Jagte Burkhalter Qadhafi Angst ein?

Die Schweizer Spezialeinheiten seien in der Lage, in Libyen zu intervenieren. Dies sagte Didier Burkhalter im Mai. Wurde dies den Geiseln jetzt zum Verhängnis?

Die Schweiz sei für militärische Auslandaktionen ausgebildet: Dies sagte Didier Burkhalter. Moammar Qadhafi hatte den auch Angst vor einer Befreiungsaktion.

Die Schweiz sei für militärische Auslandaktionen ausgebildet: Dies sagte Didier Burkhalter. Moammar Qadhafi hatte den auch Angst vor einer Befreiungsaktion.
Bild: Keystone

Bundespräsident Hans-Rudolf Merz erklärte gestern gegenüber der Tagesschau des Schweizer Fernsehens: Die beiden festgehaltenen Schweizer seien von den libyschen Behörden an einen «sicheren» Ort gebracht worden. Libyen habe eine gewaltsame Befreiung befürchtet. Er habe aber Staatschef Moammar Qadhafi versichert, dass die Schweiz keine solchen Absichten hege.

Wenn es auch keine klaren Absichten gab, es gab durchaus Signale, die man als Plan einer Befreiungsaktion interpretieren konnte. Und die sendete der frisch gewählte Bundesrat Didier Burkhalter im Mai 2009 in der «Tribune de Genève» aus. Der Neuenburger war damals noch Ständerat. Er engagierte sich für den Pirateneinsatz der Elitetruppe AAD 10 am Horn von Afrika.

Elitetruppe war im Ausland schon im Einsatz

Burkhalter strich dabei auch die Meriten der Elitetruppe hervor: «Die Soldaten der AAD 10 sind durchaus in der Lage, im Golf von Aden oder in Libyen zu intervenieren. Burkhalter zeigte sich damals überzeugt davon, dass man die Wartezeit der Elitesoldaten auf den Pirateneinsatz verkürzen könne, indem man diese zwischendurch für die Befreiung der Geiseln in Libyen und Mali einsetze. «Die Soldaten sind für solche Befreiungsaktionen bestens ausgebildet.»

Dazu brauche es aber eine politische Entscheidung. Um seine Meinung über die AAD 10 zu unterstreichen, erklärte der Neuenburger sogar: «Die Schweizer Elitetruppe war schon mehrmals im Ausland tätig. Die Missionen waren jedoch geheim.» Eine mehr als erstaunliche Aussage, wenn man weiss, dass das Parlament den harmlosen Pirateneinsatz am Golf von Aden erst gestern ablehnte.

Aussagen erhalten heute eine andere Bedeutung

Seit Burkhalter zum Bundesrat gewählt worden ist, bekommen diese Aussagen eine ganz andere Bedeutung. Und der Verdacht liegt nahe, dass Libyen Burkhalters Aussagen zum Anlass nahm, um die Geiseln an einen «sicheren Ort» zu verlegen. Genauso wie die Libyer wegen der von der gleichen Zeitung publizierten Verhaftungsbilder von Qadhafi junior die Verhandlungen mit der Schweiz schwieriger gestalteten. Das wenigstens behauptet Bundespräsident Hans-Rudolf Merz.

Bundesrat Didier Burkhalter wollte dazu keine Stellungnahme abgeben. Das EDA sei für die Kommunikation zuständig. (Tagesanzeiger.ch/Newsnetz)

Erstellt: 25.09.2009, 12:15 Uhr

68 KOMMENTARE

Peter Broger

25.09.2009, 18:15 Uhr

Das Thema mit den Geiseln rausholen ist seit Burkhalters Versprecher eh vom Tisch. Man hätte handeln können, als diese in der Botschaft waren. Aber da jetzt rein zu gehen, dass wäre eine Mission mit zu grossem Risiko betreffend Verlusten, politischen und eventuell terroristischen Folgen. Ausserdem, will sich momentan kein anderer Staat die Hand verbrennen.


