Islamist Blancho will muslimische Schulen in der Schweiz
Von Maurice Thiriet. Aktualisiert am 10.04.2010
Nein zur Scharia, ja zur muslimischen Parallelgesellschaft in der Schweiz: Nicolas Blancho. (Bild: Keystone )
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Nicolas Blancho, Präsident des Islamischen Zentralrates Schweiz (IZRS), nimmt heute im «Bieler Tagblatt» Stellung zu Vorwürfen, die unter anderem im TA und in der «Weltwoche» erhoben wurden.
So verfolge der IZRS keineswegs das Ziel, in der Schweiz die Scharia einzuführen. «Wir werden dies nie verlangen. Ich habe stets betont, dass in der Schweiz das demokratische System herrscht», sagt Blancho. Mutmassungen, dass die islamische Weltliga von Saudiarabien aus den IZRS und Reisen an Koranschulen im arabischen Raum finanziere, dementiert Blancho: «Würden wir aus saudischen Quellen finanziert, sähen wir anders aus.»
«Man muss nicht mit allen Cervelat essen»
Für die Errichtung einer muslimischen Parallelgemeinschaft mit eigenen Schulen und Geschäften wollen sich Blancho und der IZRS hingegen weiterhin einsetzen. «Wir wollen Akzeptanz dafür, dass wir hier ausleben können, was hier möglich ist», sagt Blancho. Man müsse nicht «mit allen Cervelat essen, um integriert zu sein». Auch die Juden hätten «in Zürich ihr eigenes Strässchen, ihre eigenen Organisationen und Lobby». Der IZRS-Präsident sagt ausserdem, dass er vom Geld seiner Eltern und von Stipendien lebe. (Tages-Anzeiger)
Erstellt: 10.04.2010, 15:47 Uhr
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