürfen! sonst sinkt die enorme Arbeitslosenquote hier NIE.Statt immerzu in fremde Länder zu reisen,wegen bilaterale Verträge.Diese kommen dem Schweizer Volk nicht zu gute,es profitieren doch wieder nur die Unternehmer.Arbeitslose bräuchten auch mehr Unterstützung,Herr Bundesrat! Antworten


Tabea Steiner

16.02.2012, 20:12 Uhr
Melden 9 Empfehlung

und herausgekommen ist dabei: Geschwätz, Geschwätz, Geschwätz. Antworten



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