Peter Zinggeler

25.09.2009, 18:02 Uhr

Es wird zuviel Discutiert was man soll und nicht soll. Last Taten sprechen und dan disscuriert.


oliver schmid

25.09.2009, 17:43 Uhr

Wann lernt der Bundesrat endlich das man mit Anbiederungstaktik nicht weit kommt. Mit einem Diktator, andere würden ihn Terrorist nennen, kann man gar nicht demokratisch verhandeln. Die CH ist in keiner Weise mit Libyen "lebenswichtig" verbunden. Also kaufen wir das Oel woanders, und beenden wir die uebrigen wirtschaftsbeziehungen, ob vor oder nach der Geiselfreilassung.


Richard Naegeli

25.09.2009, 17:40 Uhr

Eigentlich sollten wir darüber abstimmen können, ob unsere Armee die beiden armen Geiseln aus den Händen der Entführer entreissen sollen. Schliesslich haben wir eine Milizarmee. Und wenn an der Urne ja gesagt würde, stände ja das ganze Volk dahinter und alle Soldaten. Und mit unseren Militärguezli könnten den Wüstenstaat noch etwas mehr austrocknen.


Hannes Estermann

25.09.2009, 17:23 Uhr

Wenn seiner Zeit Hr.D.Burkhalter sich mit solchen Ideen die Zeit verblödete-alles ohne Realitätssinn-ein solcher Einsatz,dann können wir uns freuen über dessen neuen Wind im Bundesrat.Ich glaubte wenigstes, das man mit ihm sich wenigstens freuen kann-über einen klaren und kühlen Kopf zu verfügen.Nicht einmal die verblendete SVP denkt an einen solchen miltärischen Irrsinn-trotz "bester "Armee.


Peter Matter

25.09.2009, 17:20 Uhr

total peinlich von Burkhalter


Christoph Geiser

25.09.2009, 17:03 Uhr

Quadhafi schmeichelt uns. Man hätte die zwei ja in Lumpen stecken, ein paar Leute bestechen und sie nach Tunesien bringen können. Geheim und so. Wahrscheinlich hätte Q. dann aber was anderes gemacht. ABB Eigentum verstaatlicht, andere "Geiseln" genommen, oder so was. Unsere Hobbypolitiker sind viel gefährlicher als 10 Quadhafis. Der scheint wenigstens einigermassen zu wissen was er tut.


Andreas Keller

25.09.2009, 16:58 Uhr

@ Kurt Amsler: Vielen Dank, Herr Amsler! Es freut und beruhigt mich sehr, dass es noch so stramme und wagemutige Offiziere gibt! Nicht nur reden, sondern handeln! Nun bleibt zu hoffen, dass Sie mit diesem Kommanda beauftragt werden! Damit 'die Welt' sieht: So kann man die Schweiz nicht behandeln!


marie keller

25.09.2009, 16:50 Uhr

...dem bp merz ist es NIE um die geiseln gegangen. nach der ersten drohung qadhafis seine gelder aus der schweiz abzuziehen, hat sich unser bp entschlossen, nach tripolis zu fliegen, obwohl hr merz sich bis dahin geweigert hatte. das hat sich einfach gegen ihn gewendet, leider zu ungunsten der geiseln. merz soll einfach abtreten; viel zu naiv. qadhafi macht was er will und das wird so bleiben...


Aschi Oiram

25.09.2009, 16:44 Uhr

@Amsler: bereit sein sagt nichts über Fähigkeit dazu aus. Wieso soll die Schweiz Risiken eines militärischen Einsatzes eingehen? Als Aufmunterung anderer Firmen, mit Diktatoren Geschäfte zu machen und ohne nötige Bewilligungen in solche Länder wie Libyen zu reisen. Dumm auch die Exportrisikogarantie, um unvorsichtige Konzerne abzusichern. Betrugs-Banker UBS aus den USA entführen, nächster Plan?


Jules Wohlmann

25.09.2009, 16:44 Uhr

Wenn wir das könnten, dann hätten wir uns den Steinbrück schon lange geholt. Spass beiseite, die Einzigen, die das könnten, sind die Israelis. Aber die haben kaum Lust, für die Schweiz die Kastanien aus dem Feuer zu holen. Aber unser Bundespräsidenten hat ja soeben mit Qadhafi ein wenig geschwatzt und findet, jetzt kommt alles gut.


