Islam in der Schweiz: Wie viele Fanatiker?
Von Christian von Burg. Aktualisiert am 14.03.2009 46 Kommentare
Die grösste Teil der Muslime in der Schweiz ist, wie die Christen, religiös nicht sehr aktiv. Auf etwa 10 Prozent beziffern Insider die Zahl der regelmässigen Moscheebesucher. Wie während der Weihnachtszeit die Christen besinnen sich im Fastenmonat Ramadan mehr Muslime auf ihre religiösen Wurzeln.
Wie gross der Teil derjeniger ist, die sich zu islamistischem Gedankengut hingezogen fühlen, ist schwer zu sagen. Gemäss Insidern sind es wie im Ausland eher Muslime der zweiten oder dritten Einwanderergeneration, die eine Radikalisierung durchlaufen – oder aber konvertierte Schweizer. Erschreckende Fälle wie etwa die von deutschen Muslimen, die in Afghanistan ausgebildet worden sind und nun ihre alte Heimat offen mit Terror bedrohen, sind in der Schweiz bisher nicht bekannt.
Verschont von terroristischen Umtrieben blieb die Schweiz jedoch nicht. Insbesondere Extremisten aus dem Maghreb machten von sich reden. So wurde etwa im Juni 2007 ein tunesisch-marrokanisches Paar verurteilt, das im Internet Propaganda für Terror und Gewalt verbreitet hatte. Die beiden ermöglichten terroristischen Organisationen und Exponenten aus dem Umfeld der Al-Kaida die Verbreitung von Drohbotschaften, Bekennerschreiben nach Geiselnahmen und Attentaten.
Einladung für Hass-Prediger
Fast noch beunruhigender ist die Einladung für einen bekannten saudischen Geistlichen als Hauptredner zum Jahrestreffen 2007 der Ligue des Musulmans Suisse. Der Mann ist im wahabitischen Salafismus eine Autorität und geniesst unter islamischen Gewaltextremisten hohes Ansehen. Als er im Gefängnis war, hatte sich auch Usama Bin Laden für den Geistlichen eingesetzt. Die Einreise in die Schweiz ist ihm verweigert worden.
Etwa ein Dutzend ehemaliger arabischer Mujahedin, die im Jugoslawienkrieg auf der Seite der bosnischen Muslime kämpften, kamen als Asylbewerber in die Schweiz, wo sie propagandistisch aktiv wurden oder Funktionen in Islamvereinen übernahmen. Gemäss dem Bericht zur Inneren Sicherheit der Schweiz rechnet die Bundespolizei auch in Zukunft mit weiteren Terrorakten in Mitteleuropa. Die meisten Beobachter halten die Schweiz allerdings für weit weniger bedroht als etwa Deutschland, das sich im Afghanistan-Krieg engagiert oder Frankreich, das bei der Integration der Muslime ziemlich glücklos agiert.
Etwa 60 Prozent der Muslime in der Schweiz stammen zudem aus dem ehemaligen Jugoslawien. Diese Bevölkerungsgruppe zeigte sich bisher relativ immun gegenüber islamistischem Fundamentalismus. (Der Bund)
Erstellt: 14.03.2009, 08:20 Uhr
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46 Kommentare
gute sache. noch besser wäre es, wenn sämtliche menschen weltweit sämtlichen religionen den rücken kehren würden. die welt würde garantiert besser. die meisten kriege haben zumindest starke religiöse komponenten. und statt religiösen märchen nachzurennen, könnten endlich die fundamentalen menschenrechte (z.b. der uno-charta) den ihnen gebührenden platz erhalten Antworten
Endlich kommt die Diskussion in Gang! Politisch eher links eingestellt musste ich nun jahrelang zusehen, wie die Multi-Kultis vor allem in den Mitte-Linksparteien die Diskussion über negative Auswüchse anderer Religionen und Kulturen immer abwürgten. Bitte, FREIES Europa, nimm endlich zur Kenntnis, dass ein sich vom Islam abwendender Moslem von der Familie verstossen und von anderen bedroht wird! Antworten
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Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.
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