Pascal Hausammann

25.09.2009, 16:16 Uhr

Alles was Gadahfi uns vorwirft seinem Sohn angetan zu haben, kommt auch wieder zurück. Dazu gehört nunmal: Festnahme, Gesetze des Landes (verdreht) anwenden, bezahlen einer Kaution und ziemlich sicher werden bald auch Polizeifotos o.Ä. der "Geiseln" in einer Lybischen Zeitung veröffentlicht. Habe ich etwas vergessen?


Pascal Hausammann

25.09.2009, 16:04 Uhr

Alles was Gadahfi uns vorwirft seinem Sohn angetan zu haben, kommt auch wieder zurück. Dazu gehört nunmal: Festnahme, Gesetze des Landes (verdreht) anwenden, bezahlen einer Kaution und ziemlich sicher werden bald auch Polizeifotos o.Ä. der "Geiseln" in einer Lybischen Zeitung veröffentlicht. Habe ich etwas vergessen?


Ueli Arm

25.09.2009, 16:01 Uhr

Ich hoffe nicht, dass unsere Armee tatsächlich nicht in der Lage ist, so eine Operation durchzuführen, falls doch, dann müsste man die Gelder sehr kritisch anschauen und hinterfragen! In der Schweiz selber bin ich mir absolut sicher, dass das gehen würde und mit Erfolg. Der Fall Qadhafi ist peinlich, von vorne bis hinten, peinlich für alle auf dieser Welt. Aber jetzt ist einfach schluss, genug!


Dieter Wundrig

25.09.2009, 16:00 Uhr

Erstklassige Vorschläge als Reaktion auf den Kommentar von @Kurt Amsler.Mit den Söldnern das ist das Ei des Kolumbus,sich um nichts kümmern,gleichzeitig neutral bleiben.Darauf bin ich nicht gekommen,wir sollten uns einmal zusammensetzen und einen Plan aushecken um die Politik zu entlasten@ Res Bühlmann würde uns den Tee kochen,lieber wäre mir allerdings ein Kaffee.Das würde schon sehr helfen!


Rene Wetter

25.09.2009, 16:00 Uhr

Interessant, das Ganze. Jetzt ist mir auch klar warum der Ständerat auf Atalanta beharrte. Das Detachement wäre auf dem Weg nach Somalia an Libyen vorbei geschippert und hätte bei dieser Gelegenheit diesen Job als Übung erledigt. Burkhalter war doch im Ständerat, nicht?


Frédéric Cortat

25.09.2009, 15:59 Uhr

Schick doch die Genfer Polizei hin!


Manuel Lanz

25.09.2009, 15:43 Uhr

"Die Schweiz hat die beste Armee", gemäss BR Maurer. Elitesoldaten der AAD 10 sind vorhanden. Der Kdt ist mit Kurt Amsler auch schon gefunden. Res Bühlmann kocht ihm dabei mit der Gamelle einen heissen Tee. Tom Kuhn ist für die Infrastruktur zuständig. Des weiteren gibt es x-Millionen Diensttageerfahrung in unserem Land und in Bern tagt das Stadtparlament sogar nachts - auf was warten wir noch?


Andreas Weber

25.09.2009, 15:39 Uhr

Warum kauft die Schweiz nicht endlich ein paar Transportflugzeuge wie es jedes andere Land in Europa?!? Ohne eigene Transportportmittel nützen uns diese Spezialeinheiten gar nichts. Didier Burkhalter hat übrigens zu diesem Thema eine Motion eingereicht . Obwohl sie angenommen wurde, ist bisher noch nichts passiert.


kurt mäschli

25.09.2009, 15:38 Uhr

Einfach zum lachen das ganze: Wenn nicht einmal die USA fähig sind diesem Massenmörder während seiner Rede vor der UNO die Handschellen anzulegen (was von einem US-Richter empfohlen wurde und rechtmässig wäre). Die UNO ist zu einem lächerlichen Verein verkommen, den niemand mehr auf der Welt ernst nimmt. Solche diktatorischen Länder überhaupt aufzunehmen ist eine Schmach.


Hugo Trechel

25.09.2009, 15:33 Uhr

Schreiber Amslers Idee ist genial. BR Burkhalter kann noch reines Franzoesisch aus Neuenburg. So werden die Franzosen sicher mit den Airbuses bereitstehen. Auch ich war bei den PZ. Gren. in Thun kenne Mayor Amsler gut, er ist fuer diesen Einsatz vorbereitet und ausgebildet.


Ulrich Kamm

25.09.2009, 15:29 Uhr

Ich frage mich, weshalb die Schweiz überhaupt eine Spezialeingreiftruppe, die AAD 10, beschäftigt, wenn diese nicht eingesetzt wird. Laut dem VBA ist eine der Aufgaben der AAD 10: "Rückführung von Schweizer Bürgern aus Krisenlagen im Ausland " Und genau das wäre ja hier nötig!


Paul Breitner

25.09.2009, 15:24 Uhr

Diplomatie und internationale Beziehungen sind kein Spielplatz für Volkspolemiker. Mit den Informationen aus den Tageszeitungen lassen sich keine kompletten Bilder zusammenstellen und auch keine Schlüsse ziehen. Viele Forum-Beiträge zu diesem unseligen Lybien-Thema strotzen nur so von Kurzsichtigkeit, Inkompetenz und banalem Blödsinn. Mache mir Sorgen um die (politische) Bildung in unserem Land.


Heinrich Baur

25.09.2009, 15:14 Uhr

@Kurt Amsler Ihr Kommentar ist absolut brilliant! Französische Transportflugzeuge sollen also mit Schweizer Luftlandetruppen Libyen attackieren, und das alles weil BR Burkhalter so tolle Kontakte zu Sarkozy hat? Vielleicht könnten die Spezialeinheiten, welche die spanische Botschaft in Bern "befreiten" zur Untersützung als Kampftaucher an Land gehen. Fehlen nur noch ein paar Black Hawk Helikopter.


Res Bühlmann

25.09.2009, 15:12 Uhr

@ Kurt Amsler;...also ich habe auch gelernt wie man unter freiem Himmel Tee kochen kann in der Gamelle...wäre ich ihnen eine Hilfe bei der Befreiung ?


Walter Guyer

25.09.2009, 15:12 Uhr

Ich bin kein Arabienexperte, glaube jedoch eher nicht, dass sich diese Krise einfacher loesen wird, indem BR Merz beinahe taeglich zu viel redet und die Presse regelmaessig auf Hr. Quadhafi einschlaegt.


Tanja Gerber

25.09.2009, 15:08 Uhr

Seit Wochen wird auf Bundespräsident Merz eingeschlagen. Was ist eigentlich mit der Führung der ABB los und warum äussert sich diese bis heute nicht öffentlich in dieser Angelegenheit? Gibt oder gab es denn überhaupt eine "Entführung"? Was mag hinter diesem Theater wohl stecken bzw. hat die ABB möglicherweise etwas zu verbergen?


Martin Senn

25.09.2009, 15:05 Uhr

Gewaltsame Geiselbefreiung? Dass ich nicht lache! Da müssten ja Schweizer Soldaten ins Ausland..Nun muss zuerst der Stänerat darüber befinden (sagt 2 x ja) danach der Nationalrat (sagt 2 x nein, Allianz zwischen SVP, Grünen und teilen der SP) und die Geiseln bleiben weiterhin in Libyen..Diese Idee ist einfach nur lächerlich!


David Walter

25.09.2009, 15:04 Uhr

Soweit Ich gerade kürzlich gelesen habe hat man doch gerade eine Geiselbefreiungsaktion durch die GSG9 in Somalia (mit Unterstützung Infrastruktur durch die USA) zurück gepfiffen. Die AAD 10 soll besser sein???


Laurent Bertrandt

25.09.2009, 14:40 Uhr

Bei einem Angriff auf Libyen durch die Schweizer Armee würde die ganze Mittelmeerregion in Furcht und Demut vor dieser gewaltigen Schlagkraft erstarren. Wie wäre es denn mit privaten Söldnern? Die Schweiz bräuchte sich um nichts kümmern und würde eine reine Weste behalten.


Boris Radtke

25.09.2009, 14:35 Uhr

Das ganze beginnt allmählich, sich in die Lächerlichkeit hin zu bewegen. Dieser ewige Clinch führt zu nichts, um es auf den Punkt zu bringen. Unserer CH "Top-Politiker" sind ganz einfach nicht in der Lage, solche Problem zu lösen, wie wir sehen. Ausser dass sie Steuergelder verschleudern. Sinnvoll wäre es, alle wirtschaftl. Beziehungen einzufrieren, Konten sperren, Tamoil blockieren. So ginge es!


Dieter Wundrig

25.09.2009, 14:24 Uhr

@ Kurtr Amsler-Wollen Sie uns da nicht mit Ihrem Kommentar ein wenig vereiern?Also ziehen Sie in den Krieg und holen Sie sich den Beduinenfürsten samt Geiseln. Wenn Frankreich schon bereit ist mit seinen Transportmaschinen dann sollte man nicht zögern.Was aber ist, wenn Sie in den Luftraum des Fürsten eingeflogen sind und gleich abgeschossen werden?Haben Sie etwa letzte Nacht schlecht geträumt?


Johann Kirchner

25.09.2009, 14:23 Uhr

@Tom Kuhn: Das gilt übrigens für alle Spezialeinheiten weltweit. Wenn schon Aussagen machen, dann bitte präzise. @Kurt Amsler: Stimme Ihnen vollumfänglich zu. Waren Sie übrigens im 1989 in der PzGren RS 21 in Thun?


Ednilson Da Silva

25.09.2009, 14:18 Uhr

Der Schweiz fehlt für solche Kommandoaktionen die notwendige Logistik im Hintergrund. Ausserdem verstossen solche Aktionen mit Sicherheit gegen nationales wie auch internationales Recht. Es ist einfach nur noch peinlich das AAD10 im Zusammenhang mit der Lybien-Affäre zu erwähnen und demonstriert die Verzweiflung gewisser Politiker ob unserer Hilflosigkeit gegenüber Lybien.


Tom Kuhn

25.09.2009, 14:18 Uhr

Die hochgelobte Armee und Spezialeinheiten sind nichts Wert ohne nötige Infrastruktur. Ohne Helikopter, Satelittenaufklärung etc. können die Spezialkräft wochenlang in der Wüste herumirren. Bern diskutiert ewigs wegen einer simplen Schutztruppe gegen einfach bewaffenete Piraten. Die Spezialeinheiten posieren besser bei einem Staatsbesuch für die Presse. Elitesoldaten die nie gefährdet werden. Top!


Thomas Muri

25.09.2009, 14:17 Uhr

@ Kurt Amsler. Darf ich Ihren Grad erfahren - ich möchte Ihre Aussage gern richtig einordnen können.


Roland Bauer

25.09.2009, 14:11 Uhr

Die Geiseln sind weg ? Kann mir jemand erklären wer diese Schweizer aus unserer Botschaft verschleppt hat ? Sind da libyschen Sicherheitskräfte in die Botschaft eingedrungen und haben die Geiseln gefesselt und verschleppt ? Hat es in unserer Botschaft ein verantwortlicher Botschafter (Ambassador) der Bescheid weiss was da umgeht ? Auf dem Tennisplatz schon nachgeschaut ?


Huber Hans

25.09.2009, 14:10 Uhr

Was ist mit der Doppelbürgerschaft eines der sog. Schweizer Geiseln? Eingereist ist er als Tunesier und nicht als Schweizer, d.h. er hat explizit auf den Schutz des roten Passes verzichtet. Warum muss die Schweiz ihn befreien? Würde er bei einer Befreiungsaktion sterben, gäbe es noch eine Krise mit Tunesien, das sich dann plötzlich für seinen Bürger interessieren würde, weil dann Geld zu holen ist


Jack Welti

25.09.2009, 14:01 Uhr

Ich kann den Vorwoten der beiden Herren Müller nur zustimmen. Wer in ein solches Land reist, braucht sich nicht zu wundern und sämtliche Beziehungen zu diesem Schurkenstaat müssen sofort beendet werden, kosequenterweise auch die, die Geld bringen.


Kurt Amsler

25.09.2009, 13:56 Uhr

Herr Stahel liegt falsch. Als exOffizier Pz.Gren. waere die Schweizer Armee in der Lage diese Befreiung durchzufuehren. Bundesrat Burkhalter hat super Kontakte zu Frankreich. Dort stehen Transportmaschinen sofort bereit. Auch haben die franz. Auslandsdienste SSD Super Aufklaerung ueber Lybien. Ich waere bereit das Kommando zu uebernehmen. BR Burkhalter ist fuer eine Intervention, also lets go.


Rolf Schumacher

25.09.2009, 13:55 Uhr

Die 100 Tage Regel gilt nur, wenn man sich als BR auch still verhält. Fakt ist, dass es einen Bericht gibt, der unseren neuen BR in die Nähe der neokonservativen amerikanischen Methodik zeigt (Reagan, Wolfowitz, Cheney etc.). Die Situation ist zu birsant, als dass sich der BR erlauben kann darüber zu schweigen. Man kann nicht drohen und schweign, das ist naiv.


Erich Richter

25.09.2009, 13:51 Uhr

Es gibt nur eins - sucht Lybische Staatsangehörige, welche auf Besuch in der Schweiz sind. Nehmt zwei fest und schlagt einen Austausch vor. Auge um Auge, Zahn um Zahn - das ist die einzige Sprache, welche dieser Diktator versteht. @Hauser - man hat die Geiseln zu einer aerztlichen Untersuchung ausserhalb der Botschaft eingeladen - wie naiv ist die CH Botschaft eigentlich ?


Laurent Bertrandt

25.09.2009, 13:49 Uhr

Und sowas soll die beste Armee der Welt werden. Drückt sich vor Einsätzen wie Atalanta und ist noch nicht mal in der Lage seine Bürger im Ausland zu verteidigen. Die anderen Armeen der Welt zittern vor der schweizer Schlagkraft!


Dieter Wundrig

25.09.2009, 13:47 Uhr

@ Gerald Gutberelt-Mir ist soweit bekannt,es existiert weder ein Konsul noch ein Botschafter in der CH Vertretung.Dieser wurde doch von der Aussenministerin,wegen gegenteiliger Ansichten, in die Wüste geschickt. So ist es mir zumindest bekannt. Weshalb wurde sonst die eine"Geisel" von Mitarbeitern seiner Firma mit Verpflegung versorgt?**Eine Befreiung durch CH Eliteeinheiten,sicher nicht möglich!


Christian Hollenstein

25.09.2009, 13:45 Uhr

Der befürchtet ganz bestimmt nicht die gewaltsame Befreiung der Geiseln. De Fakto hat er sie jetzt erst recht in Haft genommen, und BR Merz lächelt mit ihm in NY und glaubt ihm tatsächlich den Honig den dieser Irre ihm um den Mund schmiert. Der BR sollte jetzt Tacheles reden: Geiseln her oder Abbruch der Diplomatischen Beziehungen, Einfrieren aller Lybischen Gelder und Verstaatlichung von Tamoil.


Ernst Winkel

25.09.2009, 13:41 Uhr

Das ist typischer Schweizer Zeitungsstil: Quaddhafi bringt die Geiseln an einen unbekannten Ort, um ihre Befreiung von vorneherein zu verhindern und was schreibt die gesamte Schweizer Presse: Quadhafi habe "Angst" vor dem Schweizer AAD10. Wie kann man nur so naiv die Tatsachen verdrehen? Wieso sollte er vor einer unterbesetzten Möchtegern-Elitetruppe ohne nachweisbare Praxiserfahrung Angst haben?


Michael Meister

25.09.2009, 13:37 Uhr

Wieso gibt es die AAD10 wenn sie die Mittel nicht hat im Ausland Geiselbefreitung zu machen? Die AAD 10 gibt es ja nur deswegen, Geiselbefreiung im Ausland wird bei der AAD 10 ja gerade geübt?? Hat man wieder zuerst organisiert und Leute ausgebildet und hofft später die nötigen Mittel zu bekommen?


Peter Bitterli

25.09.2009, 13:36 Uhr

Für was haben wir das AAD10?? Die können nicht mal 2 Geiseln befreien? Abschaffen aber sofort! Völlig unnütz und Geldverschwendung...wie die ganze Armee einfach nur Leerlauf


Angelo Rapelli

25.09.2009, 13:36 Uhr

Wenn die 2 "Geiseln" tatsächlich von der CH-Botschaft "geholt" und an einen "sicheren" Ort gebracht wurden war dies ein Kriegerischer Akt. Da die Libyschen Behörden auf CH-Grund eingedrungen sind. Wenn dies so stimmt muss unsere Regierung endlich vor die Uno treten und Libyen als terroristischen Staat verurteilem.


Werner Engler

25.09.2009, 13:35 Uhr

@Christoph Hauser - Auch mich interessiert die Frage! 1. Wie können Geiseln aus der Botschaft, also CH Territorium, weggebracht werden? Wer kann diese Frage beantworten? 2. Warum trompetet man eine Befreiungsaktion in die Welt hinaus und das schon seit Mai? Wäre es nicht sinnvoller, man würde die Aktion im Stillen durchführen um im Nachhinein die Medien über Erfolg oder Misserfolg zu informieren?


Walter Schmid

25.09.2009, 13:35 Uhr

Nanu, lebt der neue BR Burkhalter immer noch im Zeitalter, wo die tapferen Schweizer ihre Probleme mit der Hellebarde lösten? Das Kabarettprogramm in Bern wird ja immer skuriler. Gibt es für uns, das Volk, keine Alternativen mehr zu diesen Politclowns?


Rolf Schumacher

25.09.2009, 13:34 Uhr

Die CIA hat solche Manöver zu Hauf gemacht. In Hollywoodfilmen sieht man es auch. Die schweizer Realität sieht aber ganz anders aus. Burkhalter hat sich das öffentlich diskualifiziert. pathologische Ueberschätzung sprich Grössenwahn ist eine ganz gefährliche Krankheit.


Rolf Schumacher

25.09.2009, 13:32 Uhr

Ich stelle unseren neuen BR klar in Frage. Es geht hier um ein aussenpolitisch äusserst brisantes Thema. Und der neu gewählte droht einem etablierten Staatsmann mit einer Elitetruppe in dessen Land einzumarschieren. Das grenzt an eine Kriegserklärung, wie kann man nur so naiv sein? Das kann doch nicht ernsthaft durchdacht sein. Mir stellen sich ob soviel Unvernunft alle Haare zu Berge.


Niki Eggenberger

25.09.2009, 13:26 Uhr

Dies sind die 2 sonderbarsten Geiseln, von denen ich je gehört habe. Es wäre an der Zeit, die Berichterstattung über diese Posse zu beenden. Merz sollte sich den wirklich dringenden Aufgaben widmen.


Karl Meierhans

25.09.2009, 13:21 Uhr

Eine ganz andere Frage: Nachdem sich ja bekanntlicherweise das Gepäck der 2 Männer schon seit 3 Wochen in der Schweiz befindet: Was ziehen die armen Leute nun an? Kommt da evtl. noch eine Rechnung für Ersatzkleidung auf den Steuerzahler zu? Oder wirde das Gepäck wieder nach Libyen spediert?


Rudolf Ehrlich

25.09.2009, 13:17 Uhr

Der neue Bundesrat Burkhalter ist als harter Politiker bekannt. Mit ihm kann die Schweiz hoffen. Wir werden eine neue Bundespolizei haben und ueberall auf der Welt eingreifen, wenn Schweizerische Interesse verletzt werden. Bravo Herr Bundesrat solche Worte geben uns Buerger Mut.


Rolf Schumacher

25.09.2009, 13:14 Uhr

Ein uniformierter CH Soldat, welcher mit Wafffe über die italienische Grenze schreitet reicht, um dies als Invasion zu bezeichnen. Burkhalter denkt also allen ernstes unsere Ramboogruppe könne schnell mal in Libyen einmarschieren? Für wie blöd hält er das libysche und das schweizer Volk?


Hans-Peter Müller

25.09.2009, 13:03 Uhr

Hört doch endlich auf mit dieser Posse. Geiseln die während ihrer Geiselnahme mit Regierungsmitgliedern Tennisspielen und tafeln, die sich einen eigenen Wohnsitz ausserhalb der Schweizer Botschaft nehmen können, sind keine Geiseln! Der Vertrag den BR Merz zu verantworten hat, sollte sofort für nichtig erklärt werden und die Beziehungen zu Libyen endlich abgebrochen werden. Das ist meine Meinung!


Klaus Müller

25.09.2009, 13:02 Uhr

Wenn Leute sich in ein solches Land begeben, tun sie das doch auf eigenem Risiko. Es ist nicht Aufgabe eines Staates, seine Landsleute vor ihrer eigenen Dummheit zu schützen. Und wenn der Qadhafi Leute willkürlich festsetzt, dann nennt man das gefälligst Kidnapping. Für das kann meinen einen internationalen Haftbefehl ausstellen und den Herrn festnehmen, sobald er sein seltsames Land verlässt.


Bert Hermann

25.09.2009, 12:49 Uhr

Warum hat es sich die Schweiz gefallen lassen und die Geiseln aus der Schweizer Botschaft (= Schweizer Terretorium) durch Libyer entführen lassen. War dies eine gewaltsame oder gewaltlose Aktion. Oder stimmt etwas an der ganzen Darstellung nicht? In anderen Ländern berichtete man davon, dass die festgehaltenen gar nicht in der Botschaft seien, dass einer gar ein Haus in Libyen baut.


Rudolf Gähler

25.09.2009, 12:41 Uhr

Sollten solche Pläne für eine Befreiung der Geiseln bestanden haben, war es nicht gerade smart von Herrn Burkhalter mit der Presse darüber zu sprechen. Als reine Drohgebärde über eine solche Möglichkeit zu sprechen, ist auch nicht viel klüger. Schlimmer noch, vielleicht hat sein "Geplapper" solche Pläne - über die er als Ständerat evtl. nicht informiert war - zunichte gemacht.


Christoph Hauser

25.09.2009, 12:37 Uhr

Was ich schon in einem anderen Artikel zu BR Merz als Leserkommentar gelesen habe soll hier nochmals aktualisiert werden. Wie können die Geiseln aus der Botschaft, also Schweizer Territorium, weggebracht werden?!? Das würde mich persönlich wirklich interessieren, vielleicht habe ich in den vielen Artikeln auch etwas überlesen...


gerald gutberlet

25.09.2009, 12:36 Uhr

das cher selbswertgefühl muss ja total ausradiert sein wenn sie sich schon über gerüchte freuen das etwaige drohungen wirkung zeigen. gadahfi hatt die geiseln NOCHMAL entführt wenn es stimmt das er sie vom gelände des CHer konsulates verschleppt hatt. da kann der BR 1000 mal sagen das war weil er angst vor uns hatt . als cher konsul hätte diese zweite freiheitsberaubung verhindert werden müssen


Adrian Stampfli

25.09.2009, 12:33 Uhr

Scheinbar leidet nicht nur Ghaddafi unter Grössenwahn, das lässt schlimmes befürchten für die Amtszeit des Herrn Burkhalter.


Alfred Jakob

25.09.2009, 12:21 Uhr

Merz glaubt und glaubt und glaubt und glaubt... Offenbar glaubt er auch es sei sinnvoll, regelmässig den eigenen Kollegen in den Rücken zu schiessen! Ich glaube es wäre langsam Zeit für ein paar Nachhilfestunden in Sachen Kollegialprinzip, oder?


Franz Widmer

25.09.2009, 12:16 Uhr

Wenn die Einsätze so geheim waren, wieso weiss Herr Burkhalter davon? Ich glaube eher, es hat keine Einsätze gegeben.


Franz Widmer

25.09.2009, 12:11 Uhr

Es scheint keine Politker mehr zu geben, die zuerst denken und dann reden.


Erich Richter

25.09.2009, 11:59 Uhr

Richtig so, Herr Burkhalter - endlich einer der Klartext spricht. Vielleicht könnte man die Befreiung der Geiseln gleich mit etwas anderem, nützlichen verbinden......